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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Ernst Barlach]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 05:28:20 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 7. Der Empfindsame]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24121</link>
			<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 22:53:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24121</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=568" target="_blank" title="">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 6)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=569" target="_blank" title="">7Empfindsame-klein.JPG</a> (Größe: 22,47 KB / Downloads: 6)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Der Empfindsame</span><br />
<br />
<br />
Es braucht nicht viel, um seinen Sinn zu schärfen,<br />
kein Vorspiel und kein einleitendes Wort.<br />
Ein erster Klang, der ist nicht mal Akkord,<br />
spannt seine Haut, elektrisiert die Nerven<br />
<br />
und wo der brausend anschwillt, wird er stumm.<br />
Den Flügelklang macht er sich ganz zu eigen;<br />
Die Tastenanschläge zu Fingerzeigen<br />
und jedes Instrument zum Medium.<br />
<br />
Sein Leib ist Instrument, nicht nur die Ohren.<br />
Er stellt ihn, ständig neu justierend, scharf.<br />
<br />
Er spürt sich selbst nicht mehr, ist nur Empfänger,<br />
und geht sich dabei doch nie ganz verloren.<br />
<br />
Er ist nicht Pianist, nicht Geiger, Sänger:<br />
Er ist als Lauschender der Seismograph. <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=569" target="_blank" title="">7Empfindsame-klein.JPG</a> (Größe: 22,47 KB / Downloads: 6)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Der Empfindsame</span><br />
<br />
<br />
Es braucht nicht viel, um seinen Sinn zu schärfen,<br />
kein Vorspiel und kein einleitendes Wort.<br />
Ein erster Klang, der ist nicht mal Akkord,<br />
spannt seine Haut, elektrisiert die Nerven<br />
<br />
und wo der brausend anschwillt, wird er stumm.<br />
Den Flügelklang macht er sich ganz zu eigen;<br />
Die Tastenanschläge zu Fingerzeigen<br />
und jedes Instrument zum Medium.<br />
<br />
Sein Leib ist Instrument, nicht nur die Ohren.<br />
Er stellt ihn, ständig neu justierend, scharf.<br />
<br />
Er spürt sich selbst nicht mehr, ist nur Empfänger,<br />
und geht sich dabei doch nie ganz verloren.<br />
<br />
Er ist nicht Pianist, nicht Geiger, Sänger:<br />
Er ist als Lauschender der Seismograph. <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 1. Die Träumende]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24120</link>
			<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 23:45:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24120</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=564" target="_blank" title="">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 14)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=565" target="_blank" title="">1Träumende-klein.JPG</a> (Größe: 20,27 KB / Downloads: 16)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Die Träumende</span><br />
<br />
<br />
So tief rührt die Musik, doch schon verschwimmen<br />
in ihr die Melodien und die Töne.<br />
Es rührt sich in ihr Wehmut und das Schöne<br />
aus Träumen und Erinnern hebt die Stimmen.<br />
<br />
Der Klang im Raum und die Erinnerungen,<br />
wer wollte sie noch auseinanderhalten? <br />
Erinnerungen, die sich, zu entfalten,<br />
kaum wagten. Hat sie heimlich mitgesungen,<br />
<br />
im Innern, ganz für sich? Ließ sie sich nur<br />
vom Klang in ihre Innenwelten führen?<br />
Was Weg war, wird All-Eines und wird zur<br />
<br />
Selbstvergewisserung. Auch wenn dies Spüren<br />
so flüchtig ist, wie alle Melodien,<br />
hat sie der Welt die Flüchtigkeit verziehn.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Die Träumende</span><br />
<br />
<br />
So tief rührt die Musik, doch schon verschwimmen<br />
in ihr die Melodien und die Töne.<br />
Es rührt sich in ihr Wehmut und das Schöne<br />
aus Träumen und Erinnern hebt die Stimmen.<br />
<br />
Der Klang im Raum und die Erinnerungen,<br />
wer wollte sie noch auseinanderhalten? <br />
Erinnerungen, die sich, zu entfalten,<br />
kaum wagten. Hat sie heimlich mitgesungen,<br />
<br />
im Innern, ganz für sich? Ließ sie sich nur<br />
