Gestern, 10:37
Übersetzung von
Alexander Neidhardt
1819-1908
LXVI.
Den Tod oft ruf’ ich, müd', es anzuschaun,
Wie das Verdienst umher als Bettler irrt,
Armseliges Nichts Im Prunk stolziert und, traun l
Die reinste Treue selbst meineidig wird, —
Wie Ruhm und Ehre hier der Schmach gewährt,
Und Keuschheit dort geschändet wird am Bad',
Und rechte Tugend schimpflich wird entehrt,
Und Macht gelähmt durch schlechtes Regiment;
Wie Kunst verstummen muss vor der Gewalt,
Und Thorheit dem Verstände spricht das Recht,
Wie schlichte Wahrheit stets Kir Einfalt galt,
Das Böse Herr ist und das Gute Knecht!
Müd' alles dessen, m5cht ich all dies lassen,
Ließ' einsam, Lieb, dich hier nicht mein Erblassen.
.
Alexander Neidhardt
1819-1908
LXVI.
Den Tod oft ruf’ ich, müd', es anzuschaun,
Wie das Verdienst umher als Bettler irrt,
Armseliges Nichts Im Prunk stolziert und, traun l
Die reinste Treue selbst meineidig wird, —
Wie Ruhm und Ehre hier der Schmach gewährt,
Und Keuschheit dort geschändet wird am Bad',
Und rechte Tugend schimpflich wird entehrt,
Und Macht gelähmt durch schlechtes Regiment;
Wie Kunst verstummen muss vor der Gewalt,
Und Thorheit dem Verstände spricht das Recht,
Wie schlichte Wahrheit stets Kir Einfalt galt,
Das Böse Herr ist und das Gute Knecht!
Müd' alles dessen, m5cht ich all dies lassen,
Ließ' einsam, Lieb, dich hier nicht mein Erblassen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

