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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Edmund Dorer]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 02:12:27 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Tod am Ostertage]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30034</link>
			<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 06:27:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30034</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tod am Ostertage</span><br />
<br />
Am Tag des Festes, da der Herr erstanden,<br />
Aus Grabesdunkeln fuhr zu ew’gen Sonnen,<br />
Da tausend Herzen neue Lebenswonnen<br />
Wie jetzt Natur in Frühlingslust empfanden.<br />
<br />
Zur frohen Zeit, da Eis und Frost entschwanden,<br />
Die Blumen rings zu blühen schon begonnen,<br />
Hast Du, o tück’scher Tod, mein Herz umsponnen<br />
Zur falschen Stunde mit den kalten Banden!<br />
<br />
Doch nein — wie kann ich, Geist, Dich missverstehen?<br />
Zur rechten Zeit willst Du mich hold umschlingen;<br />
Zum Leben soll ich sterbend auferstehen.<br />
<br />
Die Osterglocke mag zu Grab mir klingen!<br />
Aus Nacht und Tag. aus Werden und Vergehen<br />
Soll ich empor zum ew’gen Licht mich schwingen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tod am Ostertage</span><br />
<br />
Am Tag des Festes, da der Herr erstanden,<br />
Aus Grabesdunkeln fuhr zu ew’gen Sonnen,<br />
Da tausend Herzen neue Lebenswonnen<br />
Wie jetzt Natur in Frühlingslust empfanden.<br />
<br />
Zur frohen Zeit, da Eis und Frost entschwanden,<br />
Die Blumen rings zu blühen schon begonnen,<br />
Hast Du, o tück’scher Tod, mein Herz umsponnen<br />
Zur falschen Stunde mit den kalten Banden!<br />
<br />
Doch nein — wie kann ich, Geist, Dich missverstehen?<br />
Zur rechten Zeit willst Du mich hold umschlingen;<br />
Zum Leben soll ich sterbend auferstehen.<br />
<br />
Die Osterglocke mag zu Grab mir klingen!<br />
Aus Nacht und Tag. aus Werden und Vergehen<br />
Soll ich empor zum ew’gen Licht mich schwingen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Welke Rosen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30061</link>
			<pubDate>Tue, 29 Jul 2025 06:21:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30061</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Welke Rosen</span><br />
<br />
Die Rose, die Du in des Abschieds Stunden<br />
Mir einst gegeben, ward schon längst zur Leiche;<br />
Ihr Schattenbild erinnert mich, das bleiche,<br />
An’s Glück der Liebe, das wie sie entschwunden.<br />
<br />
Des Lebens Lust, mit süßem Schmerz verbunden,<br />
Des Herzens schöner Lenz, der rosengleiche,<br />
Verwehte, ach! mit jenem Zauberreiche,<br />
Wo ich der Schönheit sel’ge Macht empfunden.<br />
<br />
Der welken Rose schenkt an heißer Quelle<br />
Ein frisches Leben Wohl die güt’ge Welle<br />
Und wieder darf auf kurze Zeit sie blühen.<br />
<br />
O tote Liebe, mit der Sehnsucht Schmerzen<br />
Erweckt Dich auch die Glut in meinem Herzen,<br />
Da kannst Du neu zu flücht’gem Glanz erglühen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Welke Rosen</span><br />
<br />
Die Rose, die Du in des Abschieds Stunden<br />
Mir einst gegeben, ward schon längst zur Leiche;<br />
Ihr Schattenbild erinnert mich, das bleiche,<br />
An’s Glück der Liebe, das wie sie entschwunden.<br />
<br />
Des Lebens Lust, mit süßem Schmerz verbunden,<br />
Des Herzens schöner Lenz, der rosengleiche,<br />
Verwehte, ach! mit jenem Zauberreiche,<br />
Wo ich der Schönheit sel’ge Macht empfunden.<br />
<br />
Der welken Rose schenkt an heißer Quelle<br />
Ein frisches Leben Wohl die güt’ge Welle<br />
Und wieder darf auf kurze Zeit sie blühen.<br />
<br />
O tote Liebe, mit der Sehnsucht Schmerzen<br />
Erweckt Dich auch die Glut in meinem Herzen,<br />
Da kannst Du neu zu flücht’gem Glanz erglühen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Meer]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30060</link>
