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Sonnets 150
#1
William Shakespeare
1564 – 1616 England



CL.

O, from what power hast thou this powerful might
With insufficiency my heart to sway?
To make me give the lie to my true sight,
And swear that brightness doth not grace the day?
Whence hast thou this becoming of things ill,
That in the very refuse of thy deeds
There is such strength and warrantize of skill
That, in my mind, thy worst all best exceeds?
Who taught thee how to make me love thee more
The more I hear and see just cause of hate?
O, though I love what others do abhor,
With others thou shouldst not abhor my state:
If thy unworthiness raised love in me,
More worthy I to be beloved of thee.


.
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#2
Übersetzung von
Terese Robinson
 

CL.

 
O welche Kraft gab dir so starke Kraft,
Mit Unzulänglichkeit mich zu berücken,
Den Blick zu wandeln, bis er lügenhaft
Und schwört, daß Glanz und Licht den Tag nicht schmücken?
Wie ist dein Laster selbst so wohlgeraten,
Wie fühl ich Kraft und stolze Anmut sprühn
Noch in den letzten Schlacken schlimmer Taten,
Daß heißer sie als Tugend mich durchglühn!
Wo lerntest du, stets mehr dich lieben lassen,
Je mehr der Missetaten auf dir ruhn?
Ach, da ich liebe, wo die andern hassen,
Hass’ du mich nicht, wie es die andern tun.
 
Ja, daß dein Unwert meine Liebe mehrt,
Daß mache mehr mich deiner Liebe wert.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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