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Zu welchem Ende
#1
Oesterreich 
Wenn ein Sonett beginnt, weiß ich noch selten,
Zu welchem Ende es mich führen wird.
Das hängt nämlich daran, was mich umschwirrt
An Wörtern und in welche neuen Welten

Sie mich entführn. Drum dürft ihr mich nicht schelten,
Wenn manchmal Unerwartetes passiert.
Dem Reime folgend hab ich mich verirrt
Und lande beispielsweise – nein: nicht beim Zelten,
sondern – bei den Kelten.

Ob Kelten auch bereits Sonette schrieben?
Das darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Sie hatten keine Schrift, und darum blieben

Kaum Worte ihrer Sprache hier auf Erden
zurück. Die stammen durchweg von Druiden
Und handeln meist von Göttern. Oder Pferden.
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#2
Hallo Christian,

wenn mir ein Gedicht sehr gefällt, dann kann ich nicht umhin, manchmal auch drin rumzupfuschen. Nicht böse sein. Ich zweifle zwar daran dass Oghamtexte auf Pferderücken gefunden wurde, aber der Spruch, Das Glück der Erde...Pferde, der ikonisch ist, ist mir bei deinem Gedicht sofort ins Hirn gehupst. Ab und zu hast du dem Rhythmus geschuldet Verkürzungen eingesetzt.. Mit etwas Abstand seit dem Posten hast du vielleicht Lust, nochmal daran zu feilen.

Wie ein Sonett beginnt weiß ich nicht selten,
wohin es führen wird, nicht allzusehr.
Das liegt daran wie lässig oder hehr
die Worte nach mir greifen, welchen Welten

sie Türen öffnen..Dareum lasst das Schelten,
kommt was zu kurz und anderes viel mehr
Als Pfadfinder beginnt es doch statt Zelten

....
ICh hab schon ewig keine Lust mehr gehabt, etwas zu schreiben. ABer das hier war wirklich anregend, Danke dafür.

Sneaky
Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
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