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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Ernst Jakob Schmelz]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 00:03:22 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[An den Gleichgestimmten.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27537</link>
			<pubDate>Sat, 17 Feb 2024 01:21:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27537</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
An den Gleichgestimmten.</span><br />
<br />
Was in der Weihe schöner Götternacht<br />
Lebendig frisch die Muse hat empfunden,<br />
Das weih' ich Dir als Denkmal jener Stunden, <br />
Der Du solch' Leben selber oft durchwacht, <br />
<br />
Wo von der Himmel hoher Wundermacht<br />
Ein lichter Streif in unser Herz gesunken, <br />
Anbetend wir, von Seelenfreuden trunken, <br />
Versanken in der Sphären Zauberpracht. <br />
<br />
Wir glaubten da den Weltengeist zu fühlen, <br />
zu hören schon der Seligen Gesänge, <br />
Der Harf entrauschten der Begeist'rung Klänge.<br />
<br />
Die Sprache gebend heiligen Gefühlen:<br />
Da sank der Vorhang von der Schöpfung Wunder; <br />
Ein Chor von sel'gen Geistern kam herunter. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
An den Gleichgestimmten.</span><br />
<br />
Was in der Weihe schöner Götternacht<br />
Lebendig frisch die Muse hat empfunden,<br />
Das weih' ich Dir als Denkmal jener Stunden, <br />
Der Du solch' Leben selber oft durchwacht, <br />
<br />
Wo von der Himmel hoher Wundermacht<br />
Ein lichter Streif in unser Herz gesunken, <br />
Anbetend wir, von Seelenfreuden trunken, <br />
Versanken in der Sphären Zauberpracht. <br />
<br />
Wir glaubten da den Weltengeist zu fühlen, <br />
zu hören schon der Seligen Gesänge, <br />
Der Harf entrauschten der Begeist'rung Klänge.<br />
<br />
Die Sprache gebend heiligen Gefühlen:<br />
Da sank der Vorhang von der Schöpfung Wunder; <br />
Ein Chor von sel'gen Geistern kam herunter. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am Vorabende meines Geburttages.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27536</link>
			<pubDate>Thu, 15 Feb 2024 08:39:12 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27536</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Am Vorabende meines Geburttages.</span><br />
<br />
Vorüber ist die Hälfte meiner Tage,<br />
Und mit dem Leben hab' ich viel gerungen, <br />
Im Hoffen und Entsagen mich bezwungen, <br />
Gelernt, wie man des Daseyns Bürde trage, <br />
<br />
Die gold'ne Kindheit ward zur Zaubersage,<br />
In Damm'rung liegt sie gleich den Nibelungen, <br />
In füffe Träume hab ich mich gesungen, <br />
Damit ich in der Oede nicht verzage. <br />
<br />
Doch Lieb' und Freundschaft blicken gleich Violen <br />
  Mich tröstend an im einsam stillen Thale, <br />
  Wenn mir entfliehen meine Ideale, <br />
<br />
Von welchen Troft und Ruh' ich wollte holen:<br />
Vertrauend noch der Hoffnung lichten Sternen, <br />
Blick' ich mit Muth nach zweifelhaften Fernen. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Am Vorabende meines Geburttages.</span><br />
<br />
Vorüber ist die Hälfte meiner Tage,<br />
Und mit dem Leben hab' ich viel gerungen, <br />
Im Hoffen und Entsagen mich bezwungen, <br />
Gelernt, wie man des Daseyns Bürde trage, <br />
<br />
Die gold'ne Kindheit ward zur Zaubersage,<br />
In Damm'rung liegt sie gleich den Nibelungen, <br />
In füffe Träume hab ich mich gesungen, <br />
Damit ich in der Oede nicht verzage. <br />
<br />
Doch Lieb' und Freundschaft blicken gleich Violen <br />
  Mich tröstend an im einsam stillen Thale, <br />
  Wenn mir entfliehen meine Ideale, <br />
<br />
Von welchen Troft und Ruh' ich wollte holen:<br />
Vertrauend noch der Hoffnung lichten Sternen, <br />