vom Klang in ihre Innenwelten führen?<br />
Was Weg war, wird All-Eines und wird zur<br />
<br />
Selbstvergewisserung. Auch wenn dies Spüren<br />
so flüchtig ist, wie alle Melodien,<br />
hat sie der Welt die Flüchtigkeit verziehn.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 6. Die Pilgerin]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24119</link>
			<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 23:43:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24119</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=567" target="_blank" title="">6Pilgerin-klein.JPG</a> (Größe: 23,45 KB / Downloads: 26)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. Die Pilgerin</span><br />
<br />
Sie schließt die Augen, denn die Sonne spielt<br />
ihr im Gesicht und Vögel sind zu hören,<br />
vermischen sich im Wind zu Engelschören.<br />
Der Weg ist weit, sie weiß, und dennoch hielt<br />
<br />
sie inne, denn ihr Kompass ist dies Lauschen.<br />
Sie horcht den Winden nach und ist beseelt.<br />
Wer seinen Kompass in sich trägt, der fehlt<br />
nicht, wird nicht untergehn im großen Rauschen,<br />
<br />
der wird erfasst, getragen und wird eins<br />
mit ihm, mit Gott, der Welt... Der Mensch dazwischen,<br />
alleine im Bewußtsein seines Seins,<br />
kann alles überwinden durch den Geist:<br />
die Schöpfung wahren, pflegen und erfrischen,<br />
worauf ihn jeder seiner Sinne weist.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=567" target="_blank" title="">6Pilgerin-klein.JPG</a> (Größe: 23,45 KB / Downloads: 26)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. Die Pilgerin</span><br />
<br />
Sie schließt die Augen, denn die Sonne spielt<br />
ihr im Gesicht und Vögel sind zu hören,<br />
vermischen sich im Wind zu Engelschören.<br />
Der Weg ist weit, sie weiß, und dennoch hielt<br />
<br />
sie inne, denn ihr Kompass ist dies Lauschen.<br />
Sie horcht den Winden nach und ist beseelt.<br />
Wer seinen Kompass in sich trägt, der fehlt<br />
nicht, wird nicht untergehn im großen Rauschen,<br />
<br />
der wird erfasst, getragen und wird eins<br />
mit ihm, mit Gott, der Welt... Der Mensch dazwischen,<br />
alleine im Bewußtsein seines Seins,<br />
kann alles überwinden durch den Geist:<br />
die Schöpfung wahren, pflegen und erfrischen,<br />
worauf ihn jeder seiner Sinne weist.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der Zweifler]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=5199</link>
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2023 09:41:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=5199</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=500" target="_blank" title="">zweifler.jpg</a> (Größe: 14,71 KB / Downloads: 21)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Zweifler</span><br />
<br />
Wo ist nun diese Kraft, die liebend waltet?<br />
Es ist die Frage schon, die ihn verstört.<br />
Nur unverständig? - oder unerhört?<br />
Er kniet, die Hände zum Gebet gefaltet,<br />
<br />
wie auch zuvor schon tausend und ein mal.<br />
Doch heute sind die Hände steif und fest.<br />
Vielleicht soll's eine Prüfung sein, ein Test...<br />
Die Andacht wird zum leeren Ritual.<br />
<br />
Er würde gerne beten, doch an wen?<br />
Und loben! Preisen! Doch wem gilt die Ehre?<br />
<br />
Man glaubt halt, - und man muss Gott nicht verstehen.<br />
Wie oft hat er dies Mantra schon gesagt.<br />
<br />
Er wär ja offen, doch er spürt nur Leere...<br />
und er erschrickt vor sich … und er verzagt.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=500" target="_blank" title="">zweifler.jpg</a> (Größe: 14,71 KB / Downloads: 21)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Zweifler</span><br />
<br />
Wo ist nun diese Kraft, die liebend waltet?<br />
Es ist die Frage schon, die ihn verstört.<br />
Nur unverständig? - oder unerhört?<br />
Er kniet, die Hände zum Gebet gefaltet,<br />
<br />
wie auch zuvor schon tausend und ein mal.<br />
Doch heute sind die Hände steif und fest.<br />
Vielleicht soll's eine Prüfung sein, ein Test...<br />
Die Andacht wird zum leeren Ritual.<br />
<br />
Er würde gerne beten, doch an wen?<br />
Und loben! Preisen! Doch wem gilt die Ehre?<br />
<br />
Man glaubt halt, - und man muss Gott nicht verstehen.<br />
Wie oft hat er dies Mantra schon gesagt.<br />
<br />
