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Anna Seward: To The Departing Spirit Of An Alienated Friend 2
#1
GB 
Anna Seward
1742 - 1809 Großbritannien


To The Departing Spirit Of An Alienated Friend

2


Behold him now his genuine colours wear,
That specious False-One, by whose cruel wiles
I lost thy amity; saw thy dear smiles
Eclips'd; those smiles, that us'd my heart to cheer,
Wak'd by thy grateful sense of many a year
When rose thy youth, by Friendship's pleasing toils
Cultur'd;--but DYING!--O! for ever fade
The angry fires.--Each thought, that might upbraid
Thy broken faith, which yet my soul deplores,
Now as eternally is past and gone
As are the interesting, the happy hours,
Days, years, we shar'd together. They are flown!
Yet long must I lament thy hapless doom,
Thy lavish'd life and early-hasten'd tomb.



Auf den scheidenden Geist eines entfremdeten Freundes

2


Sieh ihn nun seine wahren Farben tragen.
Die Falsche, deren Grausamkeit uns blendete,
stahl uns die Freundschaft. Ach, dein Lächeln endete,
dies Tröstliche, in Dunkel eingeschlagen.

Dies Lächeln, das in frohem Sinn erwachte
und dienend stets um unsre Freundschaft warb,
verblasste, wurde kultiviert und starb.
Was ich dir jemals auch zum Vorwurf machte:

Gebrochne Treue, die mein Herz beklagt,
ist mit in die Vergänglichkeit geeilt,
wie mancher interessante, frohe Tag.

Die vielen Jahre flohn, die wir geteilt.
Nun klag ich um ein Leben ohne Freude,
das früh sein Grab fand. Ach, es ist vergeudet.



.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
[font=Verdana, sans-serif][font=Verdana]Seltsam – diese Sechshebigkeit im ersten Quartett! Darüber hinaus dürfte speziell der erste Hiat für empfindliche Ohren ein Problem sein...
[/font][/font]
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#3
Hallo Plektron,

Ich empfinde die zweite und dritte Zeile nicht als sechshebig, sondern als daktylisch beendet. Aber von solchen Definitionsfragen mal abgesehen, hast du natürlich recht. Ganz sauber ist das hier nicht gelöst. Zum Hiat: Da im Original nicht klar wird wen die Dichterin anspricht, einen oder alle Leser, ist hier leicht Abhilfe zu schaffen:



Seht ihn nun seine wahren Farben tragen.
Die Falsche, die uns grausam blendete,
stahl uns die Freundschaft. Ach, es endete
dein Lächeln, nun in Dunkel eingeschlagen.



Was mich im Original etwas verwirrt ist, dass sie von ihrem Freund mal in der 2. mal in der dritten Person spricht. Soll, muss, darf man das in der Übersetzung nachbilden?


Liebe Grüße
ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#4
Hallo ZaunköniG,


der neue Hiat und der alte Schwung – ein Kommen und Gehen...


Ansonsten gibt es Ansätze genug; da sollte für jeden Übersetzer was dabei sein...


Grüßend


P.
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#5
Ich glaube, ich stehe gerade auf dem Schlauch.
Wo siehst du den neuen Hiat?


Gruß
ZkG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#6
Ein Ansatz, der durchaus mehrheitsfähig ist; schließlich blättert man keine zwei Minuten in einem Dichter (Goethe, Platen, Mörike – egal), ohne ihn zu finden...


V2 (die uns).


Grüßend


P.
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#7
Oh, da habe ich die Zeilen nach deinem Kommentar so oft gelesen....
Ich finde diesen neuen Hiat aber nicht so problematisch wie den ursprünglichen, wohl weil nun verschiedene Vokale aufeinander treffen.

Gruß
ZkG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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