Blick' ich mit Muth nach zweifelhaften Fernen. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An Elisa, als Sie mir ihr Bild wegnahm]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27535</link>
			<pubDate>Tue, 13 Feb 2024 07:59:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27535</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
An Elisa, als Sie mir ihr Bild wegnahm. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Nach Christian von Hofmannswaldau.)</span></span><br />
<br />
Gewaltsam nahmst Du mir Dein Bildniß aus der Hand,<br />
Nicht länger dieses Kleinod mir zu lassen. <br />
Ach, ich kann nimmer den Gedanken fassen, <br />
Zu missen dieses theu're Liebes Pfand, <br />
<br />
Nach dem mein Aug' so oft sich hingewandt, <br />
  Saß ich im Stillen einsam und verlassen. <br />
  Was kehrte Deine Liebe so in Haffen, <br />
   Berriß so streng' ihr schön geschlung’nes Band? <br />
<br />
Doch hast Du mir entzogen gleich Dein Lieben, <br />
  Wird sich vermehren nur nach Dir mein Sehnen, <br />
  Dem Aug' entstürzen unaufhaltsam Thrånen, <br />
<br />
Weil so Elisa konnt' den Freund betrüben.<br />
Daß Du mir raubst Dein Bild muß ich verschmerzen:<br />
Der Hand hast Du’s geraubt — doch nicht dem Herzen.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
An Elisa, als Sie mir ihr Bild wegnahm. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Nach Christian von Hofmannswaldau.)</span></span><br />
<br />
Gewaltsam nahmst Du mir Dein Bildniß aus der Hand,<br />
Nicht länger dieses Kleinod mir zu lassen. <br />
Ach, ich kann nimmer den Gedanken fassen, <br />
Zu missen dieses theu're Liebes Pfand, <br />
<br />
Nach dem mein Aug' so oft sich hingewandt, <br />
  Saß ich im Stillen einsam und verlassen. <br />
  Was kehrte Deine Liebe so in Haffen, <br />
   Berriß so streng' ihr schön geschlung’nes Band? <br />
<br />
Doch hast Du mir entzogen gleich Dein Lieben, <br />
  Wird sich vermehren nur nach Dir mein Sehnen, <br />
  Dem Aug' entstürzen unaufhaltsam Thrånen, <br />
<br />
Weil so Elisa konnt' den Freund betrüben.<br />
Daß Du mir raubst Dein Bild muß ich verschmerzen:<br />
Der Hand hast Du’s geraubt — doch nicht dem Herzen.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am Arminiens Sarge.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27538</link>
			<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 06:39:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27538</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Am Arminiens Sarge.</span><br />
<br />
Hat diese Brust schon aufgehört zu schlagen,<br />
An der ich oft in Wonneträumen lag, <br />
Umschließt dich schon der enge Sarkophag, <br />
Kann mir Dein Mund von Liebe nichts mehr sagen? <br />
<br />
Die Rosen von den Wangen einft getragen- <br />
  Wer ist's, der sie in schöner Blüthe brach, <br />
  Wer trennte so der Herzen Doppelschlag, <br />
  Der uns vereint, in füsser Minne Tagen? <br />
<br />
Kalt ist die Hand, die oft mein Mund berührte, <br />
  Das Auge todt, in dem mein Himmel blühte. <br />
  Du holde Pilgrin warst des Lebens müde - <br />
<br />
Ein Engel, der dich in die Heimath führte, <br />
  Er winkt auch mir zu jenen schöner'n Zonen, <br />
  Wo Liebende in süßem Frieden wohnen. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Am Arminiens Sarge.</span><br />
<br />
Hat diese Brust schon aufgehört zu schlagen,<br />
An der ich oft in Wonneträumen lag, <br />
Umschließt dich schon der enge Sarkophag, <br />
Kann mir Dein Mund von Liebe nichts mehr sagen? <br />
<br />
Die Rosen von den Wangen einft getragen- <br />
  Wer ist's, der sie in schöner Blüthe brach, <br />
  Wer trennte so der Herzen Doppelschlag, <br />
  Der uns vereint, in füsser Minne Tagen? <br />
<br />
Kalt ist die Hand, die oft mein Mund berührte, <br />
