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Knöterich
#1
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Knöterich

Ach, manchmal wünschte ich, ich wär ein KNOETERICH,
wenn mir der Baupfusch wieder auf der NIERE HOCKT.
Ich wüchse über mich hinaus! Dann KROENTE ICH
dies Grau in Grau der Stadt. Mein inn'rer HERO NICKTE fleißig,
doch noch viel lieber kommentiere ich bärbeißig
als Dichter, denn man sieht noch heute: HEINE ROCKT.


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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
(11.04.2021, 12:14)Christa Eschmann schrieb: .

Der Knöterich, der Knöterich, das ist ein böser Wüterich.

Ich hielt es lieber mit den friedevollen BLUMEN. OHM...
Beim BUMMELN, OH, da seh ich manche wieder.
MOHNBLUMEN schenkte Heine einst die allerschönsten Lieder.
OB HUMMELN heute noch erspüren seinen Atemstrom?


.






Beton! Der Hummelflug gleicht einer WINTERREISE.
Jedes Insekt entbehrt dort schmerzlich SEINER WIRTE.
Vielleicht kann uns den Weg ein Mann aus TRIER WEISEN,
den Heine auch gut kannte. Na, WER IST ER? EIN
Prophet, der beim Genuss zu vielen WEINES IRRTE?
Ein grauer Rauschebart, gehauen in WIRRE STEINE?
Man glaubt, man kennt ihn, dabei haben WIR ERST EINE
gut etablierte Projektion, doch die ERWEIST REIN
gar nichts.




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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#3
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(11.04.2021, 12:14)Marcus Neuert schrieb: .
wen meinst du wohl mit deinem rauschebart?
moment, ich brauche rast zum überlegen.
karl marx, der arbeiter und bauer schart'
den kommunismus rausbrachte zum segen,
der armutshose einen arsch braute für's massenfest.
doch: an was für einem bau scharrte der trierer?
beton? der hummel winterreise baucharrest?
er hat nichts rasch erbaut – architektonisch
war der trierer ein verlierer.
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(11.04.2021, 12:14)Christa Eschmann schrieb: REICHWEITEN sind doch nie vorherbestimmt
ERWEICHT EIN Dichter seine Leser?
ICH WERTE NIE. Denn wie man's nimmt
EIN RECHT WIE Leben hat ein jeder.

Wenn Heine schreibt: Ich hab' ein Schiff bestiegen
ICH RIETE, WEN er hat dabei:
Freund Marx! Er REICHTE WEIN im Liegen
und WIE IN ECHTER Freude tönt sein Schrei:

Lasst uns die ganze Welt besiegen!

Doch Heine möchte lieber singen.
ER WEICHT EIN bisschen von der Meinung ab.
"WIE RECHT NIE wird mein Glück erzwingen",
SO WEINT' ER leis in seinem Grab.



Die Stadt, wenn einer für das Schöne TAUBE PLANT,
wird optimiert und endet dann beim PLATTENBAU.
Marx sähe, wie es manches Idealen PATEN BLAUT,
dass, in die Welt gesetzt, sein PLAN B TAUTE.


Der marktkonforme Bau setzt auch des Dichters LAUBEN PATT,
doch lange noch nicht matt! Ich setz' auf PATENT BLAU!
So mögen Elfen träumen und auch PAN TAU LEBT.


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#4
(11.04.2021, 12:14)Marcus Neuert schrieb: .
ach ja, die eigenen reichweiten ...
in den weichtieren bin ich praesent
auch in der wintereiche bluehe ich auf
wo man weine reicht bin ich zu finden
und schwimmend in einem wiener teich
von einem weiteren ich ist daher auszugehen
und von dessen weit reichenden reichweiten


.



Ob du nun Heine, Goethe, Marx an einem POL LISTEST,
ob Freud mit Buddhas Über-Ich an einem SLOT SPIELT:
Wir glauben zu versteh'n und spielen STILLE POST.
Doch wenn uns das Gespräch auch nur zum PILS LOTSTE,
so wusste doch schon Brecht: Es zählt, dass man TOLL SPEIST!


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#5
(11.04.2021, 12:14)Marcus Neuert schrieb: .

ein solches epos stillt die sehnsucht nach dem geist
ist wie der lose splitt des radikalen denkens –
doch ist der stillste po nicht still genug
wenn man sich dabei auf die tolle pisst –
so mancher lispelt ost erst wenn er schon im westen ist ...

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(11.04.2021, 12:14)Susanne Schieble schrieb: .
Reichweiten führen zum
Fronteinsatz:
Der Feder
Fron eint Satz
um Satz
Und schafft Saures wie
Zitronen fast
.
Bis
Rose tanzt
„Fin“
übers Blatt.
Doch mir schmeckt’s, denn ich mag...
Zitronensaft!





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(11.04.2021, 12:14)Christa Eschmann schrieb: .

En Gros in
jedem Hirn sich lagern andere Gedichte.
Bei Ingerose finden sie den Weg ins Publikum.
Ein Reigen kühner Worte schreibt Kulturgeschichte.
Nie sorge der Poet sich um sein Tonikum!

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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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