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Ethelwyn Wetherald: The Snow-Storm
#1
Canada 
Ethelwyn Wetherald
1857 - 1940 Canada

The Snow-Storm

The great, soft, downy snow-storm like a cloak
Descends to wrap the lean world head to feet;
It gives the dead another winding-sheet,
It buries all the roofs until the smoke
Seems like a soul that from its clay has broke;
It broods moon-like upon the Autumn wheat,
And visits all the trees in their retreat,
To hood and mantle that poor shiv'ring folk.
With wintry bloom it fills the harshest grooves
In jagged pine-stump fences. Every sound
It hushes to the footstep of a nun.
Sweet Charity! that brightens where it moves,
Inducing darkest bits of churlish ground
To give a radiant answer to the sun.



Schneetreiben

Der Schnee deckt weich der magren Erde Bauch,
bis sie von dicken Daunen ganz vermummt.
Dem Tod legt er ein neues Bahrtuch um
und er begräbt die Dächer, bis der Rauch

so scheint, als weicht dem Leib der Lebenshauch.
Wie monden kann in ihm die Brache träumen
und kann die Zuflucht sein von kahlen Bäumen,
um den zu bergen, der den Mantel braucht.

Reif überzieht den Zaun, den Kiefernstumpf,
die schroffe Maserung. Die Welt klingt dumpf
wie der gesetzte Fußtritt einer Nonne.

Barmherzigkeit! die durch dein Treiben werde,
das macht, das selbst die dunkle grobe Erde
gleißende Antwort geben kann der Sonne.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
Ein Flockensturm aus Flaum senkt sich herab
bedeckt die Kargheit, die das Land jetzt trägt,
bringt Leinen, das es um die Toten schlägt,
deckt Dächer zu , ihr Rauch steigt so als gab
der Körper seine Seele auf aus einem Grab.
Dem Weizen, der im Herbst noch immer steht
legt er sich mondgleich auf und sinkt verweht
als Mantel auf den kahlen Wald hinab.
Er deckt wie abgestreifte Blütenblätter
den Splitterbruch von abgehaunen Stämmen,
wird Lärm zum leisen Schritt von Nonnen dämmen,
Als Wohltat schreibt er sich mit weißer Letter
auf fahlste Flecken Land so glänzend dicht,
bis es zum Gruß der Sonne strahlend spricht.
Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
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#3
Hallo Sneaky,

Zitat:der Körper seine Seele auf aus einem Grab.

das ist ja eine schauerliche Vorstellung, wenn er seine Seele erst im Grab aushaucht! Ich weiß, du wolltest den Vierrerreim erhalten, aber auch "herab / hinab" ist als Reimpaar nicht so der Bringer.

In Zeile 11 trifft es der Lärm nicht wirklich. Im Original wird nur von "jeder Ton / jedes Geräusch" genannt. Die beschriebene Landschaft würde ich auch im Sommer nicht als lärmend beschreiben.

In den Schlußzeilen emöglicht der Schnee der dunklen Erde licht der Sonne zu antworten.
Zitat:bis es zum Gruß der Sonne strahlend spricht.
"Es" kann sich zwar hier nur auf das Land beziehen, aber dennoch wird dieser Gedanke bei dir nicht wirklich deutlich. Vielleicht solltest du in Zeile 13 ein anderes Adjektiv als "fahl" verwenden. Fahl ist ja so etwas wie blass oder farblos, was der Schnee ja nicht ändert. Da sollte ein Begriff stehen, der den Kontrast deutlicher macht, sei es dunkel, sei es rauh oder etwas in der Art.


LG ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#4
Hallo Zaunkönig,

ich hab mir schon gedacht, dass du den "ab/ab" Reim nicht durchgehen lassen wirst. Also werde ich den ersten Versuch nicht reparieren, sondern nochmals neu ansetzen.

Der andere Satz war wohl zu verschwurbelt konstruiert. Ich hatte zuerst Bindestriche drin, aber die haben mich dann optisch und "betonerisch" irritiert.

"ihr Rauch steigt - so als gab
der Körper seine Seele auf - aus einem Grab. Ich hab hier einem und nicht seinem gewählt um die Gleichsetzung "Seele aus Lehm" Rauch aus zugedecktem zu verstärken. Aber das funktioniert nicht, wie ich deiner Rückmeldung entnehmen kann. Auch das fahl ist ein guter Hinweis. Also zurück ans Reißbrett.

Danke

Sneaky
Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
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