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17 Tanto gentile e tanto onesta pare
#3
In Übertragungen von
Richard Zoozmann

1921


Fünfzehntes Sonett

So wunderlieblich und so sittsam zeigt
Die Herrin sich, wenn hold sie Grüße spendet,
Daß gleich der laute Mund erschrocken schweigt,
Der dreiste Blick sich scheu zu Boden wenden.

Taub allem Lob, das man an sie verschwendet,
Geht sie, in Demut fromm die Stirn geneigt:
Als ob, vom Himmel selber hergesendet,
Ein Engelswunder auf die Erde steigt.

So lieb zu schmeicheln weiß sie allen Blicken,
Daß selge Wonnen das Gemüt erquicken –
Wen die noch nicht durchrieselt, ahnt sie nicht.

Von ihren Lippen scheint mit leisem Beben
Ein unsichtbarer Liebeshauch zu schweben,
Der „Seufze! seufze!“ fromm zur Seele spricht.

.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: 17 Tanto gentile e tanto onesta pare - von ZaunköniG - 29.12.2024, 02:41

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