  Das Auge todt, in dem mein Himmel blühte. <br />
  Du holde Pilgrin warst des Lebens müde - <br />
<br />
Ein Engel, der dich in die Heimath führte, <br />
  Er winkt auch mir zu jenen schöner'n Zonen, <br />
  Wo Liebende in süßem Frieden wohnen. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vergänglichkeit.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27534</link>
			<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 07:29:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27534</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vergänglichkeit.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><br />
An Julie.<br />
Nach Christian von Hofmannswaldau. († 1679.)</span></span><br />
<br />
Einst wird der bleiche Tod mit seiner kalten Hand <br />
Den lichten Schnee von deinem Busen streichen, <br />
Der Lippen Purpurfarbe wird erbleichen,<br />
Der Arme Wellenbau lößt sich in Sand.<br />
<br />
Des Auges Sprache und der Druck der Hand, <br />
  Sonst so beredt, sie werden ewig schweigen, <br />
  Das Haar, an Glanz dem Gold nicht zu vergleichen, <br />
  Ziert nimmer dann der Stirne Demantband. <br />
<br />
Der schöne Fuß, die Grazie der Mienen, <br />
  Sie haben ihre Zaubermacht verloren ; <br />
  Dieß alles rauben die mißgünst'gen Horen, <br />
<br />
Der Schönheit Macht sinkt immer in Ruinen. <br />
  Dein Herz wird nur dem Tode sich entraffen; <br />
  Weil es Natur aus Diamant erschaffen. <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vergänglichkeit.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><br />
An Julie.<br />
Nach Christian von Hofmannswaldau. († 1679.)</span></span><br />
<br />
Einst wird der bleiche Tod mit seiner kalten Hand <br />
Den lichten Schnee von deinem Busen streichen, <br />
Der Lippen Purpurfarbe wird erbleichen,<br />
Der Arme Wellenbau lößt sich in Sand.<br />
<br />
Des Auges Sprache und der Druck der Hand, <br />
  Sonst so beredt, sie werden ewig schweigen, <br />
  Das Haar, an Glanz dem Gold nicht zu vergleichen, <br />
  Ziert nimmer dann der Stirne Demantband. <br />
<br />
Der schöne Fuß, die Grazie der Mienen, <br />
  Sie haben ihre Zaubermacht verloren ; <br />
  Dieß alles rauben die mißgünst'gen Horen, <br />
<br />
Der Schönheit Macht sinkt immer in Ruinen. <br />
  Dein Herz wird nur dem Tode sich entraffen; <br />
  Weil es Natur aus Diamant erschaffen. <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lasset die Kleinen zu mir kommen.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27533</link>
			<pubDate>Mon, 05 Feb 2024 07:20:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27533</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lasset die Kleinen zu mir kommen.</span><br />
<br />
Es saß der Herr im Tempel mit den Seinen,<br />
Verkündigend der hohen Lehre Worte, <br />
Von Ferne lauscht der Pharisäer Horde; <br />
Zum Freund und Lehrer drängten sich die Kleinen. <br />
<br />
In Lächeln kehrt sein milder Blick ihr Weinen; <br />
Es naht der Mütterschaar des Tempels Pforte, <br />
Den Säugling tragend zu dem heil'gen Orte<br />
Durch Chriftus Segensfülle sich zu reinen. <br />
<br />
Da wollten seine Jünger von ihm wehren <br />
Der Mütter und der frommen Kindlein Drängen, <br />
Des Meisters Fluß der Rede nicht zu stören. <br />
<br />
Er aber sprach mit Heiterkeit:,,Dem Hoffen <br />
,,Sollt ihr die schöne Aussicht nimmer engen; <br />
„Laßt kommen sie — mein Reich ist für fie offen!!!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lasset die Kleinen zu mir kommen.</span><br />
<br />
Es saß der Herr im Tempel mit den Seinen,<br />
Verkündigend der hohen Lehre Worte, <br />
Von Ferne lauscht der Pharisäer Horde; <br />
Zum Freund und Lehrer drängten sich die Kleinen. <br />
<br />
In Lächeln kehrt sein milder Blick ihr Weinen; <br />
