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Im Park
#1
Das Eis liegt schon seit Tagen auf dem See,
der Wind faucht von den Schieferdächern,
in dieses Bild, die Enge aufzufächern;
ein kleiner Junge stapft durch Pulverschnee.

Es schneit, der alte Mann starrt unentwegt
auf einen Punkt, dort zwischen den Gestalten;
wie jeden Mittag will er Ausschau halten,
nach ihr, und ist auch heute aufgeregt.

Um ihn ein Liebespaar mit Schäferhund,
drei Freunde, die im Schneegestöber raufen,
Gespräche, Schlittenfahrt und Nasenlaufen;
doch bleibt all das zurück im Hintergrund.

Ihm ist nicht kalt, er fühlt den Winter gern,
weil sich Erinnerung in diesen Tagen
erzählt und warm hält unterm Mantelkragen;
was ihm vergangen war, ist nicht mehr fern.

Und als ein Rest von Laub durchs Blickfeld weht,
da sieht er sie entlang des Weges kommen;
er atmet schwer, erkennt sie nur verschwommen,
und lächelt, während sie vorüber geht.
Wenn du ab und zu deinen Blickwinkel änderst, verbessern sich auch deine Perspektiven

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