			<pubDate>Fri, 25 Jul 2025 06:51:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30060</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Meer</span><br />
<br />
Grausam und kalt schalt ich des Meeres Sinn;<br />
Nein, stark ist es, und wahre Stärke gut,<br />
Dem Löwen gleich; zum eigenen Gewinn<br />
Wird ihre Kraft besiegt von Edelmut.<br />
<br />
Der Anmut beugte sich seit Anbeginn<br />
Der Ozean. Erkor nicht seine Flut,<br />
Zur Wiege einst der Schönheit Königin?<br />
Und schützt es nicht im Grund der Perle Glut?<br />
<br />
Drum scheide, Liebste, Dich dem Meer vertrauend!<br />
Nicht will ich in der Trennung Schmerz verzagen,<br />
Dich in der Hand der Elemente schauend.<br />
<br />
Die Woge wird Dich freundlich, sicher tragen;<br />
Auf Deinen Reiz und Deine Güte bauend,<br />
Wirst Du der Wogen Groll in Fesseln schlagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Meer</span><br />
<br />
Grausam und kalt schalt ich des Meeres Sinn;<br />
Nein, stark ist es, und wahre Stärke gut,<br />
Dem Löwen gleich; zum eigenen Gewinn<br />
Wird ihre Kraft besiegt von Edelmut.<br />
<br />
Der Anmut beugte sich seit Anbeginn<br />
Der Ozean. Erkor nicht seine Flut,<br />
Zur Wiege einst der Schönheit Königin?<br />
Und schützt es nicht im Grund der Perle Glut?<br />
<br />
Drum scheide, Liebste, Dich dem Meer vertrauend!<br />
Nicht will ich in der Trennung Schmerz verzagen,<br />
Dich in der Hand der Elemente schauend.<br />
<br />
Die Woge wird Dich freundlich, sicher tragen;<br />
Auf Deinen Reiz und Deine Güte bauend,<br />
Wirst Du der Wogen Groll in Fesseln schlagen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Träume]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30059</link>
			<pubDate>Wed, 23 Jul 2025 14:02:41 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30059</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Träume</span><br />
<br />
Sie weilte ferne; doch in jenen Stunden,<br />
Da mit dem Wunsch die Seele unbewußt<br />
Sich täuscht, war nah mir meiner Augen Lust;<br />
Sie hielt mich fest im Reich des Traums umwunden.<br />
<br />
Jetzt, da die Nähe wieder uns verbunden,<br />
Verlor ich sie im bangen Traum; die Brust<br />
Erbebte bei dem schmerzlichen Verlust<br />
In tiefem Weh, wie selten ich empfunden.<br />
<br />
Soll ich Dich, Traum, als meinen Feind erkennen?<br />
Willst trüben Du mein Glück mit Schreckensbildern,<br />
Mit falscher Lust der Trennung Schmerz verhöhnen?<br />
<br />
Nein! Meinen weisen Freund muss ich Dich nennen.<br />
Du willst mit Furcht die Glut der Freude mildern<br />
Und durch die Hoffnung mich dem Schmerz versöhnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Träume</span><br />
<br />
Sie weilte ferne; doch in jenen Stunden,<br />
Da mit dem Wunsch die Seele unbewußt<br />
Sich täuscht, war nah mir meiner Augen Lust;<br />
Sie hielt mich fest im Reich des Traums umwunden.<br />
<br />
Jetzt, da die Nähe wieder uns verbunden,<br />
Verlor ich sie im bangen Traum; die Brust<br />
Erbebte bei dem schmerzlichen Verlust<br />
In tiefem Weh, wie selten ich empfunden.<br />
<br />
Soll ich Dich, Traum, als meinen Feind erkennen?<br />
Willst trüben Du mein Glück mit Schreckensbildern,<br />
Mit falscher Lust der Trennung Schmerz verhöhnen?<br />
<br />
Nein! Meinen weisen Freund muss ich Dich nennen.<br />
Du willst mit Furcht die Glut der Freude mildern<br />
Und durch die Hoffnung mich dem Schmerz versöhnen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geheimnis der Sterne]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30058</link>
			<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 08:16:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30058</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geheimnis der Sterne</span><br />
<br />
Dein Auge rastet in dem Licht der Sterne,<br />
