Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Oscar Wilde: Hélas
#1
Irland 
Oscar Wilde
1854 - 1900 Irland / Großbritannien


Hélas

To drift with every passion till my soul
Is a stringed lute on which all winds can play
Is it for this that I have given away
Mine ancient wisdom, and austere control?
Methinks my life is a twice-written scroll
Scrawled over on some boyish holiday
With idle songs for pipe and virelay,
Which do but mar the secret of the whole.
Surely there was a time I might have trod
The sunlit heights, and from life's dissonance
Struck one clear chord to reach the ears of God:
Is that time dead? Lo, with a little rod
I did but touch the honey of romance--
And must I lose a soul's inheritance?



Hélas

Mit allen Leidenschaften mitzutreiben
bis meine Seele ist ein Saitenbund
auf dem die Winde spiel'n, - War dies der Grund
die weise Selbstbeschränkung abzuschreiben?

Es scheint mir so, ich schrieb mein Leben um:
In jugendlichem Überschwang notiert,
hab ich die leichten Lieder komponiert
und hab beschädigt das Mysterium.

Ich hatte kurze Zeit ein gutes Leben
im Licht. Es streifen Lebens-Dissonanzen
klar Gottes Ohr als ein Akkord ganz leis:

Ist's Zeit zu sterben? Mit nur einem Reis
berührte ich den Honig der Romanzen.
Musst ich dafür mein Seelenanteil geben?
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
Oscar Wilde: Hélas - von ZaunköniG - 20.10.2012, 11:11

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste