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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Fabians Finka]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 16:34:02 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Stadtromanze]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=965</link>
			<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 12:18:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=965</guid>
			<description><![CDATA[Gleich acht! Mein Kopf liegt schief am Badewannenrand,<br />
es ist so still hier drin, du hast nicht angerufen.<br />
Die Frau im Flur verflucht die hohen Kellerstufen;<br />
ich denk an dich und zähl die Kacheln an der Wand.<br />
<br />
Wir saßen am Hans-Albers-Platz vor einer Bar<br />
und sprachen über Kant in der Entwicklungsfrage,<br />
verpasste Träume und den Wein der letzten Tage,<br />
der auch mit Schraubverschluss ein wenig korkig war.<br />
<br />
Die Stadt um uns war ungefähr und doch vertraut,<br />
dieselben Unbekannten kamen und verschwanden,<br />
in dunklen Gräbernischen, die sie schlafend fanden; <br />
wir waren flüchtig, Suchende in fremder Haut.<br />
<br />
Du lächeltest, ich gab dir zaghaft einen Kuss;<br />
von Sehnsucht, Liebe, war kein Sterbenswort zu hören;<br />
(man wartet ab, um es am Ende zu beschwören)<br />
Die Zeit verging, dir wurde kalt; dann kam dein Bus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Gleich acht! Mein Kopf liegt schief am Badewannenrand,<br />
es ist so still hier drin, du hast nicht angerufen.<br />
Die Frau im Flur verflucht die hohen Kellerstufen;<br />
ich denk an dich und zähl die Kacheln an der Wand.<br />
<br />
Wir saßen am Hans-Albers-Platz vor einer Bar<br />
und sprachen über Kant in der Entwicklungsfrage,<br />
verpasste Träume und den Wein der letzten Tage,<br />
der auch mit Schraubverschluss ein wenig korkig war.<br />
<br />
Die Stadt um uns war ungefähr und doch vertraut,<br />
dieselben Unbekannten kamen und verschwanden,<br />
in dunklen Gräbernischen, die sie schlafend fanden; <br />
wir waren flüchtig, Suchende in fremder Haut.<br />
<br />
Du lächeltest, ich gab dir zaghaft einen Kuss;<br />
von Sehnsucht, Liebe, war kein Sterbenswort zu hören;<br />
(man wartet ab, um es am Ende zu beschwören)<br />
Die Zeit verging, dir wurde kalt; dann kam dein Bus.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sublustris]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=964</link>
			<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 12:14:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=964</guid>
			<description><![CDATA[Die Dämmerung zerwühlt und wölbt den Wolkenbrei;<br />
im Wiesengrund schleicht grauer Dunst aus müden Auen,<br />
flussabwärts, zieht vorbei an Segelbooten, Tauen,<br />
und weicht und legt ein Bild im Schleiernebel frei.<br />
<br />
Verwaschen kauert er im Schilf. Sein müder Blick<br />
scheint sich im Sog der Zeitenbrüche zu verlieren.<br />
Er zuckt zusammen, zittert, so, als würd er frieren,<br />
und schaut sich suchend um, stampft taumelnd durch den Schlick,<br />
<br />
als hätte er kein Ziel, nur etwas, das ihn treibt.<br />
Sein Brustkorb bebt und Blut tropft aus Blessuren;<br />
im aufgewühlten Ufersand versickern Spuren<br />
von Ungelöstem, das sich aus den Venen reibt.<br />
<br />
Da platzt ein dunkles Tosen aus dem Flussverlauf <br />
und etwas steigt mit stumpfer Kraft aus großen Tiefen,<br />
erstickend laut, als ob ihn tausend Stimmen riefen,<br />
und greift nach ihm und reißt ihm beide Schläfen auf.<br />
<br />
Er steht am Bootshaus. Blutleer, starr ist sein Gesicht;<br />
Zerbrochen klammert er die Zeichen aus den Fragen.<br />
Dann schreit er plötzlich und sein Herz hört auf zu schlagen,<br />
