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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Autoren K]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 11:25:17 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Kurz, Hermann: Weihnacht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30770</link>
			<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 05:19:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30770</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermann Kurz</span><br />
1813 – 1873<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weihnacht</span><br />
<br />
Am schmucken Baume flimmern hundert Kerzen,<br />
Mit lichtem Blick, mit Jauchzen hüpft der Knabe<br />
Und mustert halb im Traume seine Habe,<br />
Indes die Eltern fröhlich mit ihm scherzen.<br />
<br />
Mein Auge, sollte dich die Helle schmerzen?<br />
Denkst du, o Herz, an manche schöne Gabe<br />
Von ihnen, die da schlummern in dem Grabe?<br />
Mahnt dich dies Fest an zwei gebrochne Herzen?<br />
<br />
Frisch; Seele, deiner eignen Weihnacht denke,<br />
Wie eine Flamme festlich dich durchdrang,<br />
Wie dich begrüßten himmlische Geschenke,<br />
<br />
Der Sonnengeist einzog zu allen Toren<br />
Und jenes schmerzlich stolze Lied erklang:<br />
Die Muse hat zum Opfer mich erkoren!<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermann Kurz</span><br />
1813 – 1873<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weihnacht</span><br />
<br />
Am schmucken Baume flimmern hundert Kerzen,<br />
Mit lichtem Blick, mit Jauchzen hüpft der Knabe<br />
Und mustert halb im Traume seine Habe,<br />
Indes die Eltern fröhlich mit ihm scherzen.<br />
<br />
Mein Auge, sollte dich die Helle schmerzen?<br />
Denkst du, o Herz, an manche schöne Gabe<br />
Von ihnen, die da schlummern in dem Grabe?<br />
Mahnt dich dies Fest an zwei gebrochne Herzen?<br />
<br />
Frisch; Seele, deiner eignen Weihnacht denke,<br />
Wie eine Flamme festlich dich durchdrang,<br />
Wie dich begrüßten himmlische Geschenke,<br />
<br />
Der Sonnengeist einzog zu allen Toren<br />
Und jenes schmerzlich stolze Lied erklang:<br />
Die Muse hat zum Opfer mich erkoren!<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kurz, Hermann: Verdienst und Glück]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30769</link>
			<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 05:27:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30769</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermann Kurz</span><br />
1813 – 1873<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verdienst und Glück</span><br />
<br />
Auf eigne Tat soll keiner sich verlassen:<br />
Noch ist kein Ird’scher selbstgerecht gestorben,<br />
Und weh ihm, der mit Zimbeln und Theorben<br />
Sein faules Lob verkündet in den Gassen.<br />
<br />
Ich habe nie das Brot mir schmecken lassen,<br />
Das ich im Schweiß des Angesichts erworben.<br />
Hab ich mit breitem Fleiß die Zeit verdorben,<br />
Muß ich die Not und, ach, mich selber hassen.<br />
<br />
Zwar, was die Menschen Pflicht benennen, tu ich;<br />
Ich kann durch Disteln brechen und durch Dornen,<br />
Kann mit dem Hammer auf den Amboß klopfen;<br />
<br />
Doch darum nicht in Stolz noch Freude ruh ich:<br />
Zu Geist’gem kann den Geist das Glück nur spornen,<br />
Das leise nachts die Sterne niedertropfen.<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermann Kurz</span><br />
1813 – 1873<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verdienst und Glück</span><br />
<br />
Auf eigne Tat soll keiner sich verlassen:<br />
Noch ist kein Ird’scher selbstgerecht gestorben,<br />
Und weh ihm, der mit Zimbeln und Theorben<br />
Sein faules Lob verkündet in den Gassen.<br />
<br />
Ich habe nie das Brot mir schmecken lassen,<br />
Das ich im Schweiß des Angesichts erworben.<br />
