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Gefällig
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Gefällig
Es schien eine flüchtige Regung zu bleiben.
Aufs Neue die alte empfindsame Stelle
zu rühren, versagte ich mir auf die Schnelle.
Ich sann das Gefühl für dich zu hintertreiben.
Mit unmerklich weiteranschwellender Welle,
die droht mich alsbald in sich einzuverleiben,
muß ich mich loslassen, weiterzutreiben.
Ich weiß es: Die Wogen erreichen die Schwelle
an der ich genötigt bin, mich zu bekennen,
an der ich entscheide: Versuchen / Verlieren.
Ich kann bisher kaum meine Ziele benennen,
ich muß mich für Unschlüssigkeiten genieren,
wo allerorts Ahnungen in mir entbrennen.
Ein vermißtes Gefühl will sich neu etablieren.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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I.
Ein vermißtes Gefühl will sich neu etablieren,
anders, als was sich mir heute bemächtigt,
so fahrig und undefiniert, wie übernächtigt
durchs Morgenrot in meinen Kopf zu lavieren.
Du hast mich vielleicht bereits leise verdächtigt,
doch hast du ein eigenes Los zu parieren.
Galant kann es gelten Gefühl zu codieren,
doch Klarheit scheint angebracht und auch berechtigt.
Ich denk an die Lesung bei dir an dem Teetisch;
Ich fürchte ich könnte auch dir bald so schreiben,
schon dieser Vers möglicherweis’ wirkt promethisch.
Warum ließ ich mein Gefühl so lange treiben?
Ich traute mir nicht, aller Wert klang pathetisch.
Es schien eine flüchtige Regung zu bleiben.
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II.
Es schien eine flüchtige Regung zu bleiben,
ich würde dich früh oder später vergessen.
So hielt ich es lange für unangemessen,
darüber ein Wort zu verlieren, zu schreiben,
was hinter gemeinsam erkannten Int’ressen
für Reize ihr eigenes Spiel mit mir treiben.
Ich wollte doch unbedingt selbstbestimmt bleiben,
doch was ich da fühle, das führt unterdessen
zu anderen, viel zu gefährlichen Schwüren.
Was keimt, aus der lang kaum beachteten Zelle,
beginnt, lang geführt, alsbald selber zu führen,
bedrängt meinen Stolz in das weiche Gefälle,
und was du auch sagst; deine Worte berühren
aufs Neue die alte, empfindsame Stelle.
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III.
Auf’s Neue die alte empfindsame Stelle,
und hüte ich sie noch so streng und hermetisch
und warne mich dringend vor jeglichem Fetisch,
ersteht mir zur allüberschäumenden Quelle,
entsteigt meinem Denken und schwebt gravitätisch
durch alle Synapsen in jedwede Zelle.
und kippt alle Schalter von Zweifel auf Helle.
Es nutzt nichts, sortier ich mein’ Geist alphabetisch;
Mein Fühl’n macht sich all meine Pläne zu eigen.
Mein Kopf, eh’ dem Meister, dem Herzen Geselle
muß sich vor der Macht der Hormone verneigen.
Auf Anhieb zu viel, was ich dir unterstelle,
zu werden für mich, deshalb: An meinem Schweigen
zu rühren versagte ich mir auf die Schnelle.
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IV.
Zu rühren versagte ich mir auf die Schnelle,
auf Grund dieses Anlaß’ der rudimentär
nur als Grund taugt, mein Herz, das mir imaginär
desto trotz jede mutmaßliche Bagatelle
auf meine Agenda schreibt, so kreuz und quer,
damit es den Blick auf was andres verstelle,
was immer da wär; Es bleibt nur dies’ spezielle
Gefühl ohne jede Kontur und Gewähr;
zerfalle ich in archimedische Punkte;
gelingt es nicht aus deinem Bannkreis zu treiben,
als wenn ich mein Herz schon in Weihwasser tunkte,
muß jeder Schritt fort von dir streng unterbleiben.
Dein Schwerefeld hingegen zündet und funkte;
ich sann das Gefühl für dich zu hintertreiben.
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V.
