<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Johann Diederich Gries]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 14:26:00 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Kaum mehr erkannt' ich meine Lieblingsstellen;]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29393</link>
			<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 07:56:14 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29393</guid>
			<description><![CDATA[Kaum mehr erkannt' ich meine Lieblingsstellen;<br />
Erstorben lag die Flur, und von den kalten<br />
Umarmungen des Winters festgehalten,<br />
Erstarrten selbst des Flusses rasche Wellen.<br />
<br />
Doch endlich löset Zephyrs Hauch die Quellen;<br />
Ich sehe neu sich die Natur gestalten,<br />
Und mit der Frühlingssonne lindem Walten<br />
Blühn Veilchen, zwitschern Vögel, Knospen schwellen.<br />
<br />
Ach! da, als meiner Liebe Melodieen<br />
Noch Antwort nicht von der Natur empfingen,<br />
Da fühlt' ich schon, wie scharf der Trennung Pfeile.<br />
<br />
Wie soll ich jetzt denn ihrem Schooss entfliehen,<br />
Da ihre tausend Arme mich umschlingen,<br />
Und tausend Stimmen rufen: O verweile!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Kaum mehr erkannt' ich meine Lieblingsstellen;<br />
Erstorben lag die Flur, und von den kalten<br />
Umarmungen des Winters festgehalten,<br />
Erstarrten selbst des Flusses rasche Wellen.<br />
<br />
Doch endlich löset Zephyrs Hauch die Quellen;<br />
Ich sehe neu sich die Natur gestalten,<br />
Und mit der Frühlingssonne lindem Walten<br />
Blühn Veilchen, zwitschern Vögel, Knospen schwellen.<br />
<br />
Ach! da, als meiner Liebe Melodieen<br />
Noch Antwort nicht von der Natur empfingen,<br />
Da fühlt' ich schon, wie scharf der Trennung Pfeile.<br />
<br />
Wie soll ich jetzt denn ihrem Schooss entfliehen,<br />
Da ihre tausend Arme mich umschlingen,<br />
Und tausend Stimmen rufen: O verweile!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ist mir ein Bild aus jener Welt erschienen?]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29392</link>
			<pubDate>Wed, 06 Mar 2024 08:06:04 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29392</guid>
			<description><![CDATA[Ist mir ein Bild aus jener Welt erschienen?<br />
Hat mich Begeistrung zum Olymp erhoben?<br />
Ich sehe Sie, von Himmelsglanz umwoben,<br />
Zu ihren Füssen Heil'ge, die ihr dienen.<br />
<br />
Die Engelhuld in diesen sanften Mienen,<br />
In diesem Blick der hehre Strahl von oben,<br />
Die herrliche Gestalt, nie g'nug zu loben -<br />
Sie ist's! Wer darf zu zweifeln sich erkühnen?<br />
<br />
O Rafael, du hoffest nur vergebens,<br />
Das Ideal, das dir zu solchem Bilde<br />
Den Geist erhob, in Edens Flur zu schauen!<br />
<br />
Gerührt vom Jammer dieses nicht'gen Lebens,<br />
Stieg sie herab zum irdischen Gefilde;<br />
Und wo sie weilt, blühn Paradiesesauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ist mir ein Bild aus jener Welt erschienen?<br />
Hat mich Begeistrung zum Olymp erhoben?<br />
Ich sehe Sie, von Himmelsglanz umwoben,<br />
Zu ihren Füssen Heil'ge, die ihr dienen.<br />
<br />
Die Engelhuld in diesen sanften Mienen,<br />
In diesem Blick der hehre Strahl von oben,<br />
Die herrliche Gestalt, nie g'nug zu loben -<br />
Sie ist's! Wer darf zu zweifeln sich erkühnen?<br />
<br />