Hab ich mit breitem Fleiß die Zeit verdorben,<br />
Muß ich die Not und, ach, mich selber hassen.<br />
<br />
Zwar, was die Menschen Pflicht benennen, tu ich;<br />
Ich kann durch Disteln brechen und durch Dornen,<br />
Kann mit dem Hammer auf den Amboß klopfen;<br />
<br />
Doch darum nicht in Stolz noch Freude ruh ich:<br />
Zu Geist’gem kann den Geist das Glück nur spornen,<br />
Das leise nachts die Sterne niedertropfen.<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kunisch, Richard: Coeur-Ass zum Ziele!]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30768</link>
			<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 05:22:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30768</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Richard Kunisch </span><br />
1828 - 1885<br />
<br />
<br />
Coeur-Ass zum Ziele! die Pistolen knallten,<br />
Und unsre Kugeln pfiffen nach den Karten;<br />
Wir aber, ungeduld’gen Blickes, harrten,<br />
Bis Pulvers Wolken unserm Aug’ entwallten.<br />
<br />
Und kurze Zeit nur brauchten wir zu warten,<br />
Da sahn wir schon der Übung Lohn, der alten,<br />
Da sahen wir sie uns entgegen halten,<br />
Die, gut getroffen, ohne Herzen starrten.<br />
<br />
Ich aber fühlte leisen Vorwurf schmerzen,<br />
Als wenn sie todt, als müßt’ ich sie betrauern,<br />
Und alte Bilder wurden in mir rege.<br />
<br />
Und unwillkürlich griff ich nach dem Herzen,<br />
Dem eig’nen, und mit süßen Wonneschauern,<br />
Fühlt ich dein Haar und drunter seine Schläge.<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Richard Kunisch </span><br />
1828 - 1885<br />
<br />
<br />
Coeur-Ass zum Ziele! die Pistolen knallten,<br />
Und unsre Kugeln pfiffen nach den Karten;<br />
Wir aber, ungeduld’gen Blickes, harrten,<br />
Bis Pulvers Wolken unserm Aug’ entwallten.<br />
<br />
Und kurze Zeit nur brauchten wir zu warten,<br />
Da sahn wir schon der Übung Lohn, der alten,<br />
Da sahen wir sie uns entgegen halten,<br />
Die, gut getroffen, ohne Herzen starrten.<br />
<br />
Ich aber fühlte leisen Vorwurf schmerzen,<br />
Als wenn sie todt, als müßt’ ich sie betrauern,<br />
Und alte Bilder wurden in mir rege.<br />
<br />
Und unwillkürlich griff ich nach dem Herzen,<br />
Dem eig’nen, und mit süßen Wonneschauern,<br />
Fühlt ich dein Haar und drunter seine Schläge.<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kunisch, Richard: Zu deinen Füßen möcht’ ich ewig liegen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30767</link>
			<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 22:08:50 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30767</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Richard Kunisch </span><br />
1828 - 1885<br />
<br />
Zu deinen Füßen möcht’ ich ewig liegen,<br />
Und die Gefühle, die im Herzen walten,<br />
In stiller Andacht dann zum Lied gestalten,<br />
Das aus dem Staub hinauf zu dir gestiegen.<br />
<br />
Und wenn die Verse träumerisch sich wiegen,<br />
Dann möcht’ ich betend deines Kleides Falten<br />
Zu heil’ger Weihe an die Lippen halten,<br />
Bis alle frühern Weisen in mir schwiegen.<br />
<br />
Was immer mich in Andrer Mitte quäle,<br />
Vergessen wollt’ ich es zu deinen Füßen,<br />
Die ich zum Altar meinem Herzen wähle.<br />
<br />
Nur dir, o Heil’ge, sollte sich erschließen<br />
Das dunkle Heiligthum der Menschenseele,<br />
Auf deine Hand die erste Thräne fließen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Richard Kunisch </span><br />
1828 - 1885<br />
<br />
Zu deinen Füßen möcht’ ich ewig liegen,<br />
Und die Gefühle, die im Herzen walten,<br />
In stiller Andacht dann zum Lied gestalten,<br />
Das aus dem Staub hinauf zu dir gestiegen.<br />
<br />
Und wenn die Verse träumerisch sich wiegen,<br />
Dann möcht’ ich betend deines Kleides Falten<br />