Du sprichst, und höher wallt des Busens Wogen:<br />
„Was waltet jenseits jener Sternenbogen?<br />
So fragt’ ich schon als Kind und wüsst’ es gerne.“<br />
<br />
„Um das Geheimnis der beglückten Ferne<br />
Hat seiner Hülle Schimmer uns betrogen;<br />
Den Sternenschleier hat es vorgezogen,<br />
Wie schöne Hülse dient zum Schutz dem Kerne.“<br />
<br />
Indes Dein Auge forscht im Sternenkranz,<br />
Versenkt mein Blick sich in den Deinen ganz,<br />
In ihm der Sterne Rätsel zu ergründen.<br />
<br />
Ja, ein Geheimnis strahlt in beider Glanz,<br />
Da sie an einer Flamme sich entzünden<br />
Und eines Himmels Herrlichkeit verkünden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geheimnis der Sterne</span><br />
<br />
Dein Auge rastet in dem Licht der Sterne,<br />
Du sprichst, und höher wallt des Busens Wogen:<br />
„Was waltet jenseits jener Sternenbogen?<br />
So fragt’ ich schon als Kind und wüsst’ es gerne.“<br />
<br />
„Um das Geheimnis der beglückten Ferne<br />
Hat seiner Hülle Schimmer uns betrogen;<br />
Den Sternenschleier hat es vorgezogen,<br />
Wie schöne Hülse dient zum Schutz dem Kerne.“<br />
<br />
Indes Dein Auge forscht im Sternenkranz,<br />
Versenkt mein Blick sich in den Deinen ganz,<br />
In ihm der Sterne Rätsel zu ergründen.<br />
<br />
Ja, ein Geheimnis strahlt in beider Glanz,<br />
Da sie an einer Flamme sich entzünden<br />
Und eines Himmels Herrlichkeit verkünden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Gräbern]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30057</link>
			<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 22:42:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30057</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zwischen Gräbern</span><br />
<br />
Ich wandelte mit Dir, wo die Zypressen<br />
Und stumme Steine sprechen von dem Tod;<br />
Doch schauend Deiner Schönheit Morgenrot<br />
Vermochte ich sein Dunkel zu vergessen.<br />
<br />
So ganz bezaubert Schönheit mich! Denn wessen<br />
Gemüt erwöge nicht des Lebens Rot,<br />
Wenn jeder Blick ein düstres Bild ihm bot? —<br />
Dem Tod zu trotzen ist es nicht vermessen?<br />
<br />
Die Wellen, die in Blumenufern prangen,<br />
Sie wallen weiter, ohne zu erbangen,<br />
Wie bald den Tod sie in dem Meer empfangen.<br />
<br />
So tilgt aus uns’rer Brust als Freudenbringer<br />
Der Schönheit Geist mit rosenfarb’nem Finger<br />
Den mächt’gen, dunklen Tod, den Allbezwinger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zwischen Gräbern</span><br />
<br />
Ich wandelte mit Dir, wo die Zypressen<br />
Und stumme Steine sprechen von dem Tod;<br />
Doch schauend Deiner Schönheit Morgenrot<br />
Vermochte ich sein Dunkel zu vergessen.<br />
<br />
So ganz bezaubert Schönheit mich! Denn wessen<br />
Gemüt erwöge nicht des Lebens Rot,<br />
Wenn jeder Blick ein düstres Bild ihm bot? —<br />
Dem Tod zu trotzen ist es nicht vermessen?<br />
<br />
Die Wellen, die in Blumenufern prangen,<br />
Sie wallen weiter, ohne zu erbangen,<br />
Wie bald den Tod sie in dem Meer empfangen.<br />
<br />
So tilgt aus uns’rer Brust als Freudenbringer<br />
Der Schönheit Geist mit rosenfarb’nem Finger<br />
Den mächt’gen, dunklen Tod, den Allbezwinger.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Trauernden]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30056</link>
			<pubDate>Thu, 17 Jul 2025 06:49:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30056</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Trauernden</span><br />
<br />
Wenn uns das Glück in seine Träume wiegt,<br />
Vermögen selten wir den Stolz zu meiden,<br />
Dass wir uns selbst genügen; und wir scheiden<br />
Vom Nächsten selbst, von solchem Wahn besiegt.<br />
<br />
Doch wenn das Herz der Wucht des Grams erliegt,<br />
Verlangt es nach Genossen seiner Leiden;<br />
Es neigt sich sehnend gleich den Trauerweiden,<br />
An die des Sees kühle Flut sich schmiegt.<br />