O Rafael, du hoffest nur vergebens,<br />
Das Ideal, das dir zu solchem Bilde<br />
Den Geist erhob, in Edens Flur zu schauen!<br />
<br />
Gerührt vom Jammer dieses nicht'gen Lebens,<br />
Stieg sie herab zum irdischen Gefilde;<br />
Und wo sie weilt, blühn Paradiesesauen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ich sahe sie; der Augen Strahlenschimmer]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29391</link>
			<pubDate>Mon, 04 Mar 2024 08:26:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29391</guid>
			<description><![CDATA[Ich sahe sie; der Augen Strahlenschimmer<br />
Schien wie ein Abglanz mir von höherm Leben.<br />
Bewundrung musst' ich ihren Reizen geben;<br />
Doch sagt' ich mir: Das ist die Liebe nimmer!<br />
<br />
Ich hörte sie; entzückend, wie nur immer<br />
Der Musen Lied, war ihrer Töne Schweben.<br />
Ich fühlt' es tief im Herzen wiederbeben;<br />
Doch sagt' ich mir: Das ist die Liebe nimmer!<br />
<br />
Jetzt ist sie fern; und ach! an allen Tagen<br />
Seh' ich den Blick, die himmlischen Geberden,<br />
Hör' ich den Klang der Göttermelodieen.<br />
<br />
Ich fühl' auf ewig mir die Ruh' entfliehen,<br />
Mein Busen flammt, und immer muss ich sagen:<br />
Ach! dies ist Liebe - oder keins auf Erden!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich sahe sie; der Augen Strahlenschimmer<br />
Schien wie ein Abglanz mir von höherm Leben.<br />
Bewundrung musst' ich ihren Reizen geben;<br />
Doch sagt' ich mir: Das ist die Liebe nimmer!<br />
<br />
Ich hörte sie; entzückend, wie nur immer<br />
Der Musen Lied, war ihrer Töne Schweben.<br />
Ich fühlt' es tief im Herzen wiederbeben;<br />
Doch sagt' ich mir: Das ist die Liebe nimmer!<br />
<br />
Jetzt ist sie fern; und ach! an allen Tagen<br />
Seh' ich den Blick, die himmlischen Geberden,<br />
Hör' ich den Klang der Göttermelodieen.<br />
<br />
Ich fühl' auf ewig mir die Ruh' entfliehen,<br />
Mein Busen flammt, und immer muss ich sagen:<br />
Ach! dies ist Liebe - oder keins auf Erden!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Ruhe hofft' ich wieder zu gewinnen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29390</link>
			<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 00:06:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29390</guid>
			<description><![CDATA[Die Ruhe hofft' ich wieder zu gewinnen,<br />
Die meiner Brust, seit ich dich sah, entwunden;<br />
Und ach! nun bist auch du mit ihr verschwunden.<br />
Dir zu entfliehn - o thörichtes Beginnen!<br />
<br />
Und eilt' ich bis an's fernste Meer von hinnen,<br />
Am fernsten Meere würdst auch du gefunden.<br />
An jedem Ort umschwebt, zu allen Stunden,<br />
Dein Bildniss mich - ihm kann ich nicht entrinnen.<br />
<br />
Und wenn ihr doch dem sehnenden Verlangen,<br />
Ihr Sterne, nur dies einz'ge Labsal liesset!<br />
Doch alles raubt ihr, was mich glücklich machte.<br />
<br />
Wenn vor der Arme glühendem Umfangen<br />
In leere Luft das theure Bild zerfliesset,<br />
Dann fühl' ich zehnfach, dass ich einsam schmachte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Ruhe hofft' ich wieder zu gewinnen,<br />
Die meiner Brust, seit ich dich sah, entwunden;<br />
Und ach! nun bist auch du mit ihr verschwunden.<br />
Dir zu entfliehn - o thörichtes Beginnen!<br />
<br />
Und eilt' ich bis an's fernste Meer von hinnen,<br />