Es naht der Mütterschaar des Tempels Pforte, <br />
Den Säugling tragend zu dem heil'gen Orte<br />
Durch Chriftus Segensfülle sich zu reinen. <br />
<br />
Da wollten seine Jünger von ihm wehren <br />
Der Mütter und der frommen Kindlein Drängen, <br />
Des Meisters Fluß der Rede nicht zu stören. <br />
<br />
Er aber sprach mit Heiterkeit:,,Dem Hoffen <br />
,,Sollt ihr die schöne Aussicht nimmer engen; <br />
„Laßt kommen sie — mein Reich ist für fie offen!!!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sanct Paulus]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27532</link>
			<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 05:03:05 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27532</guid>
			<description><![CDATA[Sanct Paulus.<br />
<br />
Muthvoll des Frrwahns Finsterniß entronnen, <br />
  Bin ich dem Tag der Wahrheit zugeflogen, <br />
  In Chriftus sel'ge Heimath eingezogen, <br />
  In's schöne Land der Freude und der Wonnen. <br />
<br />
Der Kirche Fürst, hab' ich mit Kraft begonnen, <br />
  Wie früherhin der Meister selbst gepflogen- <br />
  Die Menschheit, durch der Lüge Kunst betrogen, <br />
  Aus Nacht zu führen in das Reich der Sonnen. <br />
<br />
Durch hohe Sendung wunderbar erkoren, <br />
Die Christus Lehre Menschen zu verkünden, <br />
Im Erdenthal des Glaubens Reich zu gründen, <br />
<br />
Hab' ich den früher'n Irrwahn abgeschworen.<br />
Den Tod des Martyrers starb ich für Wahrheit, <br />
Zum Siegel für des Bundes Kraft und Klarheit.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sanct Paulus.<br />
<br />
Muthvoll des Frrwahns Finsterniß entronnen, <br />
  Bin ich dem Tag der Wahrheit zugeflogen, <br />
  In Chriftus sel'ge Heimath eingezogen, <br />
  In's schöne Land der Freude und der Wonnen. <br />
<br />
Der Kirche Fürst, hab' ich mit Kraft begonnen, <br />
  Wie früherhin der Meister selbst gepflogen- <br />
  Die Menschheit, durch der Lüge Kunst betrogen, <br />
  Aus Nacht zu führen in das Reich der Sonnen. <br />
<br />
Durch hohe Sendung wunderbar erkoren, <br />
Die Christus Lehre Menschen zu verkünden, <br />
Im Erdenthal des Glaubens Reich zu gründen, <br />
<br />
Hab' ich den früher'n Irrwahn abgeschworen.<br />
Den Tod des Martyrers starb ich für Wahrheit, <br />
Zum Siegel für des Bundes Kraft und Klarheit.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sanct Peter]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27531</link>
			<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 08:19:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27531</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sanct Peter</span><br />
<br />
Das Reich der Himmel sey euch aufgeschlossen! <br />
  Spricht Petrus mit dem Schlüssel in der Rechten. <br />
  Herein ihr Gläubigen und ihr Gerechten- <br />
  In diesen Saal- vom Himmelglanz umflossen! <br />
<br />
Aus Christus Lehre ist euch Heil entsproffen. <br />
  Im Erdenthal den Glauben zu verfechten, <br />
  Ward früher ich gesandt von Himmelsmächten, <br />
  Euch zu vereinen schöner'n Weltgenossen. <br />
<br />
Der Fischerring, er hat den Bund besiegelt, <br />
  Den nimmer lößt der Wechsel aller Zeiten, <br />
  Den Geist hat er mit Himmelskraft beflügelt. <br />
<br />
Zu der Vollendung Reich hinaufzuschreiten: <br />
  Dahin, wo Paradieses Freuden sprießen, <br />
  Die hier im Dunkel Pilger nie genießen. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sanct Peter</span><br />
<br />
Das Reich der Himmel sey euch aufgeschlossen! <br />
  Spricht Petrus mit dem Schlüssel in der Rechten. <br />
  Herein ihr Gläubigen und ihr Gerechten- <br />
  In diesen Saal- vom Himmelglanz umflossen! <br />
<br />
Aus Christus Lehre ist euch Heil entsproffen. <br />
  Im Erdenthal den Glauben zu verfechten, <br />
