13.11.2025, 08:13
Unermessen Leid
Das Leid, das ich um deine Seele leide,
Um dein unsterblich Theil der bittre Schmerz,
Wie so viel tiefer treffen sie mein Herz,
Bei solcher Himmelsschönheit Augenweide!
Ach, wenn die Seel’ in solchem Engelkleide
Erliegt des höllischen Verführers List,
Daß sie des Götterursprungs selbst vergißt,
Weit besser wär’s, daß sie vom Leben scheide!
Ja, wenn der Blitz die Lilie zerschmettert,
Ein Himmelssturm die junge Ros’ entblättert,
Sie leben ewig doch im Lied vergöttert!
Doch wenn der gift’ge Wurm den Kelch durchfressen,
Die Krone welkt – o Jammer unermessen!
Herz, wenn du kannst, versuch es, zu vergessen!
.
Das Leid, das ich um deine Seele leide,
Um dein unsterblich Theil der bittre Schmerz,
Wie so viel tiefer treffen sie mein Herz,
Bei solcher Himmelsschönheit Augenweide!
Ach, wenn die Seel’ in solchem Engelkleide
Erliegt des höllischen Verführers List,
Daß sie des Götterursprungs selbst vergißt,
Weit besser wär’s, daß sie vom Leben scheide!
Ja, wenn der Blitz die Lilie zerschmettert,
Ein Himmelssturm die junge Ros’ entblättert,
Sie leben ewig doch im Lied vergöttert!
Doch wenn der gift’ge Wurm den Kelch durchfressen,
Die Krone welkt – o Jammer unermessen!
Herz, wenn du kannst, versuch es, zu vergessen!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