Am fernsten Meere würdst auch du gefunden.<br />
An jedem Ort umschwebt, zu allen Stunden,<br />
Dein Bildniss mich - ihm kann ich nicht entrinnen.<br />
<br />
Und wenn ihr doch dem sehnenden Verlangen,<br />
Ihr Sterne, nur dies einz'ge Labsal liesset!<br />
Doch alles raubt ihr, was mich glücklich machte.<br />
<br />
Wenn vor der Arme glühendem Umfangen<br />
In leere Luft das theure Bild zerfliesset,<br />
Dann fühl' ich zehnfach, dass ich einsam schmachte]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Du hast gesiegt, Entschluss, es ist geschehen!]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29389</link>
			<pubDate>Sun, 25 Feb 2024 08:06:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29389</guid>
			<description><![CDATA[Du hast gesiegt, Entschluss, es ist geschehen!<br />
Entrissen hab' ich mich den theuern Blicken.<br />
Ach! diesen Qualen, die mein Herz umstricken,<br />
Vermogt' ich länger nicht zu widerstehen.<br />
<br />
Ihr Götter, immer sie vor Augen sehen,<br />
Sie, eures Himmels, eurer Erd' Entzücken!<br />
O nehmt, darf nie mich ihre Huld beglücken,<br />
Nehmt sie zurück - und lasst mich hier vergehen.<br />
<br />
Feindsel'ge Pflicht, wie hart ist dein Versagen!<br />
Doch bald, ich fühl' es, wird mein Herz sich rächen;<br />
Ich floh mein Glück und wählte mein Verderben.<br />
<br />
Denn immer muss ich zu mir selber sagen:<br />
Sie lieben, ach! das nennen sie Verbrechen;<br />
Doch sie verlieren, weh mir! das ist Sterben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du hast gesiegt, Entschluss, es ist geschehen!<br />
Entrissen hab' ich mich den theuern Blicken.<br />
Ach! diesen Qualen, die mein Herz umstricken,<br />
Vermogt' ich länger nicht zu widerstehen.<br />
<br />
Ihr Götter, immer sie vor Augen sehen,<br />
Sie, eures Himmels, eurer Erd' Entzücken!<br />
O nehmt, darf nie mich ihre Huld beglücken,<br />
Nehmt sie zurück - und lasst mich hier vergehen.<br />
<br />
Feindsel'ge Pflicht, wie hart ist dein Versagen!<br />
Doch bald, ich fühl' es, wird mein Herz sich rächen;<br />
Ich floh mein Glück und wählte mein Verderben.<br />
<br />
Denn immer muss ich zu mir selber sagen:<br />
Sie lieben, ach! das nennen sie Verbrechen;<br />
Doch sie verlieren, weh mir! das ist Sterben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[In dunkler Nacht, in einsam stiller Zelle]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29388</link>
			<pubDate>Wed, 21 Feb 2024 08:28:56 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29388</guid>
			<description><![CDATA[In dunkler Nacht, in einsam stiller Zelle<br />
Sitz' ich und sinn' ob meinem tiefen Leide.<br />
Wann bricht sie an, die neue Morgenhelle?<br />
Wann ruft ein Tag zu längst entwohnter Freude?<br />
<br />
Nein, wende dich hinab, du goldne Quelle<br />
Des heitern Lichts! Du bist es, die ich meide.<br />
Du darfst nicht schau'n, was mir den Busen schwelle,<br />
Tob' im Gehirn und brenn' im Eingeweide.<br />
<br />
O zwinge, Herz, die Lippe nicht, zu sprechen;<br />
Denn nimmer darfst du mein Geheimniss zeigen,<br />
Und müsstest du in dieser Stunde brechen.<br />
<br />
Es muss mit dir hinab zum Orkus steigen;<br />
Du nennst es Liebe, doch die Welt Verbrechen -<br />
Geduld, mein Herz! Bald wird es leicht, zu schweigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[In dunkler Nacht, in einsam stiller Zelle<br />