  Ward früher ich gesandt von Himmelsmächten, <br />
  Euch zu vereinen schöner'n Weltgenossen. <br />
<br />
Der Fischerring, er hat den Bund besiegelt, <br />
  Den nimmer lößt der Wechsel aller Zeiten, <br />
  Den Geist hat er mit Himmelskraft beflügelt. <br />
<br />
Zu der Vollendung Reich hinaufzuschreiten: <br />
  Dahin, wo Paradieses Freuden sprießen, <br />
  Die hier im Dunkel Pilger nie genießen. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Dreifaltigkeit]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27530</link>
			<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 08:13:47 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27530</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Dreifaltigkeit.</span><br />
<br />
Geheimnisvoll webt in der Dreizahl Wunder<br />
Sich Vater, Sohn und Geist zum Ewig-Einen; <br />
Sie können nicht dem ird'schen Aug erscheinen, <br />
An ihres Räthsels Almacht ging es unter: <br />
<br />
Doch kam der Sohn zur Menschheit einst herunter <br />
  Heilbringend von der Sünde sie zu reinen, <br />
  Durch seinen Tod dem Himmel sie zu einen, <br />
  zur Hölle sank der Schlange Macht hinunter. <br />
<br />
Hast Du den Vater nie geschaut im Leben, <br />
Des heil'gen Geistes Abglanz nie gewahret, <br />
Bleibt Anschaun Dir für jene Welt gesparet, <br />
<br />
Wo Vater, Sohn und Geist in Eins sich weben. <br />
Aus dunkler Erde Gruft steig'st Du zur Klarheit, <br />
Und aufgerollt ist dir das Buch der Wahrheit.<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Dreifaltigkeit.</span><br />
<br />
Geheimnisvoll webt in der Dreizahl Wunder<br />
Sich Vater, Sohn und Geist zum Ewig-Einen; <br />
Sie können nicht dem ird'schen Aug erscheinen, <br />
An ihres Räthsels Almacht ging es unter: <br />
<br />
Doch kam der Sohn zur Menschheit einst herunter <br />
  Heilbringend von der Sünde sie zu reinen, <br />
  Durch seinen Tod dem Himmel sie zu einen, <br />
  zur Hölle sank der Schlange Macht hinunter. <br />
<br />
Hast Du den Vater nie geschaut im Leben, <br />
Des heil'gen Geistes Abglanz nie gewahret, <br />
Bleibt Anschaun Dir für jene Welt gesparet, <br />
<br />
Wo Vater, Sohn und Geist in Eins sich weben. <br />
Aus dunkler Erde Gruft steig'st Du zur Klarheit, <br />
Und aufgerollt ist dir das Buch der Wahrheit.<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Erfüllung]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27529</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 03:51:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27529</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Moriundo nascimur.</span><br />
<br />
Erfüllung.</span><br />
<br />
Das Leben wird im Tode erst geboren;<br />
Du stirbst, erwachest dann zu lichter'n Räumen, <br />
Was hier das Herz vermochte bloß zu träumen, <br />
Das spenden droben freundlichere Horen. <br />
<br />
Was Großes du gefühlt, ist nicht verloren; <br />
  Wie der Poet es sang in seinen Reimen, <br />
  So wird's dem Jenseits köstlicher entkeimen: <br />
  Dem Leben ist ja Leben zugeschworen. <br />
<br />
Hienieden, wo nur kalter Nordwind wehet, <br />
  Und aus den Knospen Winterfrüchte dringen, <br />
  Wird Samen für ein schön'res Land gesäet. <br />
<br />
Nur wenn entfesselt sind der Psyche Schwingen, <br />
  Steht uns ein Reich von Seligkeiten offen, <br />
  Das herrlich lohnt für unser irdisch Hoffen.. <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Moriundo nascimur.</span><br />
<br />
Erfüllung.</span><br />
<br />
Das Leben wird im Tode erst geboren;<br />
Du stirbst, erwachest dann zu lichter'n Räumen, <br />
Was hier das Herz vermochte bloß zu träumen, <br />
Das spenden droben freundlichere Horen. <br />
<br />
Was Großes du gefühlt, ist nicht verloren; <br />
  Wie der Poet es sang in seinen Reimen, <br />