<br />
Vergisst Du meine Geliebte, wenn in Scherzen<br />
Und Lust die Stunden flüchtig Dir enteilen,<br />
So soll mich dies Vergessen nimmer schmerzen.<br />
<br />
Doch gönne mir, den Schmerz mit Dir zu teilen;<br />
Es sei Dein Gram befreundet meinem Herzen,<br />
Dann darf ich immer, wo Du weintest, weilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Trauernden</span><br />
<br />
Wenn uns das Glück in seine Träume wiegt,<br />
Vermögen selten wir den Stolz zu meiden,<br />
Dass wir uns selbst genügen; und wir scheiden<br />
Vom Nächsten selbst, von solchem Wahn besiegt.<br />
<br />
Doch wenn das Herz der Wucht des Grams erliegt,<br />
Verlangt es nach Genossen seiner Leiden;<br />
Es neigt sich sehnend gleich den Trauerweiden,<br />
An die des Sees kühle Flut sich schmiegt.<br />
<br />
Vergisst Du meine Geliebte, wenn in Scherzen<br />
Und Lust die Stunden flüchtig Dir enteilen,<br />
So soll mich dies Vergessen nimmer schmerzen.<br />
<br />
Doch gönne mir, den Schmerz mit Dir zu teilen;<br />
Es sei Dein Gram befreundet meinem Herzen,<br />
Dann darf ich immer, wo Du weintest, weilen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Tränen und Liebe]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30055</link>
			<pubDate>Sat, 12 Jul 2025 22:35:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30055</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tränen und Liebe</span><br />
<br />
In Deinen Blicken glühen noch die Zähren;<br />
Vergebens trocknete die schöne Hand<br />
Die Träne, die in Deinem Auge stand;<br />
In ihrem Tau will sich Dein Blick verklären.<br />
<br />
Wie’s mich ergriff, kann’s Dir ein Wort erklären?<br />
War’s Trauer, die die Liebe überwand?<br />
War’s Liebe, die mit Mitleid sich verband?<br />
War’s Liebesglut? Darf sie vom Schmerz sich nähren?<br />
<br />
Wer wähnte nicht, sieht er am heitern Morgen<br />
Den Tau der Nacht in Rosen halb verborgen,<br />
Er schimmre nur, ihr höh’ren Reiz zu borgen.<br />
<br />
Wohl muss der Gram der Schönheit Reiz vermehren;<br />
Doch hemmt der Liebe heftiges Begehren<br />
Die zarte Scheu, der Träne Recht zu ehren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tränen und Liebe</span><br />
<br />
In Deinen Blicken glühen noch die Zähren;<br />
Vergebens trocknete die schöne Hand<br />
Die Träne, die in Deinem Auge stand;<br />
In ihrem Tau will sich Dein Blick verklären.<br />
<br />
Wie’s mich ergriff, kann’s Dir ein Wort erklären?<br />
War’s Trauer, die die Liebe überwand?<br />
War’s Liebe, die mit Mitleid sich verband?<br />
War’s Liebesglut? Darf sie vom Schmerz sich nähren?<br />
<br />
Wer wähnte nicht, sieht er am heitern Morgen<br />
Den Tau der Nacht in Rosen halb verborgen,<br />
Er schimmre nur, ihr höh’ren Reiz zu borgen.<br />
<br />
Wohl muss der Gram der Schönheit Reiz vermehren;<br />
Doch hemmt der Liebe heftiges Begehren<br />
Die zarte Scheu, der Träne Recht zu ehren.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Blumen Streit]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30054</link>
			<pubDate>Sat, 12 Jul 2025 02:52:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30054</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Blumen Streit</span><br />
<br />
Ich lauschte in des Abends Dämmerungen;<br />
Die Nelke sagte: „Blumen, huldigt mir;<br />
Ich bin der Schönheit auserwählte Zier,<br />
Hat sie des Geistes Sonnenglanz durchdrungen.“<br />
<br />
Und die Granate hat mit ihr gerungen:<br />
„Ihr Schwestern, zügelt Eure Herrschergier<br />
Erglänze ich nicht strahlender als ihr?<br />
Ich bin dem Licht am leuchtendsten entsprungen.“<br />
<br />
„Wer ringt mit mir?“ — die stolze Rose sprach<br />
„Ich prange als die königliche Blume,<br />
Und als Vasallen dient Ihr meinem Ruhme!“<br />
<br />
Ich hörte still der Blumen Streit und brach<br />
Die Hadernden für Dich; was sie entzweite,<br />
