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Sonnets 124
#1
William Shakespeare
1564 – 1616 England


CXXIV.

If my dear love were but the child of state,
It might for Fortune's bastard be unfather'd'
As subject to Time's love or to Time's hate,
Weeds among weeds, or flowers with flowers gather'd.
No, it was builded far from accident;
It suffers not in smiling pomp, nor falls
Under the blow of thralled discontent,
Whereto the inviting time our fashion calls:
It fears not policy, that heretic,
Which works on leases of short-number'd hours,
But all alone stands hugely politic,
That it nor grows with heat nor drowns with showers.
To this I witness call the fools of time,
Which die for goodness, who have lived for crime.



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#2
Übersetzung von
Terese Robinson
 

CXXIV.

 
Wär’ meine Liebe nur ein Kind von Stand,
Ein Glücksbastard wär’ sie und vaterlos,
Ein Spiel in gut und böser Zeiten Hand,
Blüte bei Blüten, Gras bei Gräsern bloß.
Doch sie ward fern dem Zufall aufgerichtet,
nicht stört sie Prunk, noch beugt sie sklavisch sich,
Von jedem mürrischen Windstoß schon vernichtet,
Wie allzu oft durch unsre Zeit er strich.
Die Ketzerin scheut nicht die Politik,
Die Werke schafft von allzu kurzer Dauer,
Weitschauend ist und klug und hell ihr Blick,
Und sie besteht in Glut und Regenschauer.
 
Gebt Zeugnis, Narr’n der Zeit, die ihr im Leben
Dem Unrecht und im Tod dem Recht ergeben.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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