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aus „Morgain“: Die Dame vom See II
#1
Die Dame vom See

„Sentanta!“ säuselts, „komm zu mir mein Held.“
So friedlich liegt der Fluß in seiner Senke,
und Morgain wäscht sich ihre Fußgelenke.
„Heut bin ich dein, so nimm was dir gefällt.

ich zeige dir den Weg zur Anderwelt.
Es warten Lob und vielerlei Geschenke
auf dich. Wir geben alles, doch bedenke,
daß vor dies Tor auch bald der riegel fällt.“

  „Ihr lügt, so wie ihr andere belogt“
Behutsam löst sie ihre Haare aus,
- wie weich sie fallen, wie es fließt und wogt...

Ich lehre dich die Zauberei der Elfen,
Sentanta, schlag mir diesen Dienst nicht aus,
denn eines Tages sollst auch du mir helfen!“


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
„Oh, ein Zaubersprüchlein, welche Labe!
Und süße Liebesträumereien, zu Hauf,
mit leichten Spiegeleien am Wasserlauf...
Wer bist Du morgen: Wölfin oder Rabe?

Was gibst Du mir, was ich nicht besser habe?
Zu guter letzt kommst Du noch selber drauf,
Morgain, nicht nach Geschenken, sondern Kauf
steht Dir der Sinn. Welch eine edle Gabe

ist es wert mich für Dich zu verpflichten?
Ich habe schon zu viel von Dir gehört,
Versuch ein andres Opfer zu betören.

Ich müßte mich doch selber schrecklich richten,
wenn so ein Trug sich gegen mich verschwört,
doch meinen weitren Weg wirst Du nicht stören.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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