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Spes
#1
Spes

Der Wunsch, den täglich ich dir, Säule, sage,
Verläßt nicht meiner Lippen treue Pforte;
Zu dem durch dummen Schmerz geweihten Orte
In stiller Brust ich ihn tiefschweigend trage.

Auch fern begleitet er mich alle Tage,
Und dienet mir zum wahren Schicksalshorte;
Denn einmal kommt Erfüllung doch dem Worte
Drum ich geduldig, wenn sie säumt, nicht klage.

Zwei Zeiten kann es für den Menschen geben,
Die eine, wo am süßen Licht er hänget,
Die andre, wo es ihn zum Dunkel dränget.

Doch Alle beide Zeiten nicht erleben;
Mir ward es, und ich willig es gewahrte,
Weil ich geliebter Brust so Schmerz ersparte.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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