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Vor meinen Fenstern braust der schwarze Wald,
#1
Vor meinen Fenstern braust der schwarze Wald,
Als ob aus Schatten viele Stimmen rufen,
Gestalten treten auf des Hauses Stufen,
Die rascher Nebel steigend löst und ballt.

Sie tragen Häupter grau und schwer und alt.
Sie sind die Leiden, die die Tage schufen.
Sie preßten Trauben in des Lebens Kufen, -
Der Wein verrann, die Winde gehen kalt.

Die Welt ist traurig, und ich möchte weinen,
So wenig Güte ist, so wenig Lieben,
Daß alle Seelen bang im Dunkel hausen,

Und keine ist, die froh sich eint der Meinen. –
Ich schaue stumm, wie sich die Nebel schieben,
Ich lausche stumm, wie schwarze Wipfel brausen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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