Vergaßen bald sie, da ich Dir sie weihte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Blumen Streit</span><br />
<br />
Ich lauschte in des Abends Dämmerungen;<br />
Die Nelke sagte: „Blumen, huldigt mir;<br />
Ich bin der Schönheit auserwählte Zier,<br />
Hat sie des Geistes Sonnenglanz durchdrungen.“<br />
<br />
Und die Granate hat mit ihr gerungen:<br />
„Ihr Schwestern, zügelt Eure Herrschergier<br />
Erglänze ich nicht strahlender als ihr?<br />
Ich bin dem Licht am leuchtendsten entsprungen.“<br />
<br />
„Wer ringt mit mir?“ — die stolze Rose sprach<br />
„Ich prange als die königliche Blume,<br />
Und als Vasallen dient Ihr meinem Ruhme!“<br />
<br />
Ich hörte still der Blumen Streit und brach<br />
Die Hadernden für Dich; was sie entzweite,<br />
Vergaßen bald sie, da ich Dir sie weihte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Liebe Segen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30053</link>
			<pubDate>Wed, 09 Jul 2025 07:57:14 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30053</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Liebe Segen</span><br />
<br />
Die Liebe nur kann von dem Bann entbinden,<br />
Den Lust und Schmerz um unfern Busen weben;<br />
Die Liebe wird nicht vor dem Wechsel beben,<br />
In dem die Erdentage uns verschwinden.<br />
<br />
Die Hoffnung selbst muss sich besiegt empfinden;<br />
Denn solche Macht ist Liebenden gegeben,<br />
Dass sie befreit von jeder Sehnsucht leben<br />
Und selbst im Tod verborgnen Segen finden.<br />
<br />
Denn wahre Liebe wird Dir Heil bereiten,<br />
Mag des Verderbens Sturmhauch Dich umwehen,<br />
Magst Du auf sanften Wogen sicher gleiten.<br />
<br />
Gewinn ist es, der Sterne Glanz zu sehen,<br />
Ob sie zum sichern Ufer uns geleiten,<br />
Ob wir in ihren Strahlen untergehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Liebe Segen</span><br />
<br />
Die Liebe nur kann von dem Bann entbinden,<br />
Den Lust und Schmerz um unfern Busen weben;<br />
Die Liebe wird nicht vor dem Wechsel beben,<br />
In dem die Erdentage uns verschwinden.<br />
<br />
Die Hoffnung selbst muss sich besiegt empfinden;<br />
Denn solche Macht ist Liebenden gegeben,<br />
Dass sie befreit von jeder Sehnsucht leben<br />
Und selbst im Tod verborgnen Segen finden.<br />
<br />
Denn wahre Liebe wird Dir Heil bereiten,<br />
Mag des Verderbens Sturmhauch Dich umwehen,<br />
Magst Du auf sanften Wogen sicher gleiten.<br />
<br />
Gewinn ist es, der Sterne Glanz zu sehen,<br />
Ob sie zum sichern Ufer uns geleiten,<br />
Ob wir in ihren Strahlen untergehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Verschiedene Furcht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30052</link>
			<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 22:46:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30052</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verschiedene Furcht</span><br />
<br />
Die Wolken, die des Himmels Haupt umschlingen,<br />
Gebären in des Widerstreites Drang<br />
Den raschen Blitz: der Schiffer schauet bang,<br />
Wie in die Wellen seine Flammen dringen.<br />
<br />
Wohl konnte nicht der wilden Glut gelingen,<br />
Dass sie durch Schrecken meine Brust bezwang,<br />
Wie über jenen sie den Sieg errang;<br />
Doch muss auch ich mit Furcht und Sorge ringen.<br />
<br />
Der Schiffer auf der sturmbewegten Flut<br />
Mag vor des Wetters wildem Zorn erbleichen;<br />
Er zittre vor des Elementes Wut.<br />
<br />
Ich aber bange vor dem anmutsreichen<br />
Und sanften Licht, das in dem Auge ruht,<br />
Dem ich kein and’res wage zu vergleichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verschiedene Furcht</span><br />
<br />
Die Wolken, die des Himmels Haupt umschlingen,<br />
Gebären in des Widerstreites Drang<br />
Den raschen Blitz: der Schiffer schauet bang,<br />
Wie in die Wellen seine Flammen dringen.<br />
<br />
Wohl konnte nicht der wilden Glut gelingen,<br />