Er wär ja offen, doch er spürt nur Leere...<br />
und er erschrickt vor sich … und er verzagt.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der singende Mann]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4663</link>
			<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 08:23:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4663</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=429" target="_blank" title="">Der singende Mann sprengel klein.jpg</a> (Größe: 106,23 KB / Downloads: 28)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der singende Mann</span><br />
<br />
Da schaukelt und da wiegt sich dieser Mann.<br />
- Komm! Gehn, wir weiter, der ist nicht normal.<br />
Wie weltfremd sein Gesicht, ja fast sakral;<br />
- jetzt hebt er tatsächlich zu singen an.<br />
<br />
Ein wortloser, ein sphärischer Choral,<br />
obwohl er nur für sich singt. Manchen Ton<br />
verschluckt er, Mancher Ton verschwindet schon<br />
im Atemhauch. Er singt. - Und jedes Mal<br />
<br />
wenn er neu Luft holt und gewissenhaft<br />
in sich hineinhorcht, schöpft er neue Kraft,<br />
singt etwas lauter und noch ausdrucksstärker.<br />
<br />
Erkennst du, welche Melodie das wird?<br />
Was ist der Körper für den Geist? Ein Kerker?<br />
Ein Tempel? Komm! Der Mann ist nur verwirrt.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=429" target="_blank" title="">Der singende Mann sprengel klein.jpg</a> (Größe: 106,23 KB / Downloads: 28)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der singende Mann</span><br />
<br />
Da schaukelt und da wiegt sich dieser Mann.<br />
- Komm! Gehn, wir weiter, der ist nicht normal.<br />
Wie weltfremd sein Gesicht, ja fast sakral;<br />
- jetzt hebt er tatsächlich zu singen an.<br />
<br />
Ein wortloser, ein sphärischer Choral,<br />
obwohl er nur für sich singt. Manchen Ton<br />
verschluckt er, Mancher Ton verschwindet schon<br />
im Atemhauch. Er singt. - Und jedes Mal<br />
<br />
wenn er neu Luft holt und gewissenhaft<br />
in sich hineinhorcht, schöpft er neue Kraft,<br />
singt etwas lauter und noch ausdrucksstärker.<br />
<br />
Erkennst du, welche Melodie das wird?<br />
Was ist der Körper für den Geist? Ein Kerker?<br />
Ein Tempel? Komm! Der Mann ist nur verwirrt.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Wanderer im Wind]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4675</link>
			<pubDate>Thu, 04 Jul 2019 08:15:58 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4675</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=431" target="_blank" title="">800px-Güstrow_Gertrudenkapelle_-_Barlachsammlung_Wanderer.jpg</a> (Größe: 103,97 KB / Downloads: 33)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wanderer im Wind</span><br />
<br />
Er geht voran. Wohin sein Weg ihn führt,<br />
das sucht er nicht im eigenen Ermessen.<br />
Er geht nicht ziellos und nicht gottvergessen;<br />
er geht voran, auch weil er deutlich spürt,<br />
<br />
dass er noch auf dem rechten Wege geht,<br />
trotzdem es einsam dort geworden ist.<br />
Zuweilen drückt der Schuh und spannt am Rist,<br />
doch geht er unermüdlich vorwärts, geht<br />
<br />
und geht, egal was sich am Firmament<br />
zusammenbraut. Er folgt den eignen Wegen,<br />
der keine Rast und keinen Umweg kennt.<br />
<br />
Beirren lässt der Wanderer sich nicht,<br />
bläst ihm auch steifer nun der Wind entgegen.<br />
Er zieht den Hut nur tiefer ins Gesicht.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wanderer im Wind</span><br />
<br />
Er geht voran. Wohin sein Weg ihn führt,<br />
das sucht er nicht im eigenen Ermessen.<br />
Er geht nicht ziellos und nicht gottvergessen;<br />
er geht voran, auch weil er deutlich spürt,<br />
<br />
dass er noch auf dem rechten Wege geht,<br />
trotzdem es einsam dort geworden ist.<br />
Zuweilen drückt der Schuh und spannt am Rist,<br />
doch geht er unermüdlich vorwärts, geht<br />
<br />
und geht, egal was sich am Firmament<br />
zusammenbraut. Er folgt den eignen Wegen,<br />
der keine Rast und keinen Umweg kennt.<br />
<br />
Beirren lässt der Wanderer sich nicht,<br />
bläst ihm auch steifer nun der Wind entgegen.<br />
Er zieht den Hut nur tiefer ins Gesicht.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der Spaziergänger]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=2753</link>