Zu heil’ger Weihe an die Lippen halten,<br />
Bis alle frühern Weisen in mir schwiegen.<br />
<br />
Was immer mich in Andrer Mitte quäle,<br />
Vergessen wollt’ ich es zu deinen Füßen,<br />
Die ich zum Altar meinem Herzen wähle.<br />
<br />
Nur dir, o Heil’ge, sollte sich erschließen<br />
Das dunkle Heiligthum der Menschenseele,<br />
Auf deine Hand die erste Thräne fließen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kunisch, Richard: An Edla]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30766</link>
			<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 03:05:12 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30766</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Richard Kunisch </span><br />
1828 - 1885<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Edla</span><br />
<br />
Ich schau’ dich an, und aus dem Herzen ziehen<br />
Die finstern Träume, die mich lang umschlungen,<br />
Erinn’rungsgraun und düstre Ahnung fliehen,<br />
Von ruh’ger Stille fühl ich mich durchdrungen.<br />
 <br />
Nicht neuen Strebens selbstvernichtend Glühen<br />
Hast du in’s müde Herz hineingesungen:<br />
Ein Gottesfrieden nach durchkämpften Mühen<br />
Sind deiner Seele Saiten mir erklungen.<br />
<br />
Mag auch mein finsterer Begleiter höhnen,<br />
Er weicht zurück vor dir, du himmlisch Reine,<br />
Und neu geheiligt bin ich jetzt der deine.<br />
<br />
Und wieder höre ich die Glocken tönen,<br />
Und Kindesträume seh’ ich sich beleben,<br />
Die um dein Bild in heitrem Spiel sich weben.<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Richard Kunisch </span><br />
1828 - 1885<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Edla</span><br />
<br />
Ich schau’ dich an, und aus dem Herzen ziehen<br />
Die finstern Träume, die mich lang umschlungen,<br />
Erinn’rungsgraun und düstre Ahnung fliehen,<br />
Von ruh’ger Stille fühl ich mich durchdrungen.<br />
 <br />
Nicht neuen Strebens selbstvernichtend Glühen<br />
Hast du in’s müde Herz hineingesungen:<br />
Ein Gottesfrieden nach durchkämpften Mühen<br />
Sind deiner Seele Saiten mir erklungen.<br />
<br />
Mag auch mein finsterer Begleiter höhnen,<br />
Er weicht zurück vor dir, du himmlisch Reine,<br />
Und neu geheiligt bin ich jetzt der deine.<br />
<br />
Und wieder höre ich die Glocken tönen,<br />
Und Kindesträume seh’ ich sich beleben,<br />
Die um dein Bild in heitrem Spiel sich weben.<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kayser-Langerhannss, Agnes: Der Liebe Macht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30615</link>
			<pubDate>Fri, 12 Sep 2025 23:17:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30615</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Agnes Kayser-Langerhannss</span><br />
1818 - 1902<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Liebe Macht</span><br />
<br />
Des Daseins Kämpfe drückten meine Seele,<br />
Sie traten überall mir rauh entgegen,<br />
Wenn ich begann mich frei und froh zu regen,<br />
Erkannt' ich, daß ich oft im Irrthum fehle.<br />
<br />
Und, wie ich nun verwirrt, gepeinigt wähle,<br />
Bald dieses will, bald jenes überlegen,<br />
Begegnet mir ein Freund auf meinen Wegen,<br />
Er lacht mich aus, daß ich mich selber quäle.<br />
<br />
Nun war dem Zweifel freier Raum gegeben,<br />
Sollt' ich mir selbst beim Thu'n und Handeln rathen?<br />
Dem Zufall trau'n, der uns so leicht bemeistert?<br />
<br />
Da fand ich dich und neu erschien das Leben,<br />
Die Liebe klärt mein Wollen, meine Thaten,<br />
Und, was ich schuf, gelang, durch sie begeistert. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Agnes Kayser-Langerhannss</span><br />
1818 - 1902<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Liebe Macht</span><br />
<br />
Des Daseins Kämpfe drückten meine Seele,<br />