Sitz' ich und sinn' ob meinem tiefen Leide.<br />
Wann bricht sie an, die neue Morgenhelle?<br />
Wann ruft ein Tag zu längst entwohnter Freude?<br />
<br />
Nein, wende dich hinab, du goldne Quelle<br />
Des heitern Lichts! Du bist es, die ich meide.<br />
Du darfst nicht schau'n, was mir den Busen schwelle,<br />
Tob' im Gehirn und brenn' im Eingeweide.<br />
<br />
O zwinge, Herz, die Lippe nicht, zu sprechen;<br />
Denn nimmer darfst du mein Geheimniss zeigen,<br />
Und müsstest du in dieser Stunde brechen.<br />
<br />
Es muss mit dir hinab zum Orkus steigen;<br />
Du nennst es Liebe, doch die Welt Verbrechen -<br />
Geduld, mein Herz! Bald wird es leicht, zu schweigen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der letzte Glanz ist vom Gebirg' entschwunden]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29387</link>
			<pubDate>Mon, 19 Feb 2024 07:43:14 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29387</guid>
			<description><![CDATA[Der letzte Glanz ist vom Gebirg' entschwunden;<br />
Die Sterne sind am Himmel neu geboren,<br />
Und leise tritt aus ihren dunkeln Thoren<br />
Die Nacht hervor, geführt von holden Stunden.<br />
<br />
Du träufelst Balsam in des Schmerzens Wunden,<br />
O sey auch mir zur Trösterinn erkoren!<br />
Schon wieder ging ein Tag für mich verloren,<br />
Denn nirgend hab' ich die Geliebte funden.<br />
<br />
Komm, holde Nacht, in deinen Schleier hülle<br />
Den, der so oft dir seine Schmerzen klagte;<br />
Lass deinen Fittig kühlend ihn umwehen.<br />
<br />
Send' ihm des Schlummers labungsreiche Stille;<br />
Und weil der Tag die Wirklichkeit versagte,<br />
Lass ihn das theure Bild im Traume sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der letzte Glanz ist vom Gebirg' entschwunden;<br />
Die Sterne sind am Himmel neu geboren,<br />
Und leise tritt aus ihren dunkeln Thoren<br />
Die Nacht hervor, geführt von holden Stunden.<br />
<br />
Du träufelst Balsam in des Schmerzens Wunden,<br />
O sey auch mir zur Trösterinn erkoren!<br />
Schon wieder ging ein Tag für mich verloren,<br />
Denn nirgend hab' ich die Geliebte funden.<br />
<br />
Komm, holde Nacht, in deinen Schleier hülle<br />
Den, der so oft dir seine Schmerzen klagte;<br />
Lass deinen Fittig kühlend ihn umwehen.<br />
<br />
Send' ihm des Schlummers labungsreiche Stille;<br />
Und weil der Tag die Wirklichkeit versagte,<br />
Lass ihn das theure Bild im Traume sehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am frühen Morgen ist mein erstes Sinnen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29386</link>
			<pubDate>Sat, 17 Feb 2024 01:30:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29386</guid>
			<description><![CDATA[Am frühen Morgen ist mein erstes Sinnen:<br />
Werd' ich wohl heut die Vielgeliebte schauen?<br />
Und schmeichelnd giebt mir Hoffnung das Vertrauen:<br />
Du wirst, du wirst den süssen Lohn gewinnen.<br />
<br />
Doch wie die Stunden nach und nach verrinnen,<br />
Fasst Zweifel mich und Furcht und banges Grauen;<br />
Am Fluss, im Walde streif' ich, auf den Auen,<br />
Rastlos umher, als jagten mich Erinnen.<br />
<br />
Und wie ein Reh, das vor des Jägers Pfeile<br />
Voll Schrecken flieht und endlich, vor Ermatten,<br />
Getödtet fast, hinsinkt in seiner Höhle:<br />
<br />
So kehr' ich Abends, nach vergebner Eile,<br />
