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Das Pferd
#1
Das Pferd

Das Roß des Schlachtgetümmels Schaaren zieret,
Und theilet die Gefahr im edlen Streite,
Es streckt im Lauf die schlankgedehnte Seite,
Der Boden dröhnt, wenn ihn sein Huf berühret.

Ein Leben es, gefangen, knechtisch führet,
Verwehrt ist, bis es wird des Todes Beute,
Ihm, daß sein Wille seine Schritte leite,
Und niemals es der Fesseln Zwang verlieret.

Doch sich zum Stolze hat es umgeschaffen
Den Zaum, an dem es herrisch wird gelenket,
Die Knechtschaft in sein Wesen tief gesenket.

So freut es sich, die Glieder anzustraffen;
Der Stier giebt sträubend nach dem stärkern Zwange,
Das Roß umglänzt er, daß es schöner prange


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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