28.02.2026, 02:45
Ernst Barlach
1870 - 1938
Fries der Lauschenden
1. Die Träumende
So tief rührt die Musik, doch schon verschwimmen
in ihr die Melodien und die Töne.
Es rührt sich in ihr Wehmut und das Schöne
aus Träumen und Erinnern hebt die Stimmen.
Der Klang im Raum und die Erinnerungen,
wer wollte sie noch auseinanderhalten?
Erinnerungen, die sich, zu entfalten,
kaum wagten. Hat sie heimlich mitgesungen,
im Innern, ganz für sich? Ließ sie sich nur
vom Klang in ihre Innenwelten führen?
Was Weg war, wird All-Eines und wird zur
Selbstvergewisserung. Auch wenn dies Spüren
so flüchtig ist, wie alle Melodien,
hat sie der Welt die Flüchtigkeit verziehn.
.
1870 - 1938
Fries der Lauschenden
1. Die Träumende
So tief rührt die Musik, doch schon verschwimmen
in ihr die Melodien und die Töne.
Es rührt sich in ihr Wehmut und das Schöne
aus Träumen und Erinnern hebt die Stimmen.
Der Klang im Raum und die Erinnerungen,
wer wollte sie noch auseinanderhalten?
Erinnerungen, die sich, zu entfalten,
kaum wagten. Hat sie heimlich mitgesungen,
im Innern, ganz für sich? Ließ sie sich nur
vom Klang in ihre Innenwelten führen?
Was Weg war, wird All-Eines und wird zur
Selbstvergewisserung. Auch wenn dies Spüren
so flüchtig ist, wie alle Melodien,
hat sie der Welt die Flüchtigkeit verziehn.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