Dass sie durch Schrecken meine Brust bezwang,<br />
Wie über jenen sie den Sieg errang;<br />
Doch muss auch ich mit Furcht und Sorge ringen.<br />
<br />
Der Schiffer auf der sturmbewegten Flut<br />
Mag vor des Wetters wildem Zorn erbleichen;<br />
Er zittre vor des Elementes Wut.<br />
<br />
Ich aber bange vor dem anmutsreichen<br />
Und sanften Licht, das in dem Auge ruht,<br />
Dem ich kein and’res wage zu vergleichen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Frühling und Liebe]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30051</link>
			<pubDate>Thu, 03 Jul 2025 07:49:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30051</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Frühling und Liebe</span><br />
<br />
Der Götterknabe naht auf Blumenschwingen;<br />
In seinen Anblick ist die Welt versunken;<br />
Aus Ätherblau, aus Blumen und den Funken<br />
Der neuen Sonne webt er Zauberschlingen.<br />
<br />
Bald wird sein Zauber jedes Herz durchdringen,<br />
Bald feiert ihn die Erde wonnetrunken;<br />
Doch mag er auch mit tausend Siegen prunken,<br />
Der Liebe Kunst kann seinen Stolz bezwingen.<br />
<br />
Denn jeder Zauber muss der Liebe weichen;<br />
Aus sanften Blicken und der Sehnsucht Wonne<br />
Wirkt sie ein Band, das mächtiger uns bindet.<br />
<br />
Und vor des Herzens Blütezeit erbleichen<br />
Des Frühlings Glanz und Lust, wie vor der Sonne<br />
Ihr schwäch’rer Wiederschein, der Mond, verschwindet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Frühling und Liebe</span><br />
<br />
Der Götterknabe naht auf Blumenschwingen;<br />
In seinen Anblick ist die Welt versunken;<br />
Aus Ätherblau, aus Blumen und den Funken<br />
Der neuen Sonne webt er Zauberschlingen.<br />
<br />
Bald wird sein Zauber jedes Herz durchdringen,<br />
Bald feiert ihn die Erde wonnetrunken;<br />
Doch mag er auch mit tausend Siegen prunken,<br />
Der Liebe Kunst kann seinen Stolz bezwingen.<br />
<br />
Denn jeder Zauber muss der Liebe weichen;<br />
Aus sanften Blicken und der Sehnsucht Wonne<br />
Wirkt sie ein Band, das mächtiger uns bindet.<br />
<br />
Und vor des Herzens Blütezeit erbleichen<br />
Des Frühlings Glanz und Lust, wie vor der Sonne<br />
Ihr schwäch’rer Wiederschein, der Mond, verschwindet.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dem Liebenden]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30050</link>
			<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 07:38:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30050</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Liebenden</span><br />
<br />
Vergebens suchst Du Freunde, wirst Du minnen;<br />
Wer liebte, wird nur lächelnd auf Dich schauen,<br />
Und niemals kannst Du ohne Sorge bauen<br />
Auf Freunde, die zu lieben erst beginnen.<br />
<br />
Bald wirst Du,, selber einsam, lieb gewinnen<br />
Die Einsamkeit, Du suchest Flur und Auen,<br />
Die sie beherrschet, um mit Selbstvertrauen<br />
Der Hoffnung und Erinn’rung nachzusinnen.<br />
<br />
Doch einsam, von der Welt zurückgezogen,<br />
Da findest Freunde Du, die Du vergebens<br />
Zu finden hofftest auf dem Markt des Lebens.<br />
<br />
Quell, Baum und Blumen sind Dir bald gewogen;<br />
Es wird Dich selbst der kalte Felsen lieben,<br />
In den der Liebsten Namen Du geschrieben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Liebenden</span><br />
<br />
Vergebens suchst Du Freunde, wirst Du minnen;<br />
Wer liebte, wird nur lächelnd auf Dich schauen,<br />
Und niemals kannst Du ohne Sorge bauen<br />
Auf Freunde, die zu lieben erst beginnen.<br />
<br />
Bald wirst Du,, selber einsam, lieb gewinnen<br />
Die Einsamkeit, Du suchest Flur und Auen,<br />
Die sie beherrschet, um mit Selbstvertrauen<br />
Der Hoffnung und Erinn’rung nachzusinnen.<br />
<br />
Doch einsam, von der Welt zurückgezogen,<br />
Da findest Freunde Du, die Du vergebens<br />