als er mit der Gewissheit tot zusammen bricht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Dämmerung zerwühlt und wölbt den Wolkenbrei;<br />
im Wiesengrund schleicht grauer Dunst aus müden Auen,<br />
flussabwärts, zieht vorbei an Segelbooten, Tauen,<br />
und weicht und legt ein Bild im Schleiernebel frei.<br />
<br />
Verwaschen kauert er im Schilf. Sein müder Blick<br />
scheint sich im Sog der Zeitenbrüche zu verlieren.<br />
Er zuckt zusammen, zittert, so, als würd er frieren,<br />
und schaut sich suchend um, stampft taumelnd durch den Schlick,<br />
<br />
als hätte er kein Ziel, nur etwas, das ihn treibt.<br />
Sein Brustkorb bebt und Blut tropft aus Blessuren;<br />
im aufgewühlten Ufersand versickern Spuren<br />
von Ungelöstem, das sich aus den Venen reibt.<br />
<br />
Da platzt ein dunkles Tosen aus dem Flussverlauf <br />
und etwas steigt mit stumpfer Kraft aus großen Tiefen,<br />
erstickend laut, als ob ihn tausend Stimmen riefen,<br />
und greift nach ihm und reißt ihm beide Schläfen auf.<br />
<br />
Er steht am Bootshaus. Blutleer, starr ist sein Gesicht;<br />
Zerbrochen klammert er die Zeichen aus den Fragen.<br />
Dann schreit er plötzlich und sein Herz hört auf zu schlagen,<br />
als er mit der Gewissheit tot zusammen bricht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Irrgast]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=963</link>
			<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 12:12:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=963</guid>
			<description><![CDATA[Verweile hier, und leer dich;<br />
leg deine Tränenwelt<br />
auf meinen Wohlstandsbauch.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">glaubst du, <br />
der Jahresvogel stellt<br />
sich Eis und Schnee,<br />
weil er den Himmel fürchtet?<br />
</span><br />
Es ist beschwerlich,<br />
was uns hält;<br />
doch es befreit uns auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Verweile hier, und leer dich;<br />
leg deine Tränenwelt<br />
auf meinen Wohlstandsbauch.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">glaubst du, <br />
der Jahresvogel stellt<br />
sich Eis und Schnee,<br />
weil er den Himmel fürchtet?<br />
</span><br />
Es ist beschwerlich,<br />
was uns hält;<br />
doch es befreit uns auch.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Scheideweg]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=962</link>
			<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 12:11:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=962</guid>
			<description><![CDATA[Was wäre, wenn - gedankenschwer,<br />
und ganz ohne Entschuldigung -,<br />
ich einfach ginge?<br />
	<br />
Und wenn es nur zu Boden wär,<br />
so brächt es doch Veränderung<br />
im Lauf der Dinge.<br />
<br />
Es treibt mich weiter durch den Sand<br />
zum ersten Sprung<br />
aus kalter Schlinge.<br />
<br />
Solange schärf ich den Verstand.<br />
Und - nur zur Sicherung -,<br />
auch meine Klinge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Was wäre, wenn - gedankenschwer,<br />
und ganz ohne Entschuldigung -,<br />
ich einfach ginge?<br />
	<br />
Und wenn es nur zu Boden wär,<br />
so brächt es doch Veränderung<br />
im Lauf der Dinge.<br />
<br />
Es treibt mich weiter durch den Sand<br />
zum ersten Sprung<br />
aus kalter Schlinge.<br />
<br />
Solange schärf ich den Verstand.<br />
Und - nur zur Sicherung -,<br />
auch meine Klinge.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Beim Griechen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=878</link>
			<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 21:21:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=878</guid>
			<description><![CDATA[Sie stand wie jeden Freitag an der Bar;<br />
