Gestern, 12:15
In Übersetzung
von Ludwig Fulda
1862 - 1939
66
Nach Todesfrieden ruf' ich angeekelt,
Seh' ich, wie sich Verdienft als Bettler quält
Und dürftig Nichts herausgeputzt sich räkelt
Und reinste Treu’ den rechten Bund verfehlt,
Geh’ lautre Ehr’ an falschen Platz gestellt
Und jungfräuliche Tugend roh geschändet
Und echte Mannheit schnöd um Gunst geprellt
Und Kraft durch lahmes Herrschertum verschwendet
Und Wissens Zunge durch die Macht gebannt
Und Geist von Narrheit doktorhaft bemängelt
Und schlichte Wahrheit Einfalt zubenannt
Und Häftling Gut vom Häuptling Bös gegängelt:
All dessen müd möcht’ ich im Tod erblassen,.
Müßt' ich nicht sterbend meinen Freund verlassen.
.
von Ludwig Fulda
1862 - 1939
66
Nach Todesfrieden ruf' ich angeekelt,
Seh' ich, wie sich Verdienft als Bettler quält
Und dürftig Nichts herausgeputzt sich räkelt
Und reinste Treu’ den rechten Bund verfehlt,
Geh’ lautre Ehr’ an falschen Platz gestellt
Und jungfräuliche Tugend roh geschändet
Und echte Mannheit schnöd um Gunst geprellt
Und Kraft durch lahmes Herrschertum verschwendet
Und Wissens Zunge durch die Macht gebannt
Und Geist von Narrheit doktorhaft bemängelt
Und schlichte Wahrheit Einfalt zubenannt
Und Häftling Gut vom Häuptling Bös gegängelt:
All dessen müd möcht’ ich im Tod erblassen,.
Müßt' ich nicht sterbend meinen Freund verlassen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

