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Anonym, 17. Jahrhundert: An seine augen
#1
Anonym
17. Jahrhundert


An seine augen

Ihr augen / seht forthin nicht Lisimenen an.
Ihr augen / die ich euch mir nur zur marter trage /
Ich schwere / daß ich euch bey Cypris thron verklage /
So euer blitz mich nicht erretten kan /

Ihr habet alzuviel mir itzt schon angethan /
Ihr augen / daß ichs euch aus grund des herzens sage /
Ihr schaft mir wenig lust / nur lauter angst und plage.
Ich trete nur durch euch auf diese marter-bahn.

Wie ist es / kan ich euch ihr augen nicht bezwingen?
Ach nein! ich kan nicht mehr / hemt ich gleich euren blitz /
Es würde Lisimen sich dennoch in euch dringen /

Wo sie nicht allbereit schon in dem herzen sitzt.
Rächt / rächt ihr augen euch / kan sie sich in euch spielen /
So lasset Lisimen auch gleiche schmerzen fühlen.



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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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