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F.Roche
#1
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F.Roche


Nun schaut sie ihm mit festem Blick entgegen:
Das hat er jetzt nicht wirklich ernst gemeint!
Der innre Bluthund ist noch angeleint;
In ihr sträubt es sich vehement dagegen,

ihm überhaupt noch zuzuhören.
Wie er Zitate grob verfälscht, verkürzt,
wie er nur Meinung mit Polemik würzt...
"Ich bring' ihn um!" - hört sie sich leise schwören. -

"Doch nichts für Ungut, was erzähl ich Dir!
Du scheinst ja auch ganz aufgeweckt zu sein!.
Hey komm, ich geb' ein' aus! Was trinkst du, Bier?

Ich mag dich! Hey! Du bist so straight, so frei!"
Sie ist so frei und sagt auch lächelnd Nein.
Sie fragt sich, was das für ein Vogel sei.


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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
Grüß dich Zaunkönig!

Eine Frage: Warum hört sie sich selbst sagen - SIE bringt ihn um?
sagt man sich nicht selber - ICH bringe ihn um.
Währe meiner Meinung so erst korrekt. Oder nur ein Vertipperle?

Was mich auch noch etwas stört, ist die banale Conclusio des Sonetts, die nur widerholt,
was die sonstigen Zeilen aus der Protagonistin eh schon unterschwellig sprechen lassen.
Da wünsche ich mir etwas knackigeres von dir. Da hast du mehr auf dem Kerbholz als so ein Schnödes Ende.

Neben den beiden Kleinigkeiten ist es ein solides Sonett einer wohl oft vorkommenden Situation in diversen Stadtkneipen im Laufe deren Existenzen.

LG Terrapin
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#3
Hallo Terrapin,

Hab Dank für deinen Kommentar. Zu deiner ersten Frage. Ich sah das als indirekte Rede und damit erlaubt, aber wahrscheinlich hast du recht. Es ist nicht die eleganteste Lösung. Ok, dann ein Apostroph mehr...

Bei der Schlusszeile wäre zu sagen, dass dieses Sonett, Teil eines größeren Projektes ist, weshalb die Schlusszeile eigentlich feststeht.
So taucht auch die erste Zeile bspw. in der Brasserie des Sol als Schlusszeile auf.
Ich müsste also den Innenteil umbauen, dass sie Schlusszeile etwas überraschender kommt, aber das ergäbe vermutlich einen völlig anderen Text.


Gruß
ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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