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Ella Wheeler Wilcox: Abelard and Heloise 02
#1
USA 
Ella Wheeler Wilcox

The Love-Letters of Abelard and Heloise

PART I

HELOISE TO ABELARD

II

Within the breast these sacred garments cover,
There is no altar of celestial fire:
I am a woman, weeping for my lover,
The victim of a hungering heart's desire.
Veiled as I am, behold in what disorder
Your will has plunged me; and in vain I try,
By prayer and rite, to reach some tranquil border,
Where virtues blossoms and where passions die.
But when I think the conquest gained, some tender
And radiant memory rises from the past;
Again to those sweet transports I surrender;
Remembered kisses feed me while I fast.
Though lost my lover, still my love endures;
Though sworn to God, my life is wholly yours.



HELOISE an ABELARD

II


Dies heilige Gewand hüllt meinen Leib;
Dort kein Altar steht mit geweihten Kerzen.
Um meinen Liebsten weine ich als Weib,
das Opfer meines heißhungrigen Herzen.

Im Aufruhr, so verschleiert, wie ich bin,
sieh her, stürzt mich dein Wille ins Verderben.
Ich streb zu andern Ufern betend hin,
wo Tugend blüht und Leidenschaften sterben.

Doch wenn ich glaube, daß der Sieg errungen,
steigt etwas sanft aus der Vergangenheit
und wiedermal erkenn’ ich mich bezwungen;
Die Küsse nährten mich zur Fastenzeit!

Obwohl verlorn den Liebsten, muß ich lieben;
Obwohl ich Gott schwor bin ich dein geblieben.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
Kontraste setzen Smile, zu meckern gibts an deiner ÜBertragung nichts

In dieser Brust im heiligen Gewand
steht kein Altar, der Gottes Flamme trägt,
Nur eine Eva, hungernd nach der Hand
des Liebsten, einem Herz, das für sie schlägt.
Nach deinem Willen nahm ich diesen Schleier
doch Frieden suche ich vergeblich hier
trotz Beten und des Abendmahles Feier
weicht Sehnsucht nicht, blüht keine Tugend mir.

Und denke ich, nun sei der Sieg vollendet
zeigt die Erinnerung mir Zärtlichkeiten,
dann lass ich los, spür wie mein Herz sich wendet
Vergangnem zu, das nährt trotz Fastenzeiten.
Nur er - die Liebe nicht - ließ mich allein,
so bin ich Christi Braut, doch ewig sein.
Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
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#3
Und Ella zum Zweiten:

In den Zeilen 7 und 8 beschreibt Heloise ihren Wunsch von dieser Leidenschaft loszukommen,
Der Rückfall wird sonettgemäß erst mit Beginn der Terzinen beschrieben. Du nimmst es aber in deiner Formulierung schon vorweg. Dramaturgisch hast du dem Text so etwas Spannung genommen.
Sonst ist mir vor allem aufgefallen, daß du in der Anrede schwankst zwischen "dein" und "sein", wenn Heloise von Abelard spricht. Da es sich um Briefe handelt, solltest du, außer in der verallgemeinernden ersten Strophe alles mit persönlicher Anrede schreiben.

LG ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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