Zu finden hofftest auf dem Markt des Lebens.<br />
<br />
Quell, Baum und Blumen sind Dir bald gewogen;<br />
Es wird Dich selbst der kalte Felsen lieben,<br />
In den der Liebsten Namen Du geschrieben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonnendienst]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30049</link>
			<pubDate>Sun, 29 Jun 2025 09:39:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30049</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonnendienst</span><br />
<br />
Die Huld des Sonnenlichtes zu erwerben,<br />
Erheben Blumen sich aus dunklem Grunde;<br />
Vereinigt sind sie in dem Ordensbunde,<br />
Der sie bestimmt im Sonnendienst zu sterben.<br />
<br />
„Der Schönheit diene, willst Du Schönheit erben“<br />
Verkünden sie mit tausendfarb’gem Munde,<br />
„Denn sonst, so schön Du wärest auch zur Stunde,<br />
Umstrickte Dich die Selbstsucht mit Verderben.“<br />
<br />
„Denn würden wir die Sonne nicht verehren,<br />
Wir müssten in dem Erdenstaub vermodern;<br />
Es würde uns’re Kraft die Nacht verzehren.“<br />
<br />
„Jetzt dürfen wir in Farbenfeuern lodern:<br />
Das Schicksal kann uns nimmermehr verwehren,<br />
Der Schönheit dienend ihren Glanz zu fodern.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonnendienst</span><br />
<br />
Die Huld des Sonnenlichtes zu erwerben,<br />
Erheben Blumen sich aus dunklem Grunde;<br />
Vereinigt sind sie in dem Ordensbunde,<br />
Der sie bestimmt im Sonnendienst zu sterben.<br />
<br />
„Der Schönheit diene, willst Du Schönheit erben“<br />
Verkünden sie mit tausendfarb’gem Munde,<br />
„Denn sonst, so schön Du wärest auch zur Stunde,<br />
Umstrickte Dich die Selbstsucht mit Verderben.“<br />
<br />
„Denn würden wir die Sonne nicht verehren,<br />
Wir müssten in dem Erdenstaub vermodern;<br />
Es würde uns’re Kraft die Nacht verzehren.“<br />
<br />
„Jetzt dürfen wir in Farbenfeuern lodern:<br />
Das Schicksal kann uns nimmermehr verwehren,<br />
Der Schönheit dienend ihren Glanz zu fodern.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geist und Herz]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30048</link>
			<pubDate>Thu, 26 Jun 2025 22:20:41 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30048</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geist und Herz</span><br />
<br />
Bald schwebt der Geist mit kühnen Adlerschwingen<br />
In der Gestirne Reich, dem heiterschönen,<br />
Und lauscht im Sphärenkreis den reinen Tönen,<br />
Die auf den gold’nen Bahnen wiederklingen.<br />
<br />
Bald strebt er, in der Erde Schacht zu dringen,<br />
Dann, gleich der Küste mutig stolzen Söhnen,<br />
Taucht er ins Meer, mag auch der Abgrund dröhnen,<br />
Um auf dem Grund die Perle zu erringen.<br />
<br />
Doch eitel bleibt das Streben der Gedanken;<br />
Dem Geiste bleibt die Hoffnung ewig ferne,<br />
Des Friedens feste Eiche zu umranken.<br />
<br />
Das Herz weiß besser sich der Welt zu fügen,<br />
Die Perlen und die Sterne misst es gerne,<br />
Da ihm ein Lächeln und ein Blick genügen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geist und Herz</span><br />
<br />
Bald schwebt der Geist mit kühnen Adlerschwingen<br />
In der Gestirne Reich, dem heiterschönen,<br />
Und lauscht im Sphärenkreis den reinen Tönen,<br />
Die auf den gold’nen Bahnen wiederklingen.<br />
<br />
Bald strebt er, in der Erde Schacht zu dringen,<br />
Dann, gleich der Küste mutig stolzen Söhnen,<br />
Taucht er ins Meer, mag auch der Abgrund dröhnen,<br />
Um auf dem Grund die Perle zu erringen.<br />
<br />
Doch eitel bleibt das Streben der Gedanken;<br />
Dem Geiste bleibt die Hoffnung ewig ferne,<br />
Des Friedens feste Eiche zu umranken.<br />
<br />
Das Herz weiß besser sich der Welt zu fügen,<br />
Die Perlen und die Sterne misst es gerne,<br />
Da ihm ein Lächeln und ein Blick genügen.]]></content:encoded>
		</item>
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