Ich sann das Gefühl für dich zu hintertreiben,
denn nur durch mein Wünschen entstünde Entbehrung,
doch war mir auch das nur ´ne neue Belehrung;
die Sinne sind sinnlich und wollen es bleiben.
Umsonst bot ich Tausch für ´ne andere Währung;
sie wollen viel mehr als ein Spiel mit mir treiben,
versuchen, dich mir in mein Herz einzuschreiben
Erwarte von mir bitte keine Erklärung;
Ein Wunder erklär’n heißt: ein Wunder zerstören.
Noch deute ich selbst kaum die keimende Helle
und weiß nicht: wem werde ich morgen gehören;
Ob mir oder dir, ob die arteriellen
Verwünschungen meinen Lauf nachhaltig stören
mit unmerklich weiteranschwellender Welle.
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VI.
Mit unmerklich weiter anschwellender Welle
pulst durch meine Adern still Tropfen für Tropfen
gesalzenen Blutes; die Blutplättchen klopfen
um Leben an, an jeder dürstenden Zelle,
die weiß nicht, wo bleibt welches Leck noch zu stopfen.
Schweratmig - eine gefangne Forelle –
mein Herz, ohne Luft, ohne Zug Richtung Quelle.
Die Wünsche zerfasern; ich such sie zu zopfen,
was übrig blieb von der Gewissheit zu bündeln,
statt daß sie ihr Spiel mit den Sinnen betreiben.
Hormone am Boden der Herzkammer gründeln;
sie wollen nicht in ihren Bahnen verbleiben,
und finden auch immer die Flamme zu zündeln,
die droht mich alsbald in sich einzuverleiben.
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VII.
Die droht mich alsbald in sich einzuverleiben,
die Muse, die sich mir fast unmerklich nahte.
Und was sie für mich so gewissenhaft garte
ist mehr als der Wunsch mich bald neu zu beweiben.
Sie ist es auch, die mich vor Pathos bewahrte,
verleitet es mich manchmal zu übertreiben.
Ich kann jede Zeile getrost unterschreiben.
Ich les es aus jedem Stern, aus jeder Karte;
Mein Weg ist auf lange Zeit wieder verbindlich.
Ich schreibe dir, hier, unterm Schatten der Eiben,
und alles erinnert und träumt mich so schwindlich
und läßt mich so manche Gewissheit zerreiben.
Sind mir die Gründe auch noch unerfindlich,
muß ich mich loslassen weiterzutreiben.
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VIII.
Muß ich mich loslassen, weiterzutreiben?
Ich prüfe die Gründe und ihre Gewichtung:
Es gibt weder Gründe, noch andere Richtung.
Ich würde für dich immer anfällig bleiben.
Mein Leben erfährt eine neue Verdichtung:
Nichts hindert mich mehr in dein Schußfeld zu treiben.
Vertrauensvoll biete ich mich dir zur Scheiben,
vertraue nur dir, deiner Scheu vor Vernichtung.
Die Macht über mich leg ich in deine Hände;
Die Wahl deiner Waffen, triff nicht auf die Schnelle,
daß ich meine Hoffnung nicht gänzlich verschwende.
Die Spitze von Witz? – oder die hormonelle?
Ich geb dir im Überfluß meine zur Spende;
Ich weiß es die Wogen erreichen die Schwelle.
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IX.
Ich weiß es, die Wogen erreichen die Schwelle
ab der es für mich keinen Schritt mehr zurück geht.
Ich weiß noch nicht, wie’s um den Held in dem Stück steht;
Mein Arm reicht nicht weiter als Speiche und Elle,
und wie man sich vorteilhaft in deinen Blick dreht,
gibt’s keinen Trick, noch gibt es professionelle
Routine, bin kein Meister, nicht mal Geselle,
weiß nur daß die Prüfung mir nun im Genick steht.
Ich kann meinen Einflüst’rer nicht länger knebeln;
Ich wünsche mir selbst, daß wir etwas begännen,
doch unsere Freundschaft aufs Glatteis zu hebeln,
das scheu’ ich mich noch. Jedoch muß ich erkennen;
die Frage erklärt sich nicht selbst aus den Nebeln,
an der ich genötigt bin mich zu bekennen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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