In meiner Hütte freudenleere Schatten<br />
Mit müdem Leib und mit zerrissner Seele.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Am frühen Morgen ist mein erstes Sinnen:<br />
Werd' ich wohl heut die Vielgeliebte schauen?<br />
Und schmeichelnd giebt mir Hoffnung das Vertrauen:<br />
Du wirst, du wirst den süssen Lohn gewinnen.<br />
<br />
Doch wie die Stunden nach und nach verrinnen,<br />
Fasst Zweifel mich und Furcht und banges Grauen;<br />
Am Fluss, im Walde streif' ich, auf den Auen,<br />
Rastlos umher, als jagten mich Erinnen.<br />
<br />
Und wie ein Reh, das vor des Jägers Pfeile<br />
Voll Schrecken flieht und endlich, vor Ermatten,<br />
Getödtet fast, hinsinkt in seiner Höhle:<br />
<br />
So kehr' ich Abends, nach vergebner Eile,<br />
In meiner Hütte freudenleere Schatten<br />
Mit müdem Leib und mit zerrissner Seele.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mein Auge schweift umher, um dich zu finden]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29385</link>
			<pubDate>Thu, 15 Feb 2024 08:45:28 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29385</guid>
			<description><![CDATA[Mein Auge schweift umher, um dich zu finden;<br />
Dich zu erschau'n, das ist sein einzig Hoffen.<br />
Und dennoch bebt's, von deinem Blick getroffen,<br />
Zaghaft zurück und will sich ihm entwinden.<br />
<br />
Ich fühle rasch sich eine Glut entzünden,<br />
Die mich verzehrt; denn wehrlos sind und offen<br />
Mir Brust und Herz. So, zwischen Furcht und Hoffen,<br />
Schweb' ich und beb', und alle Kräfte schwinden.<br />
<br />
Und wie die Blume schmachtet auf den Auen,<br />
Die Helios gewalt'ger Strahl verwundet,<br />
Neig' ich das Haupt vor deinem Blicke nieder.<br />
<br />
Doch Labung auch kann deinem Aug' entthauen;<br />
Und wie die Blume, kaum benetzt, gesundet,<br />
Hebt mich ein zweiter Blick zum Himmel wieder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Mein Auge schweift umher, um dich zu finden;<br />
Dich zu erschau'n, das ist sein einzig Hoffen.<br />
Und dennoch bebt's, von deinem Blick getroffen,<br />
Zaghaft zurück und will sich ihm entwinden.<br />
<br />
Ich fühle rasch sich eine Glut entzünden,<br />
Die mich verzehrt; denn wehrlos sind und offen<br />
Mir Brust und Herz. So, zwischen Furcht und Hoffen,<br />
Schweb' ich und beb', und alle Kräfte schwinden.<br />
<br />
Und wie die Blume schmachtet auf den Auen,<br />
Die Helios gewalt'ger Strahl verwundet,<br />
Neig' ich das Haupt vor deinem Blicke nieder.<br />
<br />
Doch Labung auch kann deinem Aug' entthauen;<br />
Und wie die Blume, kaum benetzt, gesundet,<br />
Hebt mich ein zweiter Blick zum Himmel wieder.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ich weiss es wohl, hart ist's, auf fernen Auen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29384</link>
			<pubDate>Tue, 13 Feb 2024 08:06:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29384</guid>
			<description><![CDATA[Ich weiss es wohl, hart ist's, auf fernen Auen<br />
Verbannt von der Geliebten, einsam leben,<br />
In nie gestillter Sehnsucht bänglich schweben<br />
Und keinem Labsal, als im Tod, vertrauen.<br />
<br />
Doch weiss ich eins, das mit noch tieferm Grauen<br />
Das Herz ergreift, und, wie des Todes Beben,<br />
Den Busen füllt mit ew'gem Widerstreben;<br />