			<pubDate>Sat, 16 Feb 2013 10:00:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=2753</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://alfredflechtheim.com/uploads/tx_paintingdb/DerSpaziergaenger_Barlach_Stuttgart_600.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: DerSpaziergaenger_Barlach_Stuttgart_600.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Der Spaziergänger</span><br />
<br />
Er schlendert ungerichtet. - Nun, - Er schaut,<br />
die Schritte mal nach links, mal rechts gelenkt,<br />
erwartend, was der Augenblick ihm schenkt.<br />
Es fällt ihn etwas an, was ihm vertraut<br />
erscheint, wie einem Echo eingedenk,<br />
das in ihm widerhallt, wenn auch nur dumpf.<br />
<br />
Der ganze Körper sammelt sich im Rumpf,<br />
die Arme locker hinter sich verschränkt,<br />
die Beine erden mehr, als dass sie treiben.<br />
Er schaut - und schaut doch mehr in sich hinein,<br />
ob seine Schritte denn sein Sein beschreiben.<br />
<br />
Er sieht sich standhaft, setzt er auch grad Bein<br />
vor Bein. <br />
<span style="color: #f5f5f5;" class="mycode_color">-----------</span> Er ist schon manchen Weg gegangen<br />
und bleibt doch allezeit in sich gefangen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://alfredflechtheim.com/uploads/tx_paintingdb/DerSpaziergaenger_Barlach_Stuttgart_600.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: DerSpaziergaenger_Barlach_Stuttgart_600.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Der Spaziergänger</span><br />
<br />
Er schlendert ungerichtet. - Nun, - Er schaut,<br />
die Schritte mal nach links, mal rechts gelenkt,<br />
erwartend, was der Augenblick ihm schenkt.<br />
Es fällt ihn etwas an, was ihm vertraut<br />
erscheint, wie einem Echo eingedenk,<br />
das in ihm widerhallt, wenn auch nur dumpf.<br />
<br />
Der ganze Körper sammelt sich im Rumpf,<br />
die Arme locker hinter sich verschränkt,<br />
die Beine erden mehr, als dass sie treiben.<br />
Er schaut - und schaut doch mehr in sich hinein,<br />
ob seine Schritte denn sein Sein beschreiben.<br />
<br />
Er sieht sich standhaft, setzt er auch grad Bein<br />
vor Bein. <br />
<span style="color: #f5f5f5;" class="mycode_color">-----------</span> Er ist schon manchen Weg gegangen<br />
und bleibt doch allezeit in sich gefangen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Tod im Leben]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=274</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 23:12:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=274</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach<br />
<br />
Tod im Leben</span><br />
<br />
<img src="http://www.sonett-archiv.com/zkg/2005-Dateien/image006.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image006.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<br />
Es tut nicht weh. Ist es nun ausgestanden?<br />
Vielleicht, doch gab es hier nichts zu gewinnen.<br />
Es ist kein roter Faden zu verspinnen;<br />
Mein Herz schlägt mich mechanisch hart zu Schanden.<br />
<br />
Vergeblich such ich Antwort in den Sinnen,<br />
mit Blicken, die sich auf die Seele wandten:<br />
zu suchen, was sie in der Welt nicht fanden.<br />
Ein ausgehöhltes Schweigen lag darinnen.<br />
<br />
Wo liegt in diesen Sinnen Sinn? was ist&#8217;s:<br />
Mein Fühlen, über das ich lange sann?<br />
Die Hände ringen nach Begriff...  was ist&#8217;s,<br />
<br />
das meiner kalten Finger Sehnen spann<br />
auf meiner hohlen Wangen Haut?   Was ist&#8217;s,<br />
das ich betasten, doch nicht spüren kann?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach<br />
<br />
Tod im Leben</span><br />
<br />
<img src="http://www.sonett-archiv.com/zkg/2005-Dateien/image006.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image006.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<br />
Es tut nicht weh. Ist es nun ausgestanden?<br />
Vielleicht, doch gab es hier nichts zu gewinnen.<br />
Es ist kein roter Faden zu verspinnen;<br />
Mein Herz schlägt mich mechanisch hart zu Schanden.<br />
<br />
Vergeblich such ich Antwort in den Sinnen,<br />
mit Blicken, die sich auf die Seele wandten:<br />
zu suchen, was sie in der Welt nicht fanden.<br />
Ein ausgehöhltes Schweigen lag darinnen.<br />
<br />
Wo liegt in diesen Sinnen Sinn? was ist&#8217;s:<br />
Mein Fühlen, über das ich lange sann?<br />
