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Beim Griechen
#1
Sie stand wie jeden Freitag an der Bar;
mir war, als lutschte sie an der Limette,
wie eine, die sehr viel zu geben hätte,
und ihr Metaxablick, lasziv und klar,

gebar in mir den Wunsch nach einem Kuss.
Ich saß am Tisch beim (siebten?) Elixiere,
trank aus und fühlte, dass ich existiere;
erhob mich, das zu tun, was Mann tun muss,

wenn Dunst auf den Synapsen kondensiert.
Sie selbst hing schon ein wenig schräg am Tresen,
da traf ich sie gezielt mit ein paar Thesen,
von Anmut, Glanz - das hat sie austariert;

sie war oral fixiert, der Dialog
banal, sie machte Dinge mit der Zunge
als bräuchte sie den Abdruck meiner Lunge,
dann zahlte sie! (gleich für mich mit) und zog

mich heftig Richtung Ausgang, bog dann doch
noch ab auf die Toilette (die der Damen)
und presste mich behände an den Rahmen
der Klotür - dann fiel ich in dieses Loch …

Ich schreckte hoch, saß auf der Nebelbank,
war krank vor Selbsthass, Ekel, im Ermessen,
die letzte Nacht im Kopfschmerz zu vergessen -
mich selbst! Wie immer, wenn ich Lethe trank.
Wenn du ab und zu deinen Blickwinkel änderst, verbessern sich auch deine Perspektiven

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