23.12.2024, 09:12
Letzter Eindruck
Wie ich Dich sah im letzten Augenblicke,
Das Haupt vom braunen Lockenkranz umwallt,
So stand’st Du stets vor meinem Seelenblicke
In unverändert blühender Gestalt.
Nicht abgebrochen war die geist’ge Brücke,
Ein flücht’ges Blatt vereinigte uns bald,
D’rum schien mir’s fast, als wär’s nur Schicksalstücke,
Daß Du gleich mir ermüdet schon und alt.
Ein Bild, das früh der Jugendsinn, der frische,
Im tiefen Seelengrunde aufgenommen,
Gleicht einem heil’gen Bild in lichter Nische.
Es lebt voll Weihe im Gemüth, im frommen,
Und altert nicht im raschen Lauf der Jahre,
Und unverändert strahlt sein Blick, der klare.
Wie ich Dich sah im letzten Augenblicke,
Das Haupt vom braunen Lockenkranz umwallt,
So stand’st Du stets vor meinem Seelenblicke
In unverändert blühender Gestalt.
Nicht abgebrochen war die geist’ge Brücke,
Ein flücht’ges Blatt vereinigte uns bald,
D’rum schien mir’s fast, als wär’s nur Schicksalstücke,
Daß Du gleich mir ermüdet schon und alt.
Ein Bild, das früh der Jugendsinn, der frische,
Im tiefen Seelengrunde aufgenommen,
Gleicht einem heil’gen Bild in lichter Nische.
Es lebt voll Weihe im Gemüth, im frommen,
Und altert nicht im raschen Lauf der Jahre,
Und unverändert strahlt sein Blick, der klare.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