  So wird's dem Jenseits köstlicher entkeimen: <br />
  Dem Leben ist ja Leben zugeschworen. <br />
<br />
Hienieden, wo nur kalter Nordwind wehet, <br />
  Und aus den Knospen Winterfrüchte dringen, <br />
  Wird Samen für ein schön'res Land gesäet. <br />
<br />
Nur wenn entfesselt sind der Psyche Schwingen, <br />
  Steht uns ein Reich von Seligkeiten offen, <br />
  Das herrlich lohnt für unser irdisch Hoffen.. <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Minne Glück]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27528</link>
			<pubDate>Fri, 26 Jan 2024 10:17:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27528</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Minne Glück</span><br />
<br />
Das Glück der Minne wird nur still empfunden, <br />
  Ihr süsses Leben will's nicht offenbaren, <br />
Kein Lauscher soll der Liebe Gunst gewahren, <br />
Geheim lebt sie die glücklichsten der Stunden, <br />
<br />
Ein Blick nur hat die Liebenden verbunden,<br />
Was er sagt, darf kein Zeuge je erfahren, <br />
Wie ein Palladium mußt Du's bewahren, <br />
In tiefster Brust hat Liebe dich umwunden. <br />
<br />
Und wie den Pfeil von Eros gold'nen Bogen <br />
  Im Fluge nicht das Auge kann erreichen, <br />
  Wie in geheimnisvollen Meeresreichen <br />
<br />
Das Ideal der Schönheit ward erzogen:<br />
So unbelauscht will treue Minne wohnen, <br />
Verschwiegen nur im stillen Frieden thronen. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Minne Glück</span><br />
<br />
Das Glück der Minne wird nur still empfunden, <br />
  Ihr süsses Leben will's nicht offenbaren, <br />
Kein Lauscher soll der Liebe Gunst gewahren, <br />
Geheim lebt sie die glücklichsten der Stunden, <br />
<br />
Ein Blick nur hat die Liebenden verbunden,<br />
Was er sagt, darf kein Zeuge je erfahren, <br />
Wie ein Palladium mußt Du's bewahren, <br />
In tiefster Brust hat Liebe dich umwunden. <br />
<br />
Und wie den Pfeil von Eros gold'nen Bogen <br />
  Im Fluge nicht das Auge kann erreichen, <br />
  Wie in geheimnisvollen Meeresreichen <br />
<br />
Das Ideal der Schönheit ward erzogen:<br />
So unbelauscht will treue Minne wohnen, <br />
Verschwiegen nur im stillen Frieden thronen. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sehnsucht nach den Höhen.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27526</link>
			<pubDate>Wed, 24 Jan 2024 06:51:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27526</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sehnsucht nach den Höhen.</span><br />
<br />
Hat sich mein Herz der Erdenluft entrungen,<br />
Dem Sarkophag des Irdischen entwunden, <br />
Verrann der Sand der lezten meiner Stunden, <br />
Ist meines Lebens Sterbelaut verklungen, <br />
<br />
Habt Freunde ihr! mein Schwanenlied gesungen:<br />
So hofft mein Herz – mein krankes zu gesunden; <br />
Zur Heimath hin hat es den Weg gefunden, <br />
Zum Weltpallast sich kühn hinaufgeschwungen. <br />
<br />
Des Menschen Geist weilt' einst in schöner'n Landen, <br />
  Eh' er in's Thal der Erde eingegangen: <br />
D'rum zieht ihn auch ein sehnendes Verlangen, <br />
<br />
Aus des Exiles drückend engen Banden<br />
Zur Heimath hin, auf Höhen will er wohnen, <br />
Sie sind sein Vaterland; dort will er thronen! <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sehnsucht nach den Höhen.</span><br />
<br />
Hat sich mein Herz der Erdenluft entrungen,<br />
Dem Sarkophag des Irdischen entwunden, <br />
Verrann der Sand der lezten meiner Stunden, <br />
Ist meines Lebens Sterbelaut verklungen, <br />
<br />
Habt Freunde ihr! mein Schwanenlied gesungen:<br />
So hofft mein Herz – mein krankes zu gesunden; <br />
Zur Heimath hin hat es den Weg gefunden, <br />
Zum Weltpallast sich kühn hinaufgeschwungen. <br />
<br />
