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Felicia Dorothea Hemans: Design and Performance
#1
GB 
Felicia Dorothea Hemans
1794 - 1835

Design and Performance

They float before my soul, the fair designs
Which I would body forth to life and power,
Like clouds that with their wavering hues and lines
Portray majestic building--dome and tower,
Bright spire, that through the rainbow and the shower
Points to the unchanging stars; and high arcade,
Far-sweeping to some glorious altar made
For holiest rites.
- - - - - - - - - - - - - Meanwhile the waning hour
Melts from me, and by fervent dreams overwrought
I sink. O friend! O linked with each high thought!
Aid me, of those rich visions to detain
All I may grasp; until thou seest fulfilled,
While time and strength allow, my hope to build
For lowly hearts devout, but one enduring fane!



Entwurf und Ausführung

Die hehren Pläne fluten meine Seele,
daß ich mit Kraft sie füllte und mit Leben,
wie Wolken, deren Form und Farben geben
dem Luftschloß Mauer, Dom und Kapitäle,

durchstoßend Regenbogen, Nacht und Winde,
bis an die Sterne; Mächtige Arkaden
weht es zu manchem glorreichen Altar den
sie gemacht zu hohen Riten, schwindet

die Stunde. Heiß von meinem Traum bedrängt
versinke ich, Freund, eins mit den Ideen!
Hilf mir zu halten, was ich schaue!

Ich will's begreifen, die Erfüllung sehen;
Jedoch die Zeit läßt mir in ihrer Strenge
nur Tempel der Bescheidenheit erbauen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
Hallo Zaunkönig,
nach längerer Zeit mal wieder!

Den Anfang hast du sehr schön hingekriegt. Dein Bild mit dem Luftschloss gefällt mir, obwohl die Metapher ja im Original eigentlich nicht vorhanden ist. Sie passt aber so schön.

Nur am Ende bist du dann vom Weg abgewichen, finde ich. Sie sagt ja nicht, dass die Zeit ihr keine großen Werke gestattet, sondern dass der Angesprochene (thou) zusehen soll, wie sie, solange Zeit und Kraft es ihr gestatten, ihre Hoffnung erfüllt, für demütige, aber gläubige Herzen wenigstens einen dauerhaften Tempel zu bauen.

Bei dir kommt das irgendwie zu negativ heraus, dass sie sich damit abfindet, dass sie klein und schwach ist und nur bescheidene Werke vollbringt. So lese ich das Original aber, wie gesagt, nicht.

LG, Silja
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#3
Tja, wie man auch zieht und zerrt, die Decke ist immer zu kurz.
Aber vielleicht ein kleines Stück näher:



Dann sieh, wie manche in Erfüllung gehen.
Solang' ich Zeit und Kraft hab will ich streng
am Tempel für die reinen Herzen bauen.


LG ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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