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Sonnets 120
#2
Übersetzung von
Terese Robinson



CXX.


Daß du einst unfreund, dank ich heute dir;
Doch wenn ich denke der erlitt’nen Qual,
Beugt mein Verbrechen mich zur Erde schier,
Denn meine Nerven sind nicht Erz und Stahl.
Konnt dich mein Fehl so bis ins Tiefste kränken,
Wie deiner mich, durch Hölle ging dein Schritt,
Ich, ein Tyrann, nahm mir nicht Zeit zu denken,
Wie ich dereinst durch dein Vergehen litt.
Hätt’ mich gemahnt doch unsre Schmerzensnacht
Im tiefsten Sinn, wie weh solch Leiden tut,
Ich hätte dich, du mich gesund gemacht
Mit sanfter Salbe, die für Wunden gut.

Doch so muß unsre Schuld als Lösung dienen,
Und deine mich, die meine dich entsühnen.




.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 120 - von ZaunköniG - 28.10.2007, 14:16
RE: Sonnets 120 - von ZaunköniG - 06.05.2023, 11:01

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