Sie traten überall mir rauh entgegen,<br />
Wenn ich begann mich frei und froh zu regen,<br />
Erkannt' ich, daß ich oft im Irrthum fehle.<br />
<br />
Und, wie ich nun verwirrt, gepeinigt wähle,<br />
Bald dieses will, bald jenes überlegen,<br />
Begegnet mir ein Freund auf meinen Wegen,<br />
Er lacht mich aus, daß ich mich selber quäle.<br />
<br />
Nun war dem Zweifel freier Raum gegeben,<br />
Sollt' ich mir selbst beim Thu'n und Handeln rathen?<br />
Dem Zufall trau'n, der uns so leicht bemeistert?<br />
<br />
Da fand ich dich und neu erschien das Leben,<br />
Die Liebe klärt mein Wollen, meine Thaten,<br />
Und, was ich schuf, gelang, durch sie begeistert. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kayser-Langerhannss, Agnes: Der Liebsten zur Beruhigung]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30614</link>
			<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 07:55:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30614</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Agnes Kayser-Langerhannss</span><br />
1818 - 1902<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Der Liebsten zur Beruhigung</span><br />
<br />
Du denkst an mich und wähntest, wenn ich ferne,<br />
Vergäß ich dein, mich drängten andre Dinge;<br />
O, süßes Mädchen, was ich auch vollbringe,<br />
Es ist für dich, wie alles, was ich lerne.<br />
<br />
Ja, wüßtest du, daß selbst das Schwerste gerne,<br />
Seit du mich liebst, ich frischen Muth's erringe,<br />
Du wär'st beglückt, und, daß es mir gelinge,<br />
Folg' ich dir nach, wie Schiffer ihrem Sterne.<br />
<br />
Weit ist der Weg, bevor du zu erreichen,<br />
Viel Mühen giebt's, Gefahren zu bestehen,<br />
Die leichten Sinn's mir sonst unmöglich schienen.<br />
<br />
Doch denk' ich d'ran, du wirst mir ganz zu eigen,<br />
Möcht' ich die Kämpfe doppelt noch erhöhen,<br />
Den großen Einsatz würdig zu verdienen.<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Agnes Kayser-Langerhannss</span><br />
1818 - 1902<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Der Liebsten zur Beruhigung</span><br />
<br />
Du denkst an mich und wähntest, wenn ich ferne,<br />
Vergäß ich dein, mich drängten andre Dinge;<br />
O, süßes Mädchen, was ich auch vollbringe,<br />
Es ist für dich, wie alles, was ich lerne.<br />
<br />
Ja, wüßtest du, daß selbst das Schwerste gerne,<br />
Seit du mich liebst, ich frischen Muth's erringe,<br />
Du wär'st beglückt, und, daß es mir gelinge,<br />
Folg' ich dir nach, wie Schiffer ihrem Sterne.<br />
<br />
Weit ist der Weg, bevor du zu erreichen,<br />
Viel Mühen giebt's, Gefahren zu bestehen,<br />
Die leichten Sinn's mir sonst unmöglich schienen.<br />
<br />
Doch denk' ich d'ran, du wirst mir ganz zu eigen,<br />
Möcht' ich die Kämpfe doppelt noch erhöhen,<br />
Den großen Einsatz würdig zu verdienen.<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kayser-Langerhannss, Agnes: Verlangen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30613</link>
			<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 22:43:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30613</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Agnes Kayser-Langerhannss</span><br />
1818 - 1902<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verlangen</span><br />
<br />
Dein Augenpaar, mir däucht's ein klarer Bronnen<br />
Mit reichen Schätzen tief in seinem Grunde,<br />
Der edle Blick verräth mir selten Kunde,<br />
Wie ich auch rang, noch hab' ich nichts gewonnen.<br />
<br />
Dein Augenpaar, mir däucht's wie gold'ne Sonnen,<br />
Die leuchtend an des Himmels fernem Runde,<br />
Mit höhern Sphären in dem sel'gen Bunde,<br />
Wie heil'ger Schein dem ird'schen Kreis entronnen.<br />
<br />
In Demuth wagt' ich auf zu dir zu schauen,<br />
Und wie die Quelle Durst'gen Labung spendet,<br />
