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Das Sonett
#1
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Das Sonett


Wie lieb ich diesen Stein gewordnen Garten,
Der fest verschlungnen Verse Doppelhermen,
Dies Wiederkehren und noch mehr dies Schwärmen,
Der Reime Ungeduld, die sich erwarten

Wie Liebende, die lang des Freundes harrten,
Ihr sehnend Herz an seinem aufzuwärmen,
Und zitternd hören sie ihn näher lärmen.
Nun jubeln sie im Kuß wie die Vernarrten.

Dann suchen sie sich wieder zu verstecken
Unsichtbar hinter hohen Taxushecken,
Die Liebe weiß allein sie aufzufinden,

Sie loszulassen, um sie neu zu binden.
So wechselt immer Necken und Erschrecken.
Doch blühen läßt den Kranz nur das Empfinden.







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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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