mir war, als lutschte sie an der Limette,<br />
wie eine, die sehr viel zu geben hätte,<br />
und ihr Metaxablick, lasziv und klar,<br />
<br />
gebar in mir den Wunsch nach einem Kuss.<br />
Ich saß am Tisch beim (siebten?) Elixiere,<br />
trank aus und fühlte, dass ich existiere;<br />
erhob mich, das zu tun, was Mann tun muss,<br />
<br />
wenn Dunst auf den Synapsen kondensiert. <br />
Sie selbst hing schon ein wenig schräg am Tresen, <br />
da traf ich sie gezielt mit ein paar Thesen,<br />
von Anmut, Glanz - das hat sie austariert;<br />
<br />
sie war oral fixiert, der Dialog<br />
banal, sie machte Dinge mit der Zunge<br />
als bräuchte sie den Abdruck meiner Lunge,<br />
dann zahlte sie! (gleich für mich mit) und zog<br />
<br />
mich heftig Richtung Ausgang, bog dann doch<br />
noch ab auf die Toilette (die der Damen)<br />
und presste mich behände an den Rahmen<br />
der Klotür - dann fiel ich in dieses Loch …<br />
<br />
Ich schreckte hoch, saß auf der Nebelbank,<br />
war krank vor Selbsthass, Ekel, im Ermessen,<br />
die letzte Nacht im Kopfschmerz zu vergessen - <br />
mich selbst! Wie immer, wenn ich Lethe trank.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sie stand wie jeden Freitag an der Bar;<br />
mir war, als lutschte sie an der Limette,<br />
wie eine, die sehr viel zu geben hätte,<br />
und ihr Metaxablick, lasziv und klar,<br />
<br />
gebar in mir den Wunsch nach einem Kuss.<br />
Ich saß am Tisch beim (siebten?) Elixiere,<br />
trank aus und fühlte, dass ich existiere;<br />
erhob mich, das zu tun, was Mann tun muss,<br />
<br />
wenn Dunst auf den Synapsen kondensiert. <br />
Sie selbst hing schon ein wenig schräg am Tresen, <br />
da traf ich sie gezielt mit ein paar Thesen,<br />
von Anmut, Glanz - das hat sie austariert;<br />
<br />
sie war oral fixiert, der Dialog<br />
banal, sie machte Dinge mit der Zunge<br />
als bräuchte sie den Abdruck meiner Lunge,<br />
dann zahlte sie! (gleich für mich mit) und zog<br />
<br />
mich heftig Richtung Ausgang, bog dann doch<br />
noch ab auf die Toilette (die der Damen)<br />
und presste mich behände an den Rahmen<br />
der Klotür - dann fiel ich in dieses Loch …<br />
<br />
Ich schreckte hoch, saß auf der Nebelbank,<br />
war krank vor Selbsthass, Ekel, im Ermessen,<br />
die letzte Nacht im Kopfschmerz zu vergessen - <br />
mich selbst! Wie immer, wenn ich Lethe trank.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sommer in der Stadt]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=877</link>
			<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 20:11:53 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=877</guid>
			<description><![CDATA[Er sitzt nicht da, er kauert auf den Steinen,<br />
das Bier in seiner heimatlosen Hand.<br />
Und eingewickelt in zerfetztes Leinen<br />
träumt er von Glück und etwas Dosenpfand.<br />
<br />
Sie bummelt, schaut verträumt in Fensterläden<br />
die Sonne brennt und zeichnet sie ins Glas;<br />
auf einem blauen Auge schimmern Fäden,<br />
dann rennt sie heim, weil sie die Zeit vergaß.<br />
<br />
Zwei Kinder in den flirrend hohlen Gassen,<br />
im Dunst von Abfall und zu heißem Teer,<br />
hat man sie Einbahnstraßen überlassen   <br />
und ihre Blicke finden sich nicht mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Er sitzt nicht da, er kauert auf den Steinen,<br />
das Bier in seiner heimatlosen Hand.<br />
Und eingewickelt in zerfetztes Leinen<br />
träumt er von Glück und etwas Dosenpfand.<br />
<br />
Sie bummelt, schaut verträumt in Fensterläden<br />
die Sonne brennt und zeichnet sie ins Glas;<br />
auf einem blauen Auge schimmern Fäden,<br />
dann rennt sie heim, weil sie die Zeit vergaß.<br />
<br />
Zwei Kinder in den flirrend hohlen Gassen,<br />
