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Dialog des Wissens
#4
Zitat:Den Inhalt scheine ich ziemlich missverständlich ausgedrückt zu haben,

Durch die Verknappung großer Themen auf die Lyrische Kurzform entstehen eben auch Interpretationsspielräume.
Die erste Strophe ist noch eindeutig. Mit der Zweiten fangen die Schwierigkeiten an und zwar in der Form wie Du die Flußmetapher verwendest.
Du setzt hier den Fluß dem Wissen gleich, dabei steht der Mensch doch an einem realen Fluß. Die Metapher ist nicht schlecht gewählt und durchaus überzeugend, das der Mensch gerade den Fluß fragt, der (unbewußt) bereits für die Antwort steht.
Daß sich der Fluß aber selbst für das Wissen hält, das geht eigentlich nicht. - Dagegen sehr wohl daß er von Dingen spricht, die er kennt, in seiner Antwort also die Flußmetapher aufgreift.
Ich interpretire die Antwort also etwa: Wer fragt, dem ist Erkenntnis das Höchste Gut, aber Erkenntnis kommt und zerrinnt auch wieder, weil auf jede Antwort neue Fragen folgen. Da passt das Flußbild wunderbar! Aber nicht als überhebliche Selbsteinschätzung des Flusses; der bleibt in seiner Antwort einfach im Bild.

Daß Erkenntnis letztlich ein nie ganz erreichbares Ideal ist, kann einen Suchenden im Laufe des Lebens zermürben, aber was ist denn das Glück des Kindes? Ist es nicht sein Staunen über jeden neuen Tag, die Neugier und Entdeckerfreude die sein Glück zum großen Teil ausmachen?

LG ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Dialog des Wissens - von Ryuk - 03.07.2010, 12:57
RE: Dialog des Wissens - von ZaunköniG - 04.07.2010, 09:56
RE: Dialog des Wissens - von Ryuk - 04.07.2010, 13:17
RE: Dialog des Wissens - von ZaunköniG - 04.07.2010, 15:24
RE: Dialog des Wissens - von Ryuk - 04.07.2010, 15:46

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