Des Menschen Geist weilt' einst in schöner'n Landen, <br />
  Eh' er in's Thal der Erde eingegangen: <br />
D'rum zieht ihn auch ein sehnendes Verlangen, <br />
<br />
Aus des Exiles drückend engen Banden<br />
Zur Heimath hin, auf Höhen will er wohnen, <br />
Sie sind sein Vaterland; dort will er thronen! <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sängers Sehnsucht.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27525</link>
			<pubDate>Mon, 22 Jan 2024 07:09:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27525</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sängers Sehnsucht.</span><br />
<br />
Der Sänger mag nicht gern in Thälern wohnen, <br />
Zum Weltpallast strebt er sich zu entringen, <br />
Wo Seraphine ein Te Deum singen,<br />
Im Sonnenglanze höh're Wesen thronen.<br />
<br />
Sein Geist schaut hin nach schön’rer Heimath Zonen, <br />
  Er regt die Fittige sich aufzuschwingen, <br />
Im Weltenhymnus freudig einzuklingen; <br />
Im Anschaun sich der Gottheit selbst zu lohnen. <br />
<br />
Der Sänger strebt zum Reiche der Gesänge, <br />
  Zum Sphärenland, wo Harmonien tönen, <br />
  Wo blüht ein Reich des Würdigen und Schönen, <br />
<br />
Wo Himmelsharfen rauschen Zauberklänge; <br />
  Triumphe schöner Thaten Engel feyern, <br />
Den Seelenbund Geliebte sich erneuern.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sängers Sehnsucht.</span><br />
<br />
Der Sänger mag nicht gern in Thälern wohnen, <br />
Zum Weltpallast strebt er sich zu entringen, <br />
Wo Seraphine ein Te Deum singen,<br />
Im Sonnenglanze höh're Wesen thronen.<br />
<br />
Sein Geist schaut hin nach schön’rer Heimath Zonen, <br />
  Er regt die Fittige sich aufzuschwingen, <br />
Im Weltenhymnus freudig einzuklingen; <br />
Im Anschaun sich der Gottheit selbst zu lohnen. <br />
<br />
Der Sänger strebt zum Reiche der Gesänge, <br />
  Zum Sphärenland, wo Harmonien tönen, <br />
  Wo blüht ein Reich des Würdigen und Schönen, <br />
<br />
Wo Himmelsharfen rauschen Zauberklänge; <br />
  Triumphe schöner Thaten Engel feyern, <br />
Den Seelenbund Geliebte sich erneuern.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schwanenklänge an Fanny.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27524</link>
			<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 01:17:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27524</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schwanenklänge an Fanny.</span><br />
<br />
Sind meiner Leyer Klänge einst verklungen,<br />
Und zieh' ich hin zur Heimath gleich den Schwanen,<br />
Und folge so der Parze strengem Mahnen; <br />
Ist meiner Lieder leztes Lied gesungen, <br />
<br />
Und hat ihr Ton ein Herz auch nur durchdrungen: <br />
  O so erfüllt sich schön mein süßes Ahnen, <br />
  und freudiger, aus dornenvollen Bahnen, <br />
  Hab' ich mich denn zur Heimath auch entrungen. <br />
<br />
Doch eh' ich scheide, reich' ich noch zum Pfande<br />
Der ächten unverfälschten Freundes Treue, <br />
Die auch nicht stirbt im unbekannten Lande - <br />
<br />
Die Hand zum treuen Bunde dir auf's neue. <br />
  Und bist du müde länger hier zu wohnen, <br />
  Führ ich dich hin, wo höh're Wesen thronen. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schwanenklänge an Fanny.</span><br />
<br />
Sind meiner Leyer Klänge einst verklungen,<br />
Und zieh' ich hin zur Heimath gleich den Schwanen,<br />
Und folge so der Parze strengem Mahnen; <br />
Ist meiner Lieder leztes Lied gesungen, <br />
<br />
Und hat ihr Ton ein Herz auch nur durchdrungen: <br />
  O so erfüllt sich schön mein süßes Ahnen, <br />
  und freudiger, aus dornenvollen Bahnen, <br />
  Hab' ich mich denn zur Heimath auch entrungen. <br />
<br />
Doch eh' ich scheide, reich' ich noch zum Pfande<br />
Der ächten unverfälschten Freundes Treue, <br />
