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1861 Heinrich Breling am Totenbett der Oma Schröder
#2
II.

Der Riegel fällt hart zu und Stille legt
sich auf die alten Dielen. Heinrich weint
beinah. Ein kühler Lufthauch geht. Es scheint,
als ob sie sich von Geisterhand bewegt:

Ein Zucken in den Schatten um den Mund;
Hebt sich nochmal die Brust? Nein, es ist nichts,
als nur ein Spiel unsteten Kerzenlichts.
Kein Spuk, es gibt für alles einen Grund!

Kein Fluch, der ungebet'ne Gäste trifft,
und ungebeten ist er ja auch nicht.
Sieh hin! und denke dir, dass sie nur döst.

Zieh Strich um Strich.... Es ist nur ein Gesicht
dort auf der Bahre. Ruhig für den Stift
und bring 's zuende. Dann bist du erlöst.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: 1861 Heinrich Breling am Totenbett der Oma Schröder - von ZaunköniG - 12.02.2026, 09:47

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