01.06.2026, 08:48
In Übersetzungen von
Otto Gildemeister
LXVI.
Satt, dies zu sehn, seufz ich um stillen Tod:
Als: das Verdienst als Bettlerkind geboren,
Und dürft’ge Hohlheit wohlgemut und rot,
Und reinste Treue böslich weggeschworen,
Und goldne Ehr aufs schmählichste verschwendet,
Und echte Trefflichkeit fälschlich beschämt,
Und jungfräuliche Tugend wüst geschändet,
Und Kraft durch hinkend Regiment gelähmt,
Und Wissenschaft geknebelt von der Macht,
Und Narrheit doktorhaft die Kunst kurierend,
Und Einfalt als Einfältigkeit verlacht,
Und Hauptmann Arg den Sklaven Gut regierend:
Satt, dies zu sehn, möcht ich von diesem scheiden,
Müßt’ ich nur sterbend nicht mein Liebstes meiden.
.
Otto Gildemeister
LXVI.
Satt, dies zu sehn, seufz ich um stillen Tod:
Als: das Verdienst als Bettlerkind geboren,
Und dürft’ge Hohlheit wohlgemut und rot,
Und reinste Treue böslich weggeschworen,
Und goldne Ehr aufs schmählichste verschwendet,
Und echte Trefflichkeit fälschlich beschämt,
Und jungfräuliche Tugend wüst geschändet,
Und Kraft durch hinkend Regiment gelähmt,
Und Wissenschaft geknebelt von der Macht,
Und Narrheit doktorhaft die Kunst kurierend,
Und Einfalt als Einfältigkeit verlacht,
Und Hauptmann Arg den Sklaven Gut regierend:
Satt, dies zu sehn, möcht ich von diesem scheiden,
Müßt’ ich nur sterbend nicht mein Liebstes meiden.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

