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Matthijs van der Merwede: Voor den Roomsen Carnaval van't jaer 1648
#1
Niederlande 
Matthijs van der Merwede
1613 - 1664


Voor den Roomsen Carnaval van't jaer 1648

DIE self den Mijter ook heeft aen-gevangen,
En't Priesterdom door ongenoegde droomen
Van hooge Min had heylig Man genomen;
Dat ander Lief hem op den thuyn dee hangen;

Die met berou haer vals gevleyde wangen,
Dook in den langen nacht en droeve stroomen,
Waer van men Man noch Peerd te rug siet komen,
En 't hemel-recht tot sijnen vloek dee langen,

Waer op hy voort, om schand op schand te dichten,
Verbasterden Lorreyn sijn eed ontschaekte,
En van den Fransen grond sijn voet ging lichten,

En balling in onweerdig echt geraekte,
En die sal hier 'tverwerde Napels richten,
Die Min, en Eer, die Prins, en God versaekte.



Auf den Römischen Karneval anno 1648

Sogar die Mitra haben sie gefangen!
Die Misvergnügten pisaken den Frommen,
sie haben ihm das Heiligste genommen
und haben es im fremden Garten aufgehangen.

Mit falscher Reue schmeicheln sie den Wangen
und tauchen ab im nächtlich trüben Strom,
von wo man Mann und Pferd zurück sieht kommen,
nach Himmelsrecht und seinem Fluch verlangen,

worauf der fortfährt Schand um Schand zu dichten,
dass selbst Lorrain bald seinen Eid entehrte
und fliehend den gefransten Rocksaum hob.

Unwürdig wurde er verbannt, doch grob
soll er das strauchelnde Neapel richten,
der Liebe, Ehr, den Prinz und Gott entbehrte.



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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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