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Halm, Friedrich: An: -
#1
Friedrich Halm
1806 – 1871


An: -

Als Gott dich schuf, nahm er vom reinsten Thone
Und wog ihn ab und knetete ihn sacht’
Und nahm der Stoffe Mischung wohl in Acht,
Daß Ebenmaß in ihrer Fülle wohne.

Gedrückt dann in der Menschenform Schablone
Anbließ er ihn mit seines Odems Macht,
Und lächelnd sah der Herr sein Werk vollbracht
Und sprach: Geh hin und sei der Frauen Krone!

„Im Kleinsten groß, im Großen unerreicht,
Ueb jede Pflicht und jede sei dir leicht;
Dir selbst zum Ruhm und Tausenden zum Glücke,

„Die reinste Blüthe hoher Weiblichkeit,
Dien’ fromm der Kunst, zu der mein Hauch dich weiht! –
Er schuf dich, sprach’s und schlug die Form in Stücke.





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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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