Gab'st Frieden du erregtem, heißem Triebe.<br />
<br />
Nun wag' ich mehr, o kröne mein Vertrauen,<br />
Nicht Glanz allein, auch Gluth die Sonne sendet,<br />
Du strahltest Licht, nun gieb mir deine Liebe!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Agnes Kayser-Langerhannss</span><br />
1818 - 1902<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verlangen</span><br />
<br />
Dein Augenpaar, mir däucht's ein klarer Bronnen<br />
Mit reichen Schätzen tief in seinem Grunde,<br />
Der edle Blick verräth mir selten Kunde,<br />
Wie ich auch rang, noch hab' ich nichts gewonnen.<br />
<br />
Dein Augenpaar, mir däucht's wie gold'ne Sonnen,<br />
Die leuchtend an des Himmels fernem Runde,<br />
Mit höhern Sphären in dem sel'gen Bunde,<br />
Wie heil'ger Schein dem ird'schen Kreis entronnen.<br />
<br />
In Demuth wagt' ich auf zu dir zu schauen,<br />
Und wie die Quelle Durst'gen Labung spendet,<br />
Gab'st Frieden du erregtem, heißem Triebe.<br />
<br />
Nun wag' ich mehr, o kröne mein Vertrauen,<br />
Nicht Glanz allein, auch Gluth die Sonne sendet,<br />
Du strahltest Licht, nun gieb mir deine Liebe!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kawerau, Siegfried: Und jeden Tag geb ich in Deine Hände]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30307</link>
			<pubDate>Fri, 08 Aug 2025 10:20:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30307</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siegfried Kawerau</span><br />
1886 - 1936<br />
<br />
<br />
Und jeden Tag geb ich in Deine Hände<br />
Dir meine Seele dankesfroher hin<br />
und weiß: mich zu verlieren, ist Gewinn,<br />
weil ich mich nur in Deinem Licht vollende.<br />
<br />
Daß ich so ganz mich täglich zu Dir wende,<br />
ist, weil ich sonst nur eine Summe bin<br />
von Taten und Gedanken ohne Sinn<br />
und überall ein Anfang, nirgends Ende.<br />
<br />
Ein Gott steht hinter diesen schlechten Dingen,<br />
die sich in tollem Wechsel wirbelnd reihn,<br />
und hält in einer Hand die vielen Sinne,<br />
<br />
und Deine Fülle gießt auch den geringen<br />
Gefäßen meines Lebens Inhalt ein,<br />
und selig werd ich meiner Einheit inne. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siegfried Kawerau</span><br />
1886 - 1936<br />
<br />
<br />
Und jeden Tag geb ich in Deine Hände<br />
Dir meine Seele dankesfroher hin<br />
und weiß: mich zu verlieren, ist Gewinn,<br />
weil ich mich nur in Deinem Licht vollende.<br />
<br />
Daß ich so ganz mich täglich zu Dir wende,<br />
ist, weil ich sonst nur eine Summe bin<br />
von Taten und Gedanken ohne Sinn<br />
und überall ein Anfang, nirgends Ende.<br />
<br />
Ein Gott steht hinter diesen schlechten Dingen,<br />
die sich in tollem Wechsel wirbelnd reihn,<br />
und hält in einer Hand die vielen Sinne,<br />
<br />
und Deine Fülle gießt auch den geringen<br />
Gefäßen meines Lebens Inhalt ein,<br />
und selig werd ich meiner Einheit inne. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kawerau, Siegfried: Ich weiß nur eines - diese bangen Lieder,]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30308</link>
			<pubDate>Wed, 06 Aug 2025 06:33:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30308</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siegfried Kawerau</span><br />
1886 - 1936<br />
<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Widmung zu Elisabeth Browning Sonetten,<br />
übertragen von R. M. Rilke)</span><br />
<br />
Ich weiß nur eines - diese bangen Lieder,<br />
die langsam aus dem dunkel-kühlen Bronnen<br />
der reinsten Seele goldklar und versonnen<br />
aufsteigen perlend an das Licht der Sonnen,<br />
<br />
sie zittern auch in Deiner Tiefe wieder.<br />
Wo nehm ich mir das Recht, sie Dir zu geben,<br />
die scheusten Stunden, die ein Liebesleben<br />
mit Schmerzen je gebar, ich, der ich neben<br />
<br />
