Heute, 06:12
XV
Im Fenster der Rest einer Pflanze:
Ein Topf mit verwaschenem Kreppsaum.
Den Schatten des Mondes im Schlepptau
heut, bitt ich zum vorletzten Tanze.
Ich zähle schon lang auf der Stelle,
es blieb nur Gewohnheit vom Kult.
Ich trage, so schwer wie ne Schuld,
nur ein Abziehbild über die Schwelle.
Es blieben nur Laster und Worte.
Ich drehe mich immer im Kreis,
kenne auswendig all jene Orte,
die mir einmal Glück und Geheiß.
Ein schlafender Alb vor der Pforte
versilbert mein Taglicht und Preis.
Im Fenster der Rest einer Pflanze:
Ein Topf mit verwaschenem Kreppsaum.
Den Schatten des Mondes im Schlepptau
heut, bitt ich zum vorletzten Tanze.
Ich zähle schon lang auf der Stelle,
es blieb nur Gewohnheit vom Kult.
Ich trage, so schwer wie ne Schuld,
nur ein Abziehbild über die Schwelle.
Es blieben nur Laster und Worte.
Ich drehe mich immer im Kreis,
kenne auswendig all jene Orte,
die mir einmal Glück und Geheiß.
Ein schlafender Alb vor der Pforte
versilbert mein Taglicht und Preis.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

