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Die Dornenebene
#1
Die Dornenebene

An Dornstrauch drängte sich der Dornenstrauch,
Mit braunem Stachelwerk die Heide deckend,
Ein Vogel schrie, den Hall der Lüfte weckend,
Und über alles ging des Todes Hauch.

Da war er selber schon gekommen auch, -
Er hob sich, dürre Riesenglieder reckend,
Auf kahlem Hügel, Flammen krochen leckend
An ihm empor und schwerer schwarzer Rauch.

Und plötzlich sprang die Lohe himmelan,
Und gierig fingernd griff sie niederwärts,
Die Dornenebne ward ein Glutenmeer.

Das große Sterben in der Welt begann,
Gezeugtes krümmte ungeheurer Schmerz,
Der Tod stand schweigend, - oder lachte er?
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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