die keuscheste der Fraun zu treten wage?<br />
Doch heute wird mir, was ich oft beklage,<br />
zu reinem Glück; ich darf es, denn ich trage<br />
<br />
die Seele einer Frau, der Sein und Lieben<br />
das gleiche ist; und nun, von Scham getrieben,<br />
reich ich Dir dieses Buch, wie selbst geschrieben. <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siegfried Kawerau</span><br />
1886 - 1936<br />
<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Widmung zu Elisabeth Browning Sonetten,<br />
übertragen von R. M. Rilke)</span><br />
<br />
Ich weiß nur eines - diese bangen Lieder,<br />
die langsam aus dem dunkel-kühlen Bronnen<br />
der reinsten Seele goldklar und versonnen<br />
aufsteigen perlend an das Licht der Sonnen,<br />
<br />
sie zittern auch in Deiner Tiefe wieder.<br />
Wo nehm ich mir das Recht, sie Dir zu geben,<br />
die scheusten Stunden, die ein Liebesleben<br />
mit Schmerzen je gebar, ich, der ich neben<br />
<br />
die keuscheste der Fraun zu treten wage?<br />
Doch heute wird mir, was ich oft beklage,<br />
zu reinem Glück; ich darf es, denn ich trage<br />
<br />
die Seele einer Frau, der Sein und Lieben<br />
das gleiche ist; und nun, von Scham getrieben,<br />
reich ich Dir dieses Buch, wie selbst geschrieben. <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kugler, Hans Jürgen: Ein Glück, daß wir nur einmal leben]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29817</link>
			<pubDate>Fri, 03 May 2024 07:52:03 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29817</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hans Jürgen Kugler  </span>          <br />
*1957    © beim Autor<br />
E-Mail: Hajku@godcula.de<br />
HP: <a href="http://www.godcula.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.godcula.de</a>    <br />
<br />
Ein Glück, daß wir nur einmal leben<br />
Und nichts uns ewig davon plagt.<br />
Ich habe mich schon oft gefragt,<br />
Wozu soll es was drauf noch geben?<br />
<br />
An uns selbst sind wir schon ohne Maß<br />
Und wurden das, was wir jetzt sind<br />
So unvermerkt, wie Zeit verrinnt<br />
Durch Zufall bloß, wie nur irgend was.<br />
<br />
In allem sind wir so fatal<br />
Begrenzt; im Leiden leider nicht,<br />
Scheint unerschöpflich unsre Qual.<br />
<br />
Noch sind wir stark. Aller Verzicht<br />
Birgt auch Gewinn, läßt uns die Wahl:<br />
Man wächst am Leid oder zerbricht.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hans Jürgen Kugler  </span>          <br />
*1957    © beim Autor<br />
E-Mail: Hajku@godcula.de<br />
HP: <a href="http://www.godcula.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.godcula.de</a>    <br />
<br />
Ein Glück, daß wir nur einmal leben<br />
Und nichts uns ewig davon plagt.<br />
Ich habe mich schon oft gefragt,<br />
Wozu soll es was drauf noch geben?<br />
<br />
An uns selbst sind wir schon ohne Maß<br />
Und wurden das, was wir jetzt sind<br />
So unvermerkt, wie Zeit verrinnt<br />
Durch Zufall bloß, wie nur irgend was.<br />
<br />
In allem sind wir so fatal<br />
Begrenzt; im Leiden leider nicht,<br />
Scheint unerschöpflich unsre Qual.<br />
<br />
Noch sind wir stark. Aller Verzicht<br />
Birgt auch Gewinn, läßt uns die Wahl:<br />
Man wächst am Leid oder zerbricht.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kugler, Hans Jürgen: Als Wunsch und Tat noch ...]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29816</link>
			<pubDate>Sat, 27 Apr 2024 08:24:53 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29816</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hans Jürgen Kugler  </span>          <br />
*1957    © beim Autor<br />
E-Mail: Hajku@godcula.de<br />
HP: <a href="http://www.godcula.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.godcula.de</a>    <br />
<br />
<br />
Als Wunsch und Tat noch Früchte trugen<br />
