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311 Quel rosignol, che sí soave piagne,
#1
311

Quel rosignol, che sí soave piagne,
forse suoi figli, o sua cara consorte,
di dolcezza empie il cielo et le campagne
con tante note sí pietose et scorte,
et tutta notte par che m'accompagne,
et mi rammente la mia dura sorte:
ch'altri che me non ò di ch'i' mi lagne,
ché 'n dee non credev'io regnasse Morte.
O che lieve è inganar chi s'assecura!
Que' duo bei lumi assai piú che 'l sol chiari
chi pensò mai veder far terra oscura?
Or cognosco io che mia fera ventura
vuol che vivendo et lagrimando impari
come nulla qua giú diletta, et dura.
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#2
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841



CCCXI.

Die Nachtigall dort, die so zärtlich weinet,
Vielleicht, weil Gatt ihr oder Kindlein fehlen,
Himmel und Flur in süßen Wonnen einet
Mit Klängen, drin sich Leid und Lust vermählen;

Sie zieht die ganze Nacht mir nach und scheinet
Mein jammervoll Geschick mir zu erzählen;
Denn mich nur klag ich an, der ich gemeinet,
Der Tod nicht könne Göttinnen befehlen.

Wie leicht doch wird getäuscht ein blind Vertrauen!
wer dachte, daß zwei Augen, hell wie Sterne,
Verdunkeln würden rings des Erdrunds Auen?

Nun seh ich wohl, daß mein Geschick voll Grauen
Gebeut, daß lebend ich und weinend lerne,
Wie nieden hier auf keine Lust zu bauen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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