Die Hände ringen nach Begriff...  was ist&#8217;s,<br />
<br />
das meiner kalten Finger Sehnen spann<br />
auf meiner hohlen Wangen Haut?   Was ist&#8217;s,<br />
das ich betasten, doch nicht spüren kann?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der Tod]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=273</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 23:10:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=273</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/Zkg/2005-Dateien/image003.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image003.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Der Tod</span><br />
<br />
Nun ist es gut, mein Weg verläßt die Welt.<br />
Legt diesen Körper ab, wie ich es tue<br />
und friedlich eingebettet in die Ruhe<br />
der Schöpferkraft, die mich in Händen hält,<br />
<br />
weiß ich mich heimgekehrt. Es sind gezählt<br />
die Tage, meine Taten abgewogen,<br />
der Geist von seinen Ämtern abgezogen.<br />
Es steigt die Flamme, wie die Asche fällt.<br />
<br />
Das Fleisch darf ruhen, das so lang geschunden<br />
und meine Seele darf sich frei erheben.<br />
Nun bin ich endlich allem Leid entbunden;<br />
<br />
drum trauert nicht, doch was von meinem Leben<br />
euch wert war, oder nur dafür befunden,<br />
das sei von nun in eure Hand gegeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/Zkg/2005-Dateien/image003.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image003.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Der Tod</span><br />
<br />
Nun ist es gut, mein Weg verläßt die Welt.<br />
Legt diesen Körper ab, wie ich es tue<br />
und friedlich eingebettet in die Ruhe<br />
der Schöpferkraft, die mich in Händen hält,<br />
<br />
weiß ich mich heimgekehrt. Es sind gezählt<br />
die Tage, meine Taten abgewogen,<br />
der Geist von seinen Ämtern abgezogen.<br />
Es steigt die Flamme, wie die Asche fällt.<br />
<br />
Das Fleisch darf ruhen, das so lang geschunden<br />
und meine Seele darf sich frei erheben.<br />
Nun bin ich endlich allem Leid entbunden;<br />
<br />
drum trauert nicht, doch was von meinem Leben<br />
euch wert war, oder nur dafür befunden,<br />
das sei von nun in eure Hand gegeben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Die lesenden Mönche]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=272</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 23:09:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=272</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/zkg/2005-Dateien/image009.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image009.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Die lesenden Mönche</span><br />
<br />
<br />
Nichts ist so leicht, wie’s auf dem Einband schien.<br />
Das Buch, es lastet mit der ganzen Schwere<br />
jahrtausendalter überbrachter Lehre<br />
den beiden Mönchen fordernd auf den Knien.<br />
<br />
Staunend, fragend nähern sie sich Ihm.<br />
Ein einzig Wort kann hunderttausend nähren,<br />
doch ist’s ein hartes Brot, davon zu zehren.<br />
Mal scheint’s sich aufzudrängen, mal zu fliehn.<br />
<br />
Gut dreißig mal sollst du den Bissen kauen.<br />
Freu dich, frage, bitte oder büße;<br />
Brich der Menschensprache Schale auf,<br />
<br />
so wirst du hinterm Wort die Wahrheit schauen.<br />
In allen deinen Sinnen geht sie auf,<br />
in Klang und Bild und unerlebter Süße.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/zkg/2005-Dateien/image009.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image009.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Die lesenden Mönche</span><br />
<br />
<br />
Nichts ist so leicht, wie’s auf dem Einband schien.<br />
Das Buch, es lastet mit der ganzen Schwere<br />
jahrtausendalter überbrachter Lehre<br />
den beiden Mönchen fordernd auf den Knien.<br />
<br />
Staunend, fragend nähern sie sich Ihm.<br />
Ein einzig Wort kann hunderttausend nähren,<br />
doch ist’s ein hartes Brot, davon zu zehren.<br />
Mal scheint’s sich aufzudrängen, mal zu fliehn.<br />
<br />
Gut dreißig mal sollst du den Bissen kauen.<br />
Freu dich, frage, bitte oder büße;<br />
Brich der Menschensprache Schale auf,<br />
<br />
so wirst du hinterm Wort die Wahrheit schauen.<br />
In allen deinen Sinnen geht sie auf,<br />