Schien alles möglich in der Zeit.<br />
Doch mit der Zeit ist Endlichkeit,<br />
Geriet die Welt uns aus den Fugen.<br />
<br />
Wir schworen Redlichkeit mit klugen<br />
Und hehren Worten lang und breit,<br />
Bis wir dann bei Gelegenheit<br />
Uns schließlich doch den Kopf abschlugen.<br />
<br />
Mit viel Verstand, doch kaum Empfinden<br />
Noch hätten wir die Welt vernichtet,<br />
Bevor wir selbst von ihr verschwinden.<br />
<br />
Wir hatten Glück. Jedoch verpflichtet,<br />
Ein Paradies für uns zu gründen,<br />
Haben ein Schlachthaus wir errichtet.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hans Jürgen Kugler  </span>          <br />
*1957    © beim Autor<br />
E-Mail: Hajku@godcula.de<br />
HP: <a href="http://www.godcula.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.godcula.de</a>    <br />
<br />
<br />
Als Wunsch und Tat noch Früchte trugen<br />
Schien alles möglich in der Zeit.<br />
Doch mit der Zeit ist Endlichkeit,<br />
Geriet die Welt uns aus den Fugen.<br />
<br />
Wir schworen Redlichkeit mit klugen<br />
Und hehren Worten lang und breit,<br />
Bis wir dann bei Gelegenheit<br />
Uns schließlich doch den Kopf abschlugen.<br />
<br />
Mit viel Verstand, doch kaum Empfinden<br />
Noch hätten wir die Welt vernichtet,<br />
Bevor wir selbst von ihr verschwinden.<br />
<br />
Wir hatten Glück. Jedoch verpflichtet,<br />
Ein Paradies für uns zu gründen,<br />
Haben ein Schlachthaus wir errichtet.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kugler, Franz: Auch euch noch meinet jene Griechen-Mythe]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29814</link>
			<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 06:52:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29814</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Franz Kugler    </span>                    <br />
1808 - 1858<br />
<br />
<br />
Auch euch noch meinet jene Griechen-Mythe,<br />
Da auf der Dichter Lippen einst die Bienen<br />
Frühzeit’gen Honig trugen, so daß ihnen<br />
In süßem Wohllaut stets die Rede blühte;<br />
<br />
Auch ihr erschaut mit regerem Gemüthe,<br />
Was lang’ verdunkelt blödem Aug’ erschienen;<br />
Berufen seid auch ihr, dem Wort zu dienen,<br />
Daß wie ein Tempel eure Brust es hüte.<br />
<br />
Und eben euch muß zürnend ich anklagen,<br />
Ob ihr gering auch meine Worte schätzet,<br />
Denn frech habt ihr das Heiligthum zerschlagen:<br />
<br />
An kindschem Zanke habt ihr euch ergetzet,<br />
Um eitler Formen Sorge nur getragen,<br />
Das eigne Bild auf den Altar gesetzet.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Franz Kugler    </span>                    <br />
1808 - 1858<br />
<br />
<br />
Auch euch noch meinet jene Griechen-Mythe,<br />
Da auf der Dichter Lippen einst die Bienen<br />
Frühzeit’gen Honig trugen, so daß ihnen<br />
In süßem Wohllaut stets die Rede blühte;<br />
<br />
Auch ihr erschaut mit regerem Gemüthe,<br />
Was lang’ verdunkelt blödem Aug’ erschienen;<br />
Berufen seid auch ihr, dem Wort zu dienen,<br />
Daß wie ein Tempel eure Brust es hüte.<br />
<br />
Und eben euch muß zürnend ich anklagen,<br />
Ob ihr gering auch meine Worte schätzet,<br />
Denn frech habt ihr das Heiligthum zerschlagen:<br />
<br />
An kindschem Zanke habt ihr euch ergetzet,<br />
Um eitler Formen Sorge nur getragen,<br />
Das eigne Bild auf den Altar gesetzet.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kuh, Emil: Zur Unzeit]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30090</link>
			<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 06:16:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30090</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Emil Kuh</span><br />
1828 - 1876<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zur Unzeit</span><br />
<br />
Ein goldner Herbst, der mild den Sommer krönte,<br />
