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Sonnets 090
#1
William Shakespeare
1564 – 1616 England


XC.

Then hate me when thou wilt; if ever, now;
Now, while the world is bent my deeds to cross,
Join with the spite of fortune, make me bow,
And do not drop in for an after-loss:
Ah, do not, when my heart hath 'scoped this sorrow,
Come in the rearward of a conquer'd woe;
Give not a windy night a rainy morrow,
To linger out a purposed overthrow.
If thou wilt leave me, do not leave me last,
When other petty griefs have done their spite
But in the onset come; so shall I taste
At first the very worst of fortune's might,
And other strains of woe, which now seem woe,
Compared with loss of thee will not seem so.

.
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#2
Übersetzung von
Terese Robinson



XC.

Doch hasse mich, willst du mich hassen, gleich,
Jetzt, da mich alle Welt verfolgt mit Groll,
Verbünde dich dem Schicksal, führ den Streich,
Komm nicht als letzter Stoß, der kommen soll.
Ach gib nicht, wenn mein Herz zermürbt von Sorgen,
Müd’ von besiegtem Leid und Überdruß,
Der stürmischen nacht den finst’ren Regenmorgen,
Verzög’re nicht den Schlag, der kommen muß.
Willst du mich lassen, laß mich nicht zuletzt,
Wenn kleine Leiden schonj ihr Werk vollbracht,
Geh du als erster, denn dann weiß ich, jetzt
Traf mich das schwerste, was mir zugedacht.

Und jedes andre Leid, schmerzt’s noch so sehr,
Vergleich ich’s diesem, ist’s kein Leiden mehr.

.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



XC.

So hasse mich denn, wann du willst ; gleich nun,
Jetzt, da die Welt mich kreuzt in meinen Taten:
Hilf dem Verdruß des Glücks mir weh zu tun,
Und triff nicht spät mich mit verspartem Schaden.

Ach komm, wenn ich entronnen diesen Dolchen,
Im Nachtrab schon bezwungner Sorgen nicht!
Laß keinen Regentag auf nächt’ge Stürme folgen,
Daß ich versiech’ am vorgemischten Gift.

Willst du mich lassen, laß mich nicht zuletzt,
Wenn schon die andern kleinen Schmerzen schweigen:
Im Anlauf komm! Dann auf einmal versetzt
Das Glück den schärfsten mir von seinen Streichen;

Und Qual, die jetzt wie Qual mir scheint, entweicht,
Zerschmilzt, wenn dein Verlust sich ihr vergleicht.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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