Heute, 08:20
Das erste Bild
Du gabst mir einst mit deinen ersten Küssen
Dein erstes Bild. Es glänzte mir im Herzen,
Als stünde es im Kranz von süßen Kerzen.
Es bleibt, obwohl wir haben scheiden müssen.
Meins ließest du von fremder Gierde schwärzen.
Ertränken wolltest du's in wilden Flüssen.
Nun hältst du, aus Verrat und schwülen Güssen
Erwacht, in Nächten deine Hand auf Schmerzen.
Nimm einen Spiegel, Weib! Muß zwischen beiden
Hinschwankend dir dein Bild nicht bitter schmecken?
Zerrissen ist es von geheimen Leiden.
Dein reines kannst du noch in mir entdecken.
Nun aber suchst du meinen Blick zu meiden -
Du könntest bis ins Herz hinab erschrecken.
Du gabst mir einst mit deinen ersten Küssen
Dein erstes Bild. Es glänzte mir im Herzen,
Als stünde es im Kranz von süßen Kerzen.
Es bleibt, obwohl wir haben scheiden müssen.
Meins ließest du von fremder Gierde schwärzen.
Ertränken wolltest du's in wilden Flüssen.
Nun hältst du, aus Verrat und schwülen Güssen
Erwacht, in Nächten deine Hand auf Schmerzen.
Nimm einen Spiegel, Weib! Muß zwischen beiden
Hinschwankend dir dein Bild nicht bitter schmecken?
Zerrissen ist es von geheimen Leiden.
Dein reines kannst du noch in mir entdecken.
Nun aber suchst du meinen Blick zu meiden -
Du könntest bis ins Herz hinab erschrecken.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

