28.01.2026, 09:03
V.
Nur meine eigene Hand streicht die Wangen,
den Nacken, die Haare, die wie’n feuchtes Tier kraus.
So lang ist es her, damals hatte ich dir aus
der Tiefe des Auges den Funken gefangen;
ein Brandstifter in einer trockenen Seele,
nur hier, meine Traumschwindeleien zu mindern.
Die Trauer allein kann die Wundschmerzen lindern.
Mein Schicksal: Ein Los, daß ich immer verfehle.
Vom Tag noch so taub, alt und karg, was kein Schlag kann,
ist Alltag. Alleinsein ist schlimmer als Grippe.
Kein Garten mein Herz, nur verwildeter Hag dann.
Es wundert und wird wohl auch nicht wenn ich schnippe:
Es bricht nur noch früher ein weiterer Tag an.
Erinnerung brennt mir noch auf meiner Lippe.
Nur meine eigene Hand streicht die Wangen,
den Nacken, die Haare, die wie’n feuchtes Tier kraus.
So lang ist es her, damals hatte ich dir aus
der Tiefe des Auges den Funken gefangen;
ein Brandstifter in einer trockenen Seele,
nur hier, meine Traumschwindeleien zu mindern.
Die Trauer allein kann die Wundschmerzen lindern.
Mein Schicksal: Ein Los, daß ich immer verfehle.
Vom Tag noch so taub, alt und karg, was kein Schlag kann,
ist Alltag. Alleinsein ist schlimmer als Grippe.
Kein Garten mein Herz, nur verwildeter Hag dann.
Es wundert und wird wohl auch nicht wenn ich schnippe:
Es bricht nur noch früher ein weiterer Tag an.
Erinnerung brennt mir noch auf meiner Lippe.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