Dies: die Geliebte stets vor Augen schauen.<br />
<br />
Sie schau'n, und nimmer herzlich sie umfangen,<br />
Und nie: ich liebe dich! ihr sagen dürfen,<br />
Nie einen Kuss auf ihre Lippen drücken;<br />
<br />
Wie Tantalus, am Rand des Stromes hangen,<br />
Und nie die heissersehnte Labung schlürfen,<br />
Und nie dem Zweig die süsse Frucht entpflücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich weiss es wohl, hart ist's, auf fernen Auen<br />
Verbannt von der Geliebten, einsam leben,<br />
In nie gestillter Sehnsucht bänglich schweben<br />
Und keinem Labsal, als im Tod, vertrauen.<br />
<br />
Doch weiss ich eins, das mit noch tieferm Grauen<br />
Das Herz ergreift, und, wie des Todes Beben,<br />
Den Busen füllt mit ew'gem Widerstreben;<br />
Dies: die Geliebte stets vor Augen schauen.<br />
<br />
Sie schau'n, und nimmer herzlich sie umfangen,<br />
Und nie: ich liebe dich! ihr sagen dürfen,<br />
Nie einen Kuss auf ihre Lippen drücken;<br />
<br />
Wie Tantalus, am Rand des Stromes hangen,<br />
Und nie die heissersehnte Labung schlürfen,<br />
Und nie dem Zweig die süsse Frucht entpflücken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ich liebe dich und darf es dir nicht sagen,]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29383</link>
			<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 07:22:56 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29383</guid>
			<description><![CDATA[Ich liebe dich und darf es dir nicht sagen,<br />
Darf's wagen nicht, die Flammen zu bekennen,<br />
Die tief im Innern meines Herzens brennen,<br />
Mit stiller Glut an seinem Kerne nagen.<br />
<br />
Ich mögte kühn um dich die Arme schlagen,<br />
Vor aller Welt mein Eigenthum dich nennen;<br />
Doch feindlich will des Schicksals Macht uns trennen,<br />
Und mich ergreift unnennbar Weh und Zagen.<br />
<br />
Kein Thränenstrom löscht diese wilden Flammen;<br />
Und diesen Krieg in meiner Brust zu dämpfen,<br />
Such' ich, zu sehr besiegt, umsonst die Waffen.<br />
<br />
Vergeblich ist's, die Götter zu bekämpfen.<br />
Ich fühl's, ich fühl's, du bist für mich geschaffen;<br />
Doch welcher Gott führt endlich uns zusammen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich liebe dich und darf es dir nicht sagen,<br />
Darf's wagen nicht, die Flammen zu bekennen,<br />
Die tief im Innern meines Herzens brennen,<br />
Mit stiller Glut an seinem Kerne nagen.<br />
<br />
Ich mögte kühn um dich die Arme schlagen,<br />
Vor aller Welt mein Eigenthum dich nennen;<br />
Doch feindlich will des Schicksals Macht uns trennen,<br />
Und mich ergreift unnennbar Weh und Zagen.<br />
<br />
Kein Thränenstrom löscht diese wilden Flammen;<br />
Und diesen Krieg in meiner Brust zu dämpfen,<br />
Such' ich, zu sehr besiegt, umsonst die Waffen.<br />
<br />
Vergeblich ist's, die Götter zu bekämpfen.<br />
Ich fühl's, ich fühl's, du bist für mich geschaffen;<br />
Doch welcher Gott führt endlich uns zusammen?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wach' oder träum' ich?]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29382</link>
			<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 07:38:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29382</guid>
			<description><![CDATA[Wach' oder träum' ich? Hab' ich Sie gesehen?<br />
Durft' ich des lang' entbehrten Blicks geniessen?<br />
