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G.R. Doublet: Kreegh maer Achilles eens een slurpien uijt de schoncken
#1
Niederlande 
Noch op den selven trant, door G.R. Doublet
fl. 1621

Kreegh maer Achilles eens een slurpien uijt de schoncken
Soo dickmael nu herschaft; hij wierd van doot weer rap,
Hij stelden tegen Hell' en all sich selffs wel schrap,
In wiens gewelt hij leijt soo domm en diep versoncken.

Want schoon hij heeft nu langh uijt Lethe opgedroncken
Die all-vergelens-vocht, dat sinne-sluijm'rend sap,
Sijn doot-vervrosen herts manhafte vrijerschap
Sou door dat pittich merch weer heel van nieuws ontfoncken,

En lichtlijck wierd' hij beijd' in sterckt' en soet gedicht
Op swaerd en pen daer door gelijck'lijck affgericht:
Soo dat sijn wreet gemoet getemt door maker Zeeden

d'Herschaffers van dat merch, puijck hoofden van ons Lant,
Danck weten sou dat sijn wild-woesten oorloghs-trant
Verselt wierd met vernuft, met geesticheijt, met reden.



An Hooft & Huyghens
Im selben Stil



Achilles aber sog so kräftig aus den Pranken
die Herrschaft; Selbst die Todesmacht macht ihn noch arg;
Er widerstand der Hölle, aus sich selbst so stark,
in welcher er gelegen hatte, tief versunken.

Hat er auch aus der Lethe seinen Zug getrunken,
dem gleichmachenden Nass, dem sinneschläfernd Saft,
so muß des kalten Herzens mannhaft Freierschaft
von diesem Löwenmark aufs neue hell entfunken.

ihr leuchtet beide, süß und kräftig im Gedicht;
Ob Schwert, ob Stift, seid ihr aufs Beste abgericht;
so dass das hart Gemüt bezähmt durch Sitte gilt.

Ihr, die das Mark gebracht habt, seid des Dankes Ziel,
Dank wisst, dass dieses wüsten wilden Kriegers Stil
begleitet wird von Geist, Verstand und treuem Bild.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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