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Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2)
#24
Dass "Vorschlag folgt." als Vorschlag aufgefasst wird, war zwar nicht meine Intention, aber ich füge mich da umso erfreuter der Zeichen Heiligkeit (bzw. dem vierzehnlettrigen Zufall). Vielleicht war dir die nicht vorhandene Absicht ja auch bewusst und hast deshalb mit dem ersten Vers meine Denkarbeit für einen neuen Vorschlag unterbrochen? Jedenfalls, als ich als Kind der Geschichte vom Hasen und dem Igel lauschte, da nahm ich nicht an, eines Tages während Akrostichon-Sonett-Spielereien wieder darauf zu treffen. Aber ich tat es:

Wir wissen es bestimmt: am Ende wird er sterben.
In seinem Leben kann er Ruhm und Ehr umwerben.
Er schlägt damit der Welt jedoch nur feine Kerben.

Heldentaten braucht die Menschheit nur—die Welten
arrangieren sich problemlos mit dem Bösen.
Sicher ist soviel: ein Mensch kann nicht erlösen.
Er strebt als Bäumefäller auch zu den Gefällten.

Uns läuft die Zeit davon, und trotzdem steht sie still.
Natürlich ist das so, wenn man durch Rennen will,
dass die Gefahr sich fürchtend fügt gedrängtem Drill.

Im Grunde ist das Wesen des sakral-monströsen
Garten Eden doch kein Platz fürs lange Zelten.
Einsicht, als zwei Igel sich an Enden stellten:
Läuft der Hase schneller, wird er früher dösen.

Und dann:

Zartes Gewitter.
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Nachrichten in diesem Thema
Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2) - von Gast - 17.06.2009, 16:58
RE: Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2) - von pumukel - 12.06.2013, 02:31

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