Als würd' in Luft das holde Bild zerfliessen,<br />
So staunt' ich's an, als würd's ein Hauch verwehen.<br />
<br />
Und soll ich noch nicht mein Gefühl gestehen?<br />
Die Wonn' und Qual in meine Brust verschliessen?<br />
Ich will, ich muss dies volle Herz ergiessen,<br />
Und sollt' ich gleich verderben und vergehen.<br />
<br />
Kannst du, o Thor! gebieten auch den Wogen,<br />
Dass sie zurück zu ihrer Quelle strömen,<br />
Der Flamme, dass sie nicht gen Himmel lodre?<br />
<br />
Was menschlich ist, nicht was unmöglich, fodre!<br />
Und länger nicht kann ich die Glut bezähmen,<br />
Die, unbewusst, ich ihrem Aug' entsogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wach' oder träum' ich? Hab' ich Sie gesehen?<br />
Durft' ich des lang' entbehrten Blicks geniessen?<br />
Als würd' in Luft das holde Bild zerfliessen,<br />
So staunt' ich's an, als würd's ein Hauch verwehen.<br />
<br />
Und soll ich noch nicht mein Gefühl gestehen?<br />
Die Wonn' und Qual in meine Brust verschliessen?<br />
Ich will, ich muss dies volle Herz ergiessen,<br />
Und sollt' ich gleich verderben und vergehen.<br />
<br />
Kannst du, o Thor! gebieten auch den Wogen,<br />
Dass sie zurück zu ihrer Quelle strömen,<br />
Der Flamme, dass sie nicht gen Himmel lodre?<br />
<br />
Was menschlich ist, nicht was unmöglich, fodre!<br />
Und länger nicht kann ich die Glut bezähmen,<br />
Die, unbewusst, ich ihrem Aug' entsogen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[So hat auch dich, o Sängerinn der Klagen!]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29394</link>
			<pubDate>Mon, 05 Feb 2024 08:03:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29394</guid>
			<description><![CDATA[So hat auch dich, o Sängerinn der Klagen!<br />
Aus deiner Heimat blüthenvollem Haine<br />
In diese Wildniss, wo ich einsam weine,<br />
Dein leichter Flügel mitleidsvoll getragen?<br />
<br />
Wie sanft an's Herz mir deine Töne schlagen!<br />
Sie malen mir in seiner ganzen Reine<br />
Das süsse Bild, beglänzt vom Wiederscheine<br />
Des Abendlichts aus längst entschwunden Tagen.<br />
<br />
So wecket oft in fernen Alpensöhnen<br />
Des Hirtenhorns sehnsüchtiges Erschallen<br />
Allmächt'gen Drang zum heimischen Gefilde.<br />
<br />
Doch meiner Sehnsucht braucht kein Ruf zu tönen;<br />
In meines Busens tiefgeheimsten Hallen<br />
Lebst ewig du, o himmlisches Gebilde!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[So hat auch dich, o Sängerinn der Klagen!<br />
Aus deiner Heimat blüthenvollem Haine<br />
In diese Wildniss, wo ich einsam weine,<br />
Dein leichter Flügel mitleidsvoll getragen?<br />
<br />
Wie sanft an's Herz mir deine Töne schlagen!<br />
Sie malen mir in seiner ganzen Reine<br />
Das süsse Bild, beglänzt vom Wiederscheine<br />
Des Abendlichts aus längst entschwunden Tagen.<br />
<br />
So wecket oft in fernen Alpensöhnen<br />
Des Hirtenhorns sehnsüchtiges Erschallen<br />
Allmächt'gen Drang zum heimischen Gefilde.<br />
<br />
Doch meiner Sehnsucht braucht kein Ruf zu tönen;<br />
In meines Busens tiefgeheimsten Hallen<br />
Lebst ewig du, o himmlisches Gebilde!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ihr grünen Hügel]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29381</link>
			<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 05:14:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29381</guid>