im Dunst von Abfall und zu heißem Teer,<br />
hat man sie Einbahnstraßen überlassen   <br />
und ihre Blicke finden sich nicht mehr.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schlechtwetterliebe]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=873</link>
			<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 13:29:13 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=873</guid>
			<description><![CDATA[Ein Regenschirm war sehr allein,<br />
die Sonne schien zum Fenster rein.<br />
Ne kleine Wolke aber schlich<br />
davor - der Schirm entspannte sich,<br />
nahm einen Menschen an die Hand<br />
und schwebte förmlich übers Land.<br />
Die Wolke sah ihn an und weinte,<br />
weil schlechtes Wetter sie vereinte.<br />
Der Schirm war froh und vor Entzücken<br />
lief ihm ein Schauer über'n Rücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Regenschirm war sehr allein,<br />
die Sonne schien zum Fenster rein.<br />
Ne kleine Wolke aber schlich<br />
davor - der Schirm entspannte sich,<br />
nahm einen Menschen an die Hand<br />
und schwebte förmlich übers Land.<br />
Die Wolke sah ihn an und weinte,<br />
weil schlechtes Wetter sie vereinte.<br />
Der Schirm war froh und vor Entzücken<br />
lief ihm ein Schauer über'n Rücken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Im Park]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=872</link>
			<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 23:21:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=35">Fabian</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=872</guid>
			<description><![CDATA[Das Eis liegt schon seit Tagen auf dem See,<br />
der Wind faucht von den Schieferdächern,<br />
in dieses Bild, die Enge aufzufächern;<br />
ein kleiner Junge stapft durch Pulverschnee.<br />
<br />
Es schneit, der alte Mann starrt unentwegt <br />
auf einen Punkt, dort zwischen den Gestalten;<br />
wie jeden Mittag will er Ausschau halten,<br />
nach ihr, und ist auch heute aufgeregt.<br />
<br />
Um ihn ein Liebespaar mit Schäferhund,<br />
drei Freunde, die im Schneegestöber raufen,<br />
Gespräche, Schlittenfahrt und Nasenlaufen;<br />
doch bleibt all das zurück im Hintergrund.<br />
<br />
Ihm ist nicht kalt, er fühlt den Winter gern,<br />
weil sich Erinnerung in diesen Tagen<br />
erzählt und warm hält unterm Mantelkragen;<br />
was ihm vergangen war, ist nicht mehr fern.<br />
<br />
Und als ein Rest von Laub durchs Blickfeld weht,<br />
da sieht er sie entlang des Weges kommen;<br />
er atmet schwer, erkennt sie nur verschwommen,<br />
und lächelt, während sie vorüber geht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Eis liegt schon seit Tagen auf dem See,<br />
der Wind faucht von den Schieferdächern,<br />
in dieses Bild, die Enge aufzufächern;<br />
ein kleiner Junge stapft durch Pulverschnee.<br />
<br />
Es schneit, der alte Mann starrt unentwegt <br />
auf einen Punkt, dort zwischen den Gestalten;<br />
wie jeden Mittag will er Ausschau halten,<br />
nach ihr, und ist auch heute aufgeregt.<br />
<br />
Um ihn ein Liebespaar mit Schäferhund,<br />
drei Freunde, die im Schneegestöber raufen,<br />
Gespräche, Schlittenfahrt und Nasenlaufen;<br />
doch bleibt all das zurück im Hintergrund.<br />
<br />
Ihm ist nicht kalt, er fühlt den Winter gern,<br />
weil sich Erinnerung in diesen Tagen<br />
erzählt und warm hält unterm Mantelkragen;<br />
was ihm vergangen war, ist nicht mehr fern.<br />
<br />
Und als ein Rest von Laub durchs Blickfeld weht,<br />
da sieht er sie entlang des Weges kommen;<br />
er atmet schwer, erkennt sie nur verschwommen,<br />
und lächelt, während sie vorüber geht.]]></content:encoded>
		</item>
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