07.02.2026, 02:41
Ein alter Freund
Der Baum, kein andrer, soll mein Grab beschatten;
Mein Lebensloos steht mit ihm im Vereine,
Oft vor der Sonne Morgenscheine
Schon seine Zweige mir gelispelt hatten.
Die Wesen der Natur bedeutsam gatten
Sich mit des Menschen Schicksal. Bäume, Steine
Es stumm bewahren, wie im heilgen Schreine,
Wie goldgegrabne Schrift auf Marmorplatten.
Denn nie konnt’ ich mich von dem Baume trennen.
Wie Schatten hinter seinem Körper schreitet,
Hat er durchs lange Leben mich begleitet.
In der Gefühle sehnsuchtsvollem Brennen
Ehrt’ ich, wenn ihn auch nicht die Blicke sahen,
Doch seines Rauschens mir geweihtes Nahen.
.
Der Baum, kein andrer, soll mein Grab beschatten;
Mein Lebensloos steht mit ihm im Vereine,
Oft vor der Sonne Morgenscheine
Schon seine Zweige mir gelispelt hatten.
Die Wesen der Natur bedeutsam gatten
Sich mit des Menschen Schicksal. Bäume, Steine
Es stumm bewahren, wie im heilgen Schreine,
Wie goldgegrabne Schrift auf Marmorplatten.
Denn nie konnt’ ich mich von dem Baume trennen.
Wie Schatten hinter seinem Körper schreitet,
Hat er durchs lange Leben mich begleitet.
In der Gefühle sehnsuchtsvollem Brennen
Ehrt’ ich, wenn ihn auch nicht die Blicke sahen,
Doch seines Rauschens mir geweihtes Nahen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