			<description><![CDATA[Ihr grünen Hügel, weinbekränzte Höhen,<br />
Ihr stillen Gründe, kühle Schattenhallen,<br />
Du dunkler Hain, Wohnsitz der Nachtigallen,<br />
Wo der Erinnrung Schauer mich umwehen;<br />
<br />
Und du, o schöner Strom, der bald an jähen<br />
Felswänden rauscht, und bald, mit lindem Wallen,<br />
Die Erlen malt in flüssigen Krystallen:<br />
Habt ihr mich je so einsam schon gesehen?<br />
<br />
Wie einst, o Thal, mich deine Reiz' erquickten,<br />
Als an der Seite mir der Einzigtheuern<br />
So schnell entflohn die wonnevollen Stunden!<br />
<br />
Doch ach! du blühst, du lächelst nur Beglückten;<br />
Seit Trennungszähren dieses Aug' umschleiern,<br />
Ist all' dein Reiz mit meinem Glück entschwunden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ihr grünen Hügel, weinbekränzte Höhen,<br />
Ihr stillen Gründe, kühle Schattenhallen,<br />
Du dunkler Hain, Wohnsitz der Nachtigallen,<br />
Wo der Erinnrung Schauer mich umwehen;<br />
<br />
Und du, o schöner Strom, der bald an jähen<br />
Felswänden rauscht, und bald, mit lindem Wallen,<br />
Die Erlen malt in flüssigen Krystallen:<br />
Habt ihr mich je so einsam schon gesehen?<br />
<br />
Wie einst, o Thal, mich deine Reiz' erquickten,<br />
Als an der Seite mir der Einzigtheuern<br />
So schnell entflohn die wonnevollen Stunden!<br />
<br />
Doch ach! du blühst, du lächelst nur Beglückten;<br />
Seit Trennungszähren dieses Aug' umschleiern,<br />
Ist all' dein Reiz mit meinem Glück entschwunden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Du eilst von Ort zu Ort,]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29380</link>
			<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 08:30:59 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=29380</guid>
			<description><![CDATA[Du eilst von Ort zu Ort, von Land zu Lande,<br />
Nie ruhend hin mit leicht bewegtem Schritte,<br />
Und denkst vielleicht, nach flücht'ger Wandrer Sitte,<br />
Nicht mehr des Freunds im fernen Vaterlande.<br />
<br />
Mich aber fesseln hier, am Felsenstrande<br />
Des rauhem Stroms, in meiner stillen Hütte,<br />
In des gewohnten Lebens stäter Mitte,<br />
Mit herrischer Gewalt des Schicksals Bande.<br />
<br />
Doch ob sie fest und fester mich umfassen,<br />
Mein Geist vermag des Kerkers Wand zu spalten<br />
Und bleibt dir nah, der Zeitgewalt zum Spotte.<br />
<br />
So folgt auch sie, die Helios verlassen,<br />
Als Blume noch, vom Boden fest gehalten,<br />
Mit glüh'ndem Blick dem wandelbaren Gotte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du eilst von Ort zu Ort, von Land zu Lande,<br />
Nie ruhend hin mit leicht bewegtem Schritte,<br />
Und denkst vielleicht, nach flücht'ger Wandrer Sitte,<br />
Nicht mehr des Freunds im fernen Vaterlande.<br />
<br />
Mich aber fesseln hier, am Felsenstrande<br />
Des rauhem Stroms, in meiner stillen Hütte,<br />
In des gewohnten Lebens stäter Mitte,<br />
Mit herrischer Gewalt des Schicksals Bande.<br />
<br />
Doch ob sie fest und fester mich umfassen,<br />
Mein Geist vermag des Kerkers Wand zu spalten<br />
Und bleibt dir nah, der Zeitgewalt zum Spotte.<br />
<br />
So folgt auch sie, die Helios verlassen,<br />
Als Blume noch, vom Boden fest gehalten,<br />
Mit glüh'ndem Blick dem wandelbaren Gotte.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>