Er schien die Brust mit Frieden zu durchdringen,<br />
Das Herz begann unschuldig auszuklingen,<br />
Was lang in ihm bald wild bald ängstlich tönte.<br />
<br />
Doch eh' sich ganz die Seele sanft versöhnte,<br />
Eh' sie vergaß, daß ihr bestimmt zu ringen,<br />
Da wuchsen ihr zum Kampf erneu'te Schwingen,<br />
Der Traum zerfloß, der rings die Welt verschönte.<br />
<br />
Die Liebe kam, der wünschevolle Gast,<br />
Der Alles weckt, was schläft, begehrt, was blüht,<br />
Und jedes Glück in dunklen Rahmen faßt.<br />
<br />
Ein herber Frühling zieht durch mein Gemüth,<br />
Durch Thränen sieht das Aug' den welken Ast<br />
Anstatt des Waldes, der reich in Farben glüht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Emil Kuh</span><br />
1828 - 1876<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zur Unzeit</span><br />
<br />
Ein goldner Herbst, der mild den Sommer krönte,<br />
Er schien die Brust mit Frieden zu durchdringen,<br />
Das Herz begann unschuldig auszuklingen,<br />
Was lang in ihm bald wild bald ängstlich tönte.<br />
<br />
Doch eh' sich ganz die Seele sanft versöhnte,<br />
Eh' sie vergaß, daß ihr bestimmt zu ringen,<br />
Da wuchsen ihr zum Kampf erneu'te Schwingen,<br />
Der Traum zerfloß, der rings die Welt verschönte.<br />
<br />
Die Liebe kam, der wünschevolle Gast,<br />
Der Alles weckt, was schläft, begehrt, was blüht,<br />
Und jedes Glück in dunklen Rahmen faßt.<br />
<br />
Ein herber Frühling zieht durch mein Gemüth,<br />
Durch Thränen sieht das Aug' den welken Ast<br />
Anstatt des Waldes, der reich in Farben glüht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kugler, Hans Jürgen: Dein Blick]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29815</link>
			<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 06:13:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29815</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hans Jürgen Kugler  </span>          <br />
*1957    © beim Autor<br />
E-Mail: Hajku@godcula.de<br />
HP: <a href="http://www.godcula.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.godcula.de</a>    <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dein Blick</span><br />
<br />
Dein Blick, der hat mich eingefangen<br />
und liegt so oft mir noch im Sinn,<br />
so oft versank ich schon darin;<br />
es wächst mein Sehnen und Verlangen.<br />
<br />
Doch wieviel Zeit ist schon vergangen,<br />
wie viele Tage flossen hin,<br />
seit ich bei dir gelegen bin,<br />
als damals alles angefangen.<br />
<br />
Wie währte dieses Glück nur kurz<br />
und ward so schnell gefolgt von einem<br />
tiefen, abgrundtiefen Höllensturz.<br />
<br />
Denn ich verlor mein Herz in deinem,<br />
das sich verschloß, nichts zu sich ließ,<br />
und das verwehrt, was ich verhieß.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hans Jürgen Kugler  </span>          <br />
*1957    © beim Autor<br />
E-Mail: Hajku@godcula.de<br />
HP: <a href="http://www.godcula.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.godcula.de</a>    <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dein Blick</span><br />
<br />
Dein Blick, der hat mich eingefangen<br />
und liegt so oft mir noch im Sinn,<br />
so oft versank ich schon darin;<br />
es wächst mein Sehnen und Verlangen.<br />
<br />
Doch wieviel Zeit ist schon vergangen,<br />
wie viele Tage flossen hin,<br />
seit ich bei dir gelegen bin,<br />
als damals alles angefangen.<br />
<br />
Wie währte dieses Glück nur kurz<br />
und ward so schnell gefolgt von einem<br />
tiefen, abgrundtiefen Höllensturz.<br />
<br />
Denn ich verlor mein Herz in deinem,<br />
das sich verschloß, nichts zu sich ließ,<br />
und das verwehrt, was ich verhieß.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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