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Der Spieler
#1
Der Spieler

I.

Achte auf dich, daß du dich nicht zerstörst;
du solltest zurück, deine Mitte zu finden
und nicht deine Liebe dem Spieler verbinden,
dem Mann, den du in jedem Falle verlörst.

Du weißt, dieser Mann wird sich biegen und winden,
und daß du ihn nur in den Freiheiten störst.
Je öfter und mehr du die Liebe beschwörst,
desto sicherer wird dir der Liebste verschwinden.

Drum schalte auf Kopf um; du kannst ihm nicht trauen;
es kann dir kein Heil in der Opferung sein.
Und die Hoffnungen nur immer wieder zu kauen,

wird nichts hinterlassen als totes Gebein.
Dabei gibt es für dich so viel Schönres zu schauen;
Komm, sieh’ dich nur um, denn du bist nicht allein!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
II.

Du ließt dich zum wievielten Mal von ihm kränken?
Nur halbgare, halbwahre Kosungen zähl’ ich.
Du ahntest es längst, doch nun fühlst du allmählich
den Fehler, dein Herz diesem Spieler zu schenken.

Nicht Dein unbedingtes Vertrauen war schmählich.
Nicht Du sollst die Augen beim Wiedersehn senken.
Woran man sein’ Stolz hängt ist gut zu durchdenken.
Die Fühlende, nicht die Verliererin wähl ich!

Du hast an dem Typ überhaupt nichts verloren.
Er war dir nur Trug und beständige Lähmung.
Er ließ dich allein für sein Selbstbildnis schmoren.

Ersticke dein Herz nicht, es reicht seine Zähmung.
Warum soll’n Gefühle der Scham an dir bohren?
Dich trifft keine Schuld und kein Grund zur Beschämung.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#3
III.

Den leisen Abflug kannst du nicht gestatten;
Wie konnte er nur jemals bei dir landen?
Er zahlt’ dir deine Liebe nur mit Schanden;
mit nichts als Sprüchen, und mit allzu platten.

Dein Stolz kam dir zu Fall, doch nie anhanden.
Und Teuer soll er dir den Schmerz erstatten.
Die Scham sei ihm von nun sein steter Schatten!
Du hast ihm dein Gefühl nie ganz gestanden;

Er nahm die Liebe nur für Liebelei’n.
Der Kerl benutzte dich ganz unverfroren,
doch nenn ihm Dein Gefühl im Nachhinein.

Gib deiner Wut auf ihn die scharfen Sporen
und schenk ihm diesmal reinen Essig ein,
daß er erkennt, was er an dir verloren!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#4
IV.

Sei Du wachsam, das Spiel um die Liebe ist ernst!
Wer nur hat dir das starke Gefühl eingehaucht,
für den Mann, der die Macht über dich nur mißbraucht,
denn was bleibt, wenn du jede Verletzung entfernst

deinem Leben? Es brennt lichterloh und verraucht.
Er benutzt und verletzt dich, bis du es einst lernst
es zurüchzuerstatten, sein’ Himmel entsternst,
an dem Du nur schnuppe, nicht sonnig auftauchst.

Also zähl 1 + 1, werde wieder gescheit;
Sieh, sein Himmel für dich ist nur luftleere Kälte.
Du weißt es im Grunde schon so lange Zeit,

daß er dich nur für Nichts um dein wertvollstes prellte.
Es bleibt nur zu hoffen, es kommt nie so weit,
daß der Typ dir die Liebe für immer vergällte.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#5
V.

Wirf verbranntem Gefühl nicht noch mehr hinterher.
Deine Saat trifft dort nicht mehr auf fruchtbaren Boden.
treibt Hoffnung dir auf, wird er sie wieder roden.
Er liebt dich nicht wirklich und nicht ungefähr;

Er fühlt nicht mit Herz oder Kopf, sondern Hoden
und Sex will er nicht wirklich tiefer, nur mehr.
Bestätigung fühlt er, fühlst du dich nur schwer.
Er erntet die Lieben, doch säet nur mit Toden.

Er kennt alle Spruche und nutzt jede Masche.
Sein Zauber ist nichts, als ein billiger Trick,
doch er hat dich mit Fingerschnipp schnell in der Tasche.

Komm, öffne die Augen, dir zeigt jeder Blick;
von Dir bleibt wenn du weiterbrennst nichts mehr als Asche.
Er sucht keine Liebe, er will nur den Fick.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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