Die auch nicht stirbt im unbekannten Lande - <br />
<br />
Die Hand zum treuen Bunde dir auf's neue. <br />
  Und bist du müde länger hier zu wohnen, <br />
  Führ ich dich hin, wo höh're Wesen thronen. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An R. (2)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27523</link>
			<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 07:50:23 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=27523</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An R.<br />
<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
Du weißt es nicht und wolltest es nicht deuten, <br />
  Was mich hinwegzog aus dem munter'n Kreise, <br />
  Nun sag' ich dir's: Es ist so meine Weise, <br />
  Daß ich mich fremd fühl' unter lauten Freuden. <br />
<br />
Das Seel'ge, das mir Götter selbst beneiden, <br />
Das kost' ich heimlich nur; verschwiegen leise; <br />
Wenn ich mit dir wall' auf des Lebens Reise:. <br />
Dann schwinden mir des Daseyns kleine Leiden. <br />
<br />
Der laute Jubel will nicht immer munden<br />
Dem kranken Herzen, das das Herz verlanget. <br />
Die Brust, wenn sie erkrankend schmachtend banget,<br />
<br />
Sie kann nur an des Freundes Brust gefunden. <br />
Nur was sich liebend, freundlich hier gefunden, <br />
Das hellet sich des Lebens düft're Stunden.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
Will meine Leyer heute gar nicht klingen, <br />
  Und habt ihr mich ihr Musen ganz verlassen! <br />
  Könnt ihr, dem einst ihr hold- so feindlich hassen, <br />
  Und soll ihm gar kein Liedchen mehr gelingen? <br />
<br />
Die Grazien, die freundlich mich umfingen- <br />
  Sie sind entfloh'n. Ich kann es nimmer fassen, <br />
  Daß in der Oede ich allein gelassen. <br />
  Will keine Göttin milden Trost mir bringen? <br />
<br />
Doch was blick' ich nach des Olympos Räumen! <br />
  Es mögen mir die Grazien und Musen <br />
  Mit Feindesblick begegnen! An dem Busen <br />
<br />
Des Freundes wird den idealen Träumen <br />
Erfüllung. Der Olympos steht ja offen; <br />
Und schön erfüllet sich mein sehnend Hoffen. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An R.<br />
<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
Du weißt es nicht und wolltest es nicht deuten, <br />
  Was mich hinwegzog aus dem munter'n Kreise, <br />
  Nun sag' ich dir's: Es ist so meine Weise, <br />
  Daß ich mich fremd fühl' unter lauten Freuden. <br />
<br />
Das Seel'ge, das mir Götter selbst beneiden, <br />
Das kost' ich heimlich nur; verschwiegen leise; <br />
Wenn ich mit dir wall' auf des Lebens Reise:. <br />
Dann schwinden mir des Daseyns kleine Leiden. <br />
<br />
Der laute Jubel will nicht immer munden<br />
Dem kranken Herzen, das das Herz verlanget. <br />
Die Brust, wenn sie erkrankend schmachtend banget,<br />
<br />
Sie kann nur an des Freundes Brust gefunden. <br />
Nur was sich liebend, freundlich hier gefunden, <br />
Das hellet sich des Lebens düft're Stunden.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
Will meine Leyer heute gar nicht klingen, <br />
  Und habt ihr mich ihr Musen ganz verlassen! <br />
  Könnt ihr, dem einst ihr hold- so feindlich hassen, <br />
  Und soll ihm gar kein Liedchen mehr gelingen? <br />
<br />
Die Grazien, die freundlich mich umfingen- <br />
  Sie sind entfloh'n. Ich kann es nimmer fassen, <br />
  Daß in der Oede ich allein gelassen. <br />
  Will keine Göttin milden Trost mir bringen? <br />
<br />
Doch was blick' ich nach des Olympos Räumen! <br />
  Es mögen mir die Grazien und Musen <br />
  Mit Feindesblick begegnen! An dem Busen <br />
<br />
Des Freundes wird den idealen Träumen <br />
Erfüllung. Der Olympos steht ja offen; <br />
Und schön erfüllet sich mein sehnend Hoffen. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>