26.01.2026, 09:55
IV.
Wer sonst kann mir heute die Sorgenstirn glätten,
als Trauer, die alles verzeiht und bewahrt?
Wir sind doch von so sehr verschiedener Art;
wer weiß, was wir anderenfalls an uns hätten.
Ich steh vor dem Spiegel und mach mir den Lei frisch
und flechte mir ein Souvenier in die Haare.
Ich steh in der Tür und verfassen das Wahre;
ein niemals begonnener Brief auf dem Schreibtisch.
Ich stehe am Fenster, ein Regenguß prasselt
ans Glas. Ich hab wieder den Fehler begangen:
hab mit meinen rostigen Ängsten gerasselt.
Ich hab mich verlorn und versucht dich zu fangen;
kein andrer als ich hat’s mir wieder vermasselt.
Nur meine eigene Hand streicht die Wangen.
Wer sonst kann mir heute die Sorgenstirn glätten,
als Trauer, die alles verzeiht und bewahrt?
Wir sind doch von so sehr verschiedener Art;
wer weiß, was wir anderenfalls an uns hätten.
Ich steh vor dem Spiegel und mach mir den Lei frisch
und flechte mir ein Souvenier in die Haare.
Ich steh in der Tür und verfassen das Wahre;
ein niemals begonnener Brief auf dem Schreibtisch.
Ich stehe am Fenster, ein Regenguß prasselt
ans Glas. Ich hab wieder den Fehler begangen:
hab mit meinen rostigen Ängsten gerasselt.
Ich hab mich verlorn und versucht dich zu fangen;
kein andrer als ich hat’s mir wieder vermasselt.
Nur meine eigene Hand streicht die Wangen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