in Klang und Bild und unerlebter Süße.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Frau im Wind]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=271</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 23:08:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=271</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/Zkg/2005-Dateien/image007.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image007.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Frau im Wind</span><br />
<br />
Mit ihrem Umhang spielt ein leichtes Wehen<br />
und auch ihr Haar läßt sie den Winden gerne...<br />
- vielleicht doch eher teilnahmslos. Nicht Sterne<br />
nicht Natur läßt ihren Blick sich drehen.<br />
<br />
Woher der Wind geht, sieht sie in die Ferne,<br />
doch was sie sucht, das wird sie dort nicht sehen.<br />
Sie weiß es, kann sie ´s auch nicht ganz verstehen.<br />
Sie braucht noch Zeit: zum Schauen, Zeit zum lernen.<br />
<br />
Die Hand liegt auf der Brust. Sie hält. Sie fühlt.<br />
Sie hält den Umhang, der den Körper hüllt<br />
und zeigt in ihrer Haltung mehr: Sie friert.<br />
<br />
Sie wärmt sich selbst und zeigt: ja, hier,<br />
Dein Atem ist mit Sinnlichkeit gefüllt.<br />
Verborgen liegt die Antwort tief in Dir!<br />
<br />
  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/Zkg/2005-Dateien/image007.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image007.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Frau im Wind</span><br />
<br />
Mit ihrem Umhang spielt ein leichtes Wehen<br />
und auch ihr Haar läßt sie den Winden gerne...<br />
- vielleicht doch eher teilnahmslos. Nicht Sterne<br />
nicht Natur läßt ihren Blick sich drehen.<br />
<br />
Woher der Wind geht, sieht sie in die Ferne,<br />
doch was sie sucht, das wird sie dort nicht sehen.<br />
Sie weiß es, kann sie ´s auch nicht ganz verstehen.<br />
Sie braucht noch Zeit: zum Schauen, Zeit zum lernen.<br />
<br />
Die Hand liegt auf der Brust. Sie hält. Sie fühlt.<br />
Sie hält den Umhang, der den Körper hüllt<br />
und zeigt in ihrer Haltung mehr: Sie friert.<br />
<br />
Sie wärmt sich selbst und zeigt: ja, hier,<br />
Dein Atem ist mit Sinnlichkeit gefüllt.<br />
Verborgen liegt die Antwort tief in Dir!<br />
<br />
  ]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der Einsame]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=269</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 23:06:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=269</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/Zkg/2005-Dateien/image011.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image011.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Der Einsame</span><br />
<br />
Der lose Blick sucht noch die nächsten Schritte,<br />
Er sieht und sieht doch nicht, und ungefragt<br />
erstirbt das Wort in seinem Mund, beklagt<br />
die ganze Haltung die verlorne Mitte.<br />
<br />
Nicht Hoffnung ist zu sehn, ja, nicht mal Bitte;<br />
Er wendet, windet sich, versucht verzagt<br />
das Dunkel abzuschütteln das ihn plagt,<br />
das ihn von aller Freude abgeschnitten.<br />
<br />
Beklagend sein verlorenes Gesicht:<br />
Zufrieden ist er nicht mit seinem Stand.<br />
Gebeugt verlagert er sein Gleichgewicht,<br />
<br />
Fast unkenntlich die Glieder im Gewand.<br />
Ganz eng am Leib behütet er sein Licht.<br />
Es leuchtet – unter vorgehaltner Hand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.sonett-archiv.com/Zkg/2005-Dateien/image011.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: image011.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach: Der Einsame</span><br />
<br />
Der lose Blick sucht noch die nächsten Schritte,<br />
Er sieht und sieht doch nicht, und ungefragt<br />
erstirbt das Wort in seinem Mund, beklagt<br />
die ganze Haltung die verlorne Mitte.<br />
<br />
Nicht Hoffnung ist zu sehn, ja, nicht mal Bitte;<br />
Er wendet, windet sich, versucht verzagt<br />
das Dunkel abzuschütteln das ihn plagt,<br />
das ihn von aller Freude abgeschnitten.<br />
<br />
Beklagend sein verlorenes Gesicht:<br />
Zufrieden ist er nicht mit seinem Stand.<br />
Gebeugt verlagert er sein Gleichgewicht,<br />
<br />
Fast unkenntlich die Glieder im Gewand.<br />
Ganz eng am Leib behütet er sein Licht.<br />
Es leuchtet – unter vorgehaltner Hand.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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