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An Constanze von H.
#1
An Constanze von H.
(Bei der Nachricht von ihrem Tode.)


I.

Entsetzt vernimmt der starre Wald die Kunde,
Daß seine Königseiche sei erschlagen
Von jähem Blitz – da geht ein dumpfes Klagen
Durch Zweig’ und Aeste in der weiten Runde.

So wird von Freundesmund zu Freundesmunde
Die Schmerzensbotschaft heute fortgetragen,
Daß – ach! die Lippe will das Wort kaum wagen –
Dein Auge brach in bittrer Todesstunde.

Ein Weib, dem Göttr all’ ihr Höchstes gaben,
Das durch des Marktes Lärm mit ernsten Mienen
Dahinschritt über Niederes erhaben –

Was warst du denen, die dem Markte dienen?
Mir aber, Theure, ward mit dir begraben
Ein Freundesherz, wie kein’s mir sonst erschienen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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