Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kurz, Hermann: Weihnacht
#1
Hermann Kurz
1813 – 1873


Weihnacht

Am schmucken Baume flimmern hundert Kerzen,
Mit lichtem Blick, mit Jauchzen hüpft der Knabe
Und mustert halb im Traume seine Habe,
Indes die Eltern fröhlich mit ihm scherzen.

Mein Auge, sollte dich die Helle schmerzen?
Denkst du, o Herz, an manche schöne Gabe
Von ihnen, die da schlummern in dem Grabe?
Mahnt dich dies Fest an zwei gebrochne Herzen?

Frisch; Seele, deiner eignen Weihnacht denke,
Wie eine Flamme festlich dich durchdrang,
Wie dich begrüßten himmlische Geschenke,

Der Sonnengeist einzog zu allen Toren
Und jenes schmerzlich stolze Lied erklang:
Die Muse hat zum Opfer mich erkoren!

